Für alle unterdrückten Frauen weltweit

Auch heute wieder bin ich nach Nürnberg gefahren und heute war das Flüchtlingsbild wieder wie gewohnt, soll heißen, Flüchtlinge überall.
Als ich in den Zug nach Hause einstieg, war dort durch Gepäck die gesamte Sitzreihe im Gang belegt, nur gerade mal so, dass noch der letzte Sitz dort, einigermaßen zum Sitzen war.
Als ich mich gerade dort hinsetzen wollte, sprach mich die Frau, die mit einem Mann unterwegs war an, dass ich mich doch zu ihnen setzen soll, auf die normalen Vierer-Sitzplätze, doch ich lehnte erstmal ab, weil mir das dort zu eng erschien.
Sie bekam das mit und setzte sich blitzschnell zu dem Mann, so dass jetzt zumindest bei den Vierer-Reihen, zwei Plätze nebeneinander frei waren, was mir schon besser gefiel.
Sie machte wieder eine Geste, dass ich mich doch lieber auf den bequemeren Platz zu ihnen setzen sollte, als auf den Pseudoplatz im Gang und schließlich gab ich mich geschlagen.
Ich wusste, dass es Flüchtlinge waren, alleine schon an der Anzahl des Gepäcks und der Tatsache, dass sie weder Deutsch noch Englisch konnten, wie sich dann später herausstellte.
Sie waren mit einem beschrifteten Zettel unterwegs und mussten an einer bestimmten Haltestelle aussteigen.
Ich merkte, dass sie unsicher waren und nicht genau wussten, ob sie in dem Zug richtig waren.
Ich schaute sie offen und nett an, wie ich es immer bei jedem Menschen mache und daraufhin fasste sich die Frau ein Herz und fragte mich, ob dies der Zug nach ..... sei.
Ich bestätigte ihr das.
Daraufhin fragte ich sie auch, ob sie Englisch könnte, was sie eben verneinte.
Sie hatten beide zwei Handys dabei, ich selbst habe kein Handy, nur mal so viel dazu, das der Mann eifrig bediente. Die Frau wurde während der Zugfahrt angerufen und unterhielt sich.
Ich fragte sie dann, "Syria", was die Frau auch mit Nicken bestätigte, doch ihr Nicken war irgendwie nicht ganz sicher.
Entweder sie nickte einfach so, weil sie mich nicht richtig verstanden hat oder sie wollte mich diesbezüglich nicht wirklich anlügen, eins von beiden.
Sie waren sich immer noch nicht ganz sicher bei dem Ort, das merkte ich, die Frau fragte nochmal bei mir nach. Dann nahm ich ihren Zettel und bekritzelte ihn mit drei Punkten. Einmal den Ort an dem wir eingestiegen sind, dann den Ort an dem ich ausstieg und den Ort an dem sie nach mir aussteigen mussten.
Machte jeweil zu jedem Punkt die Erklärung dazu mit Handzeigen, dass wir am ersten Punkt hier eingestiegen sind, am zweiten Punkt ich aussteige und sie am dritten Punkt aussteigen sollen.
DAS haben sie verstanden. Danach war große Erleichterung.
Die Anspannung fiel sichtlich von ihnen ab.
Ihre Energien waren gut, da ich ja Empath bin. Sie waren jünger wie ich, vielleicht so an die dreißig.
Die Frau war etwas rundlicher, mit Jeans, ohne jegliche Kopfbedeckung. Sie wirkten nicht wie Flüchtlinge die aus einer Notsituation kamen, sondern eher relaxt und entspannt.
So wie ich, wenn ich in den Urlaub fahre und mich dort wo ich hin muss nicht so gut auskenne und die Einheimischen deshalb um Rat frage, wo es hingeht.
Das Verhältnis zwischen dem Mann und der Frau war relativ ausgeglichen. Es ist wirklich seltsam, dass Männer, selbst aus diesen Regionen, wenn sie mit ihren Frauen alleine unterwegs sind, wesentlich entspannter rüberkommen. Ich hatte auf jeden Fall vor ihm, mit ihr an meiner Seite, nicht die geringste Angst.
Sie schaute schon darauf, dass er mich nicht angierte.
Die ganze Situation war sehr relaxt und entspannt.
Es war ein sehr menschliches Treffen.
Als ich dann vor ihnen ausstieg, lachten wir uns nochmal an und ich wusste, dass sie sich gerne von mir verabschieden wollten, nur wussten sie nicht wirklich mit welchem Wort, also sagte ich zu ihnen "Tschüss" und sie beide erwiderten daraufhin in perfektem Deutsch "Tschüss".
Als ich ausstieg wusste ich, dass ich mit meinem Blog alles richtig machte. Dass diese Frauen genauso auf Erlösung warten wie alle anderen Frauen weltweit auch.
Dass diese Frauen nur uns haben, die ihren Männern in ihrer Frauenunterdrückung Einhalt gebieten können, weil sie es alleine nicht schaffen.
Wir hier im Westen haben die Möglichkeit, gerade auch als Frauen, die Männer darüber aufzuklären was geht und was nicht.
Das ist unsere Pflicht, allen Frauen gegenüber. Wir dürfen es nicht erlauben, dass Männer weltweit einen Frauenversklaver und Kinderentjungferer als Propheten verherrlichen, weil wir damit die Zustimmung für die weltweite Versklavung von Frauen und die weltweite Entjungferung von Kindern geben.
Wir dürfen nicht länger Stillschweigen darüber bewahren und uns vor unserer Menschenpflicht drücken, weil wir zu feige sind und zu viel Angst haben vor der gelebten Gewalt dieser Männer.
Wenn nicht wir, wer dann? Wer dann soll den Frauen den Schleier ihrer Verdammung nehmen, wenn nicht die Frauen, die ohne den Schleier sehen können?