30% der Flüchtlinge sind IS-Kämpfer





Wehrsport im Unterholz bulgarischer Wälder, hier trainiert eine Bürgerwehr die sich "Militärbündnis Wasilewski" nennt.
Ihr Ziel, Flüchtlinge an der Grenze zur Türkei abfangen. Sprecher der Einheit ist Vladimir Jusef, der 57-Jährige war Berufssoldat der bulgarischen Streitkräfte. 
Interview im Hauptquartier der Bürgerwehr. Für ihn sind die meisten Migranten, Feinde, die es zurückzuschlagen gelte.
"Es ist doch bekannt, dass unter dem Deckmantel der Flüchtlinge tausende IS-Kämpfer in das Gebiet der europäischen Länder kommen. Nicht weniger als 30% der Flüchtlinge sind tatsächlich IS-Kämpfer und 10% von ihnen sind auf Selbstmordattentate vorbereitet und andere Kämpfer werden mit vielen Kindern und Frauen nach Europa geschickt, um sie in die sozialen Systeme einzuschleusen, damit diese letztendlich kollabieren. 
Behauptungen, Schreckensszenarien, die in Bulgarien bereits zehntausende Menschen in Bürgerwehren wie die Einheit Jusefs getrieben haben. Sie kommen aus Polizei und Militär, dabei aber auch Lehrer und Schüler.
Von einem Massenphänomen spricht der Wissenschaftler Professor "Ivor Inzof" der in Bulgarien am Institut für moderne Politik forscht. "Sie haben einen Rückhalt in der Bevölkerung, die Mehrheit der Bulgaren unterstützt diese Gruppen, nach einer Umfrage 84%, nach einer anderen Umfrage über die Hälfte der Bevölkerung und das sind signifikante Werte."
Einsatz 30 Kilometer vor der bulgarischen, türkischen Grenze. In kleinen Teams gehen sie auf Menschenjagd, stellen illegale Grenzgänger, schüchtern sie ein.
Wer nicht freiwillig zurückgeht, den übergeben die "Einheiten Jusefs" der Polizei. 
Für die meisten in der Truppe sind Menschen auf der Flucht aggressive Invasoren.
"Die wollen unsere Länder anbrennen. Die wollen uns zerstören. Das ist eine geplante Invasion. Die wollen Krieg machen."
Die  "Einheit Jusefs" ist international vernetzt und Teil des antiislamischen Bündnisses "Festung Europa".
Auch die frühere Pegida Frontfrau "Tatjana Festerling" war schon bei der Bürgerwehr, wie Fotos auf ihrer Webside belegen. Im Internet schürt sie Ängste diffamiert Flüchtlinge, nennt sie "eiskalt berechnende Krieger des Islam, die aus verrohten Kulturen kommen" und es sind nicht nur diese geschürten Ängste, die den Paramilitärs weiteren Zulauf sichern befürchtet der Wissenschaftler.
"Beim Putsch in der Türkei befürchtete man, dass viel mehr Asylsuchende und Migranten nach Bulgarien kommen und in diesem Zusammenhang wird die Popularität solcher Gruppen wachsen."
Nicht nur in Bulgarien entstehen Bürgerwehren. Auch in Ungarn, der Slowakai, der tschechischen Republik und auch in Finnland.
An den Außengrenzen vieler Länder wächst der Widerstand gegen Asylsuchende. Es wächst eine Abschreckungskultur in Europa.