Wie Gewaltmenschen denken und fühlen

Der gemeine durchschnittliche Europäer denkt nicht, dass es andere Menschen wie ihn auf diesem Planeten gibt, doch die gibt es.
Für einen gemeinen durchschnittlichen Europäer, sind alle Menschen auf diesem Planeten gleich stark entwickelt, in ihrer Moral, ihrer geistigen Reife, ihrer Lernbereitschaft und ihrem Können.
Der gemeine durchschnittliche Europäer glaubt, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Völker lediglich daher rühren, dass die ärmeren Länder einfach nicht so eine Chance hatten, wie die reicheren Länder und wenn man den Menschen in den ärmeren Ländern die Chance gibt, dass sie dann genauso sind, wie die Menschen aus den reicheren Ländern.
Das stimmt jedoch nicht.
Je mehr Gewalt in einem Menschen innewohnt, je weniger aufnahmefähig ist er, je weniger anpassungsfähig und je weniger sozial integrierbar.
Wächst der Mensch nun in einem Umfeld auf, in dem der Vater, die Brüder und die restliche Verwandtschaft Gewalt leben, gegen seine Mutter, gegen ihn und gegen sich selbst, dann ist diese Gewalt für ihn ein Teil von ihm selbst.
Er erkennt diese Gewalt nicht als Fremdkörper, sondern als seinen Charakter.
Wenn man ihm nun erklären will, dass sein Charakter schlecht ist, dann wird er höchstens noch gewalttätiger.
Gewaltmenschen kann man deshalb in den allerwenigsten Fällen wirklich beibringen, dass sie Gewalt leben, denn für sie ist ihr Verhalten vollkommen normal, so wie bei ihren Eltern, ihrer Verwandtschaft und ihrer kompletten Gesellschaft, in der sie groß geworden sind.
Diese Menschen sind in einer Gesellschaft aufgewachsen, die kein Mitgefühl kennt, keine Liebe, kein Einfühlungsvermögen, keine menschlichen Empfindungen. In den allermeisten Fällen wurde die Mutter vom Vater von Anfang an zum Sex genötigt, durch eine Zwangsheirat.
Da können keine zwischenmenschlichen Töne entstehen.
Das ganze Umfeld ist lediglich auf Gewalt aufgebaut, er selbst wurde durch massive Gewalt gezeugt.
Weder Zärtlichkeit kennt dieser Mensch, noch Sanftmut, noch sämtliche andere zwischenmenschliche Regungen. Dieser Mensch weiß nicht, was Migefühl bedeutet, was Einfühlungsvermögen bedeutet, was Rücksichtnahme bedeutet, was Menschenrechte bedeuten, was Zurücknahme bedeutet, was Verzeihen bedeutet, was Demut bedeutet, was Bescheidenheit bedeutet, was Ehrlichkeit bedeutet, was Entgegenkommen bedeutet, was Nachgeben bedeutet, was Selbstlosigkeit bedeutet, was Verständnis bedeutet, was Emphatie bedeutet, was zwischenmenschliche Gefühle im Allgemeinen sind.
In seinem Umfeld gab es nie einen zärtlichen Austausch seiner Eltern, ein Kuscheln in der Familie, eine Gleichstellung der Frau in allen Belangen.
Er hat nur beobachtet, wie sein Vater seine Mutter dominiert hat, wie er sie geschlagen hat, wenn sie aufmüpfig wurde, wie er sich erst selbst hilflos dabei vorkam und dann genauso wurde wie der Vater.
Wie er sämtliche Formen von positiven menschlichen Regungen verdrängt hat, weil sein Vater und alle seine männlichen Verwandten und Bekannten ihm das als Schwäche auslegten.
Wie seine Angst vor dieser Gewalt ihn zwang, selbst zu einem Gewaltmenschen zu werden.
Wie er gar nicht weiß und gar nicht gelernt hat, was Menschlichkeit überhaupt bedeutet.
Geht man nun zu so einem Menschen und verlangt von ihm so etwas wie Gnade, Einfühlungsvermögen und Mitgefühl, dann weiß er gar nicht was das ist. Er weiß gar nicht, wovon man überhaupt redet, denn diese Gefühle sind ihm vollkommen fremd.
Für ihn sind das böhmische Dörfer, wenn von ihm so ein Verhalten verlangt wird.
Im Grunde glaubt er, dass sein Gegenüber spinnt, weil er von ihm etwas verlangt, was es gar nicht gibt.
Solchen Wahnsinnigen muss man schleunigst den Garaus machen.