Wie der Mensch zum Clown wird

Als friedfertiger Mensch hat man es nicht leicht auf dieser Welt, denn man wird automatisch zu einem Clown, der alle Menschen in seinem Umfeld bespaßen will, damit die etwas weniger gewalttätig sind.
Friedfertige Menschen spüren die Gewalt an anderen und je friedfertiger sie sind, je mehr spüren sie die Gewalt.
Um sich das eigene Umfeld etwas angenehmer zu machen, fangen die Friedfertigeren deshalb an, für die Gewalttätigeren den Kasper zu mimen.
Sie versuchen sie ständig und permanent aufzumuntern, aufzuhellen und dahingehend zu beeinflussen, dass deren Laune etwas besser wird, so dass sich der Friedfertigere in deren Umgebung etwas wohler fühlt.
Der Friedfertige versucht quasi durch sein Verhalten, sein Umfeld etwas seiner Energie anzupassen.
Das gelingt ihm jedoch nur bedingt.
Der Gewalttätigere fühlt sich durch die Eskapaden des Friedfertigeren in seiner Eitelkeit geschmeichelt und in seiner Machtposition ihm gegenüber erhöht, so dass er ihn etwas gewähren lässt.
Wird der Clown an seiner Seite jedoch müde, dann wird ihm unmissverständlich gezeigt, dass er sich augenblicklich wieder devot verhalten muss, um ohne größere Gewalteskapaden neben dem Gewalttätigeren geduldet zu werden.
So wird der Friedfertige ständig und permanent unbewusst dazu gezwungen, für den Gewalttätigeren den Clown zu spielen.
Er wird gezwungen, dessen Stimmungen genau zu analysieren und dementsprechen darauf zu reagieren.
Der Gewalttätigere hingegen manipuliert mit geschickter Wortwahl den Friedfertigeren, der sich durch die Wortwahl des Gewalttätigeren immer als kompletter Versager fühlt.
Dadurch kann der Gewalttätigere über Jahrzehnte hinweg den Friedfertigeren an seine Seite ketten und Macht über ihn ausüben, weil dieser durch diese Manipulation nicht die Kraft findet, sich von ihm energetisch zu lösen, da er nie gelernt hat, ein Selbstwertgefühl aufzubauen.
Insbesondere in Familienverbänden sind solche Machtstrukturen häufig vorhanden.
Da auch die Bibel behauptet, man solle Vater und Mutter ehren, wird es so für den ohnehin schon schwer gebeutelten Menschen noch schwerer, sich von solchen Gewaltstrukturen zu befreien.
Ihm wird durch die Religionen dieser Welt, mangelnde Liebesfähigkeit unterstellt, wenn er das tut.
Daran sieht man, dass auch die Bibel noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist.
Vor der Manipulation des Egos ist deshalb auf dieser Welt so gut wie niemand gefeit, zumindest diejenigen noch nicht, die nicht das große Gück hatten, ihrer wahren Liebe zu begegnen.