Wer der Teufel ist

Der Teufel ist das Ego des gespaltenen Menschen, seine Ersatzpersönlichkeit, die sich aufgrund seiner Spaltung von sich selbst gebildet hat und mit der er seine Illusionen über seine Ganzheit bildet.
DAS ist der Teufel. Ein Individuum, das seinen Schmerz der Spaltung verdrängt und so mit aller Macht und Gewalt eine Illusion seiner Ganzheit aufrecht erhält, um nicht an seine Spaltung erinnert zu werden, da diese Erinnerung mit Schmerz verbunden wäre.
Deshalb wendet der Mensch so viel Gewalt auf, um so seinen Schmerz aus dieser Spaltung zu verdrängen.
Genau aus diesem Grunde versucht er nun, sein Umfeld so zu formen, dass dieses ihm seine Illusion von sich selbst bestätigt. Durch Gewalt.
Gewalt ist immer der Garant dafür, dass der Teufel seine Finger mit im Spiel hat.
Ein göttliches Wesen benutzt keine Gewalt mehr, da es in seinem Sein lebt und deshalb auch keine Illusionen mehr durch Gewalt aufrecht erhalten muss.
Der Teufel versucht nun, seinen Status als eingebildeter Gott zu leben. Dafür versucht er so viele Menschen wie möglich durch List, Tücke, Manipulation und Gewalt von seiner Göttlichkeit zu überzeugen.
Erst versucht er es durch Schmeichelei und merkt er, dass er damit nicht auf fruchtbaren Boden fällt, benutzt er Gewalt.
Das ist der Teufel.
Er blendet sein Umfeld und will über jeden Macht haben, der in sein Dunstfeld tritt. Er will das Leben eines jeden um sich herum mitbestimmen. Was der andere denkt, fühlt, redet und tut. Das ist der Teufel. Um diese Macht über andere Menschen zu erhalten, ist ihm jedes Mittel recht.
Er benutzt Emotionen, Charme, Geschenke, um sein Opfer zu blenden. Kommt er damit nicht weiter, geht er in profane Gewalt über.
Das ist der Teufel.
Viele merken gar nicht, dass sie mit dem Teufel eine Beziehung führen, erst wenn sie aus seinem Dunstkreis ausbrechen wollen. Spätestens dann zeigt er sein wahres Gesicht.
Dann brechen alle Abartigkeiten aus ihm heraus, die er über Jahre hinweg vor seinem Opfer verstecken konnte, so lange es nach seinen Regeln gelebt hat.
Der Teufel verachtet jegliche Form von Freiheit und Selbstbestimmung bei anderen Menschen. Er weigert sich, andere Menschen als eigenständige Persönlichkeiten anzuerkennen, die selbst einen freien Willen besitzen.
Für ihn sind andere Individuen nicht existent. Sie leben für ihn nicht, sondern dienen ihm nur dazu, seine Illusionen von seiner Ganzheit zu bestätigen, durch das Ausüben von Gewalt.
Jegliche Selbstbehauptung und jegliches Aufkommen von Selbstbestimmung werden von ihm im Keim erstickt.
Spürt er Lebensfreude, Unbeschwertheit oder gar einen Anflug von persönlicher Meinung, wendet er direkt und unmittelbar Gewalt an.
Dies kann auch durch emotionalen Druck erfolgen, indem man seinem Partner oder seinen Kindern signalisiert, dass man sie bei solchen Anflügen nicht mehr liebt.
Jegliche Form der Eigenständigkeit provozieren im Teufel Gewalt. Er hat dadurch Angst, die Kontrolle über sein Opfer zu verlieren.
Dass sein Opfer seine Scheinheiligkeit erkennt und sich von ihm abwendet. Dass es ihm seine Nichtgöttlichkeit sichtbar macht.
Davor hat der Teufel am meisten Angst.
Dies gilt es unter allen Umständen zu vermeiden.