Buchempfehlung: "Deutschland im Blaulicht"

Deutschland im Blaulicht

Autorin:
Tania Kambouri wurde 1983 als Kind einer griechischstämmigen Familie in Bochum geboren. Als Polizeikommissarin fährt sie heute dort auch Streife. Ihren Protest über die wachsende Zahl verbaler und körperlicher Übergriffe auf sie selbst und ihre Kollegen formulierte Tania Kambouri im Herbst 2013 in einem Leserbrief der Gewerkschaftszeitung »Deutsche Polizei«. Die Resonanz war überwältigend: Hunderte Kollegen unterstützten ihren Beitrag und ermutigten sie, ihre Kritik in die Öffentlichkeit zu tragen. Mit diesem Buch kommt sie diesem Ansinnen nach.

Pressestimmen

»Kambouri nennt die Dinge beim Namen, ohne zu polemisieren und ohne in ein politisches Eck zu driften.«, Staatsanzeiger, 22.01.2016

»›Deutschland im Blaulicht‹ ist der Unterbau aller Thesen zum Scheitern der Integration bestimmter Gruppen und Milieus in Deutschland.«, Der Tagesspiegel, 21.01.2016

»Ein aufrüttelnder Report«, Schweizerzeit, 15.01.2016

»Die Autorin wollte den ›Finger in die Wunde legen‹ und das ansprechen, was vielen Polizisten seit Jahren auf der Zunge liegt, sich aber niemand wagt, auszusprechen. Dies dürfte ihr gelungen sein.«, Gießener Anzeiger, 30.12.2015

»Kambouri ist eine mutige Frau«, n-tv, 29.12.2015

»Tania Kambouri kennt die Alltagskriminalität in den Problemvierteln abseits von Politiker-Sonntagsreden.«, SR2 Kulturradio, 18.12.2015

»Unverblümt und abgefahren – der Alltag einer Polizistin«, Schweriner Volkszeitung, 05.12.2015

»Tania Kambouri zeigt offen die Folgen gescheiterter Integrationen in Deutschland.«, Hessische Niedersächsische Allgemeine, 28.11.2015

»Die Autorin schildert die Realität ungeschminkt... Ihr Bericht geht unter die Haut«, Schweizerzeit, 20.11.2015

»ein aufwühlendes Buch«, Die Weltwoche, 15.10.2015

»Das Buch ist ein Weckruf – und schafft es zugleich, ohne die geringsten Ressentiments auszukommen.«, deutsche-wirtschafts-nachrichten.de, 07.10.2015

»Frau Kambouri redet Klartext«, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 05.10.2015

»Tania Kambouri erzählt schonungslos«, Die Welt Online, 05.10.2015


Top-Kundenrezensionen


Format: Kindle Edition
Das öffentliche Leben der jungen Bochumer Polizistin Tania Kambouri begann im November 2013. Zu diesem Zeitpunkt erschien in der "Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei" ein Leserbrief Kambouris, in dem sie sich direkt und unzensiert ihren Ärger und Frust von der Seele schrieb: Die Respektlosigkeit gerade junger männlicher Moslems nehme immer mehr zu, Paralleljustiz von sogenannten „Friedensrichtern“ werde von den überforderten Behörden inzwischen in vielen Ballungsgebieten geduldet und es komme immer häufiger zu einer "negativen Anpassung", also zu einer Anpassung der Einheimischen an die Normen und Werte der Ausländer. Dieser Brief, der sich auch im Anhang des vorliegenden Buches befindet, sorgte damals für viel Aufsehen und wurde kontrovers, sowohl in der Pressewelt als auch in den diversen Talkshows, diskutiert. Animiert durch das rege öffentliche Feedback entschloss sich Kambouri, ihre Erlebnisse als Streifenpolizistin in Buchform darzulegen. Ergebnis ist das heute erschienene "Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin", in dem die Autorin ungeschönt Missstände benennt und ohne Rücksicht auf die in diesen Tagen vorherrschenden Normen der Political Correctness Lösungsvorschläge unterbreitet, wie die Werte unserer Gesellschaft garantiert und das legitime Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung wiederhergestellt werden können.

"Ich möchte nicht lange um den heißen Brei herumreden: Gerade mit Migranten aus muslimisch geprägten Ländern gibt es die größten Schwierigkeiten, allen voran mit jungen Männern" (42). Diese These, die ja schon allein genügt, um bei vielen Menschen empörte Schnappatmung auszulösen, entspricht eben nicht nur Kambouris persönlicher Erfahrung, sondern spiegelt sich auch in den einschlägigen Polizeistatistiken wieder. Mit einer Mischung aus Wut und Verzweiflung berichtet sie, dass viele Moslems nach einem männlichen Polizisten verlangen würden, da sie sich von einer Frau nichts sagen ließen. In der moslemischen "community" (Kambouris Wort) sei Loyalität dem Staat gegenüber die Ausnahme, die „Ehre“ der Familie bzw. die Verbundenheit den Werten der Heimatkultur gegenüber werde höher geschätzt. Viele Verbrechen kämen daher gar nicht mehr zu Anzeige, vor allem Gewalt gegenüber weiblichen Familienmitgliedern. Was Kambouri dabei so richtig auf die Palme bringt ist dabei das gleichgültig-nachlässige Verhalten in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft, die zu häufig bereit sei, einen kulturellen Ausländerbonus zu verteilen, um nicht in die rechte Ecke gestellt zu werden: "Wenn deutsche Männer ihre Frauen und Töchter schlagen, das Haushaltsgeld versaufen oder in die Spielhalle tragen, dann spricht man zu Recht von asozialen Verhältnissen. Bei muslimischen Patriarchen schaut man bis heute lieber weg. Auf persönlicher Ebene, aber auch auf politischer. Das idealisierte Multikulti der Sozialromantiker lässt grüßen. Wacht endlich auf!" (85)

Seit einiger Zeit sind die meisten Medien dazu übergegangen, bei Berichten über Straftaten den etwaigen Migrationshintergrund der Verdächtigen nicht mehr zu erwähnen. Diese führe doch nur zu Vorurteilen und sei schlecht für das gesellschaftliche Klima, heißt es da so oft. Und auch in vielen offiziellen Polizeistatistiken werde häufig lediglich zwischen Verbrechen von deutschen und ausländischen Staatsbürgern unterschieden, so Kambouri, ohne auf den entsprechenden Migrationshintergrund zu erwähnen. Diese Entwicklung hält sie für fatal: "Erst die Erfassung des Migrationshintergrundes macht Rückschlüsse auf Herkunft, Kultur, Tradition, Wertevorstellungen, Religion, patriarchalische Familienstrukturen, Integrationsprobleme etc. möglich. Oft wird erst dann das Motiv des Täters überhaupt sichtbar" (31). Wenn sich bei uns in Deutschland der Trend fortsetzt, allein schon die offene und öffentliche Benennung des kulturellen Hintergrundes von Kriminellen als potenziell rassistisch zu empfinden, dann wird sich die Kluft zwischen der politisch-medialen Meinungselite (zumindest einer Mehrheit dieser Gruppe) und der Bevölkerung in den kommenden Jahren weiter vergrößern.

Kambouri sieht ihr Buch in der Tradition von Heinz Buschkowsky, Kirsten Heisig und, mit einigen Einschränkungen, Thilo Sarrazin. Alle vier eint die Erkenntnis, dass dieses Land nicht ein Problem mit Migration, sondern mit Migration aus dem vom Islam geprägten türkisch-arabischen Kulturraum hat. Diese Probleme seien nicht mit falscher Rücksichtnahme und Toleranz zu lösen, sondern mit einem selbstwussten und kompromisslosen Bestehen auf den eigenen Werten. Es ist nun einmal so, dass das, was von vielen Arabern und Türken als „Ehre“ verstanden wird bei uns in Deutschland ein Verbrechen ist. Kambouri, die selbst einen griechischen Migrationshintergrund hat, wirft ihren deutschen Landsleuten am Ende des Buches vor, politische Korrektheit über die eigenen Werte zu stellen: "Denn wir wollen ja alle immerzu politisch korrekt bleiben und bloß nichts Falsches sagen. Das ist leider ein weitverbreitetes deutsches Mentalitätsproblem" (208f.). Präziser lässt sich das wohl nicht auf den Punkt bringen.

Fazit: In ihrem Leserbrief fordert Kambouri eine "Love it or leave it"-Mentalität in Deutschland, wie es sie zum Beispiel in Australien gibt. Solch eine Mentalität ist im Angesicht von nun erwarteten 1,5 Millionen Flüchtlingen für das Jahr 2015, die weite Mehrheit davon ungebildete junge Männer aus dem arabischen Kulturraum, nötiger denn je. Wir haben doch allen Grund dazu, die Werte, die uns im Grundgesetz garantiert werden, mit Stolz hochzuhalten und einzufordern. Es sind doch gerade diese Werte, die unser Land so attraktiv für Menschen aus aller Welt machen. Geben wir allerdings weiterhin so freigiebig Rabatt auf diese unsere Werteordnung, werden wir es noch erleben, wie sie Stück für Stück, Recht für Recht außer Kraft gesetzt und durch eine neue Rechtsordnung ersetzt werden wird. Denn Werte und Normen, die man nicht in Anspruch nimmt und für die man nicht zu kämpfen bereit ist, sind dem Untergang geweiht. Es ist ein bedenkliches Zeichen, dass uns diese Erkenntnis erst wieder von einer deutschen Mitbürgerin mit Migrationshintergrund bewusst gemacht werden muss.



am 26. April 2016
Tania Kambouri nimmt ihre Leser mit auf Streife im Bochumer Revier.
Sie erzählt von grundsätzlichen Problemen mit muslimischen Emigranten,
von Paralleljustiz und einem noch mittelalterlichen Patrichariat und
damit verbunden der Minderwertigkeit von Frauen.
Mit ihrem Buch hat sie die später in Köln und anderen Städten
Belästigungen von Frauen vorweggenommen.
Sie beschreibt aber auch noch mögliche Auswege aus dem Dilema. Wie
zum Beispiel frühe Einwirkung auf gefährdete Kinder denen eine
kriminelle Laufbahn bevorsteht aber auch die zwingend notwendige
Vergrößerung des Personal bei der Polizei.
Das Buch ist gut zu lesen - bleibt die HOffnung dass es auch von
Entscheidungsträgern der Politik gelesen wird und die notwendigen
Schlüsse daraus gezogen werden.
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am 24. April 2016
Politikern, Thekenrednern und ewigen Sozialromantikern sei dies als Pflichtlektüre angeraten!
Es braucht mehr solcher mutiger Menschen!
Eine beeindruckende Lektüre!
Unbedingt empfehlenswert!
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am 12. April 2016
Ich habe das Buch vor dem Beginn der Flüchtlingskrise gekauft und gelesen. Mich haben ihre Erlebnisse erschüttert und ich war eine Weile zu diesem Thema sprachlos. Dann kam der September 2015 und mit ihm die als einmalig gedachte humanitäre Hilfe für die in Ungarn festsitzenden Flüchtlinge. Was danach in Deutschland an Kleinkriminalitäten, Missachtungen von Regeln und Gesetzten, Forderungen an das Sozialsystem, Clankriegen, etnischen Konflikten, Übergriffen auf Frauen usw auftrat, übertraf die Erlebnisse der Polizisten.
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