Gewalttätige Menschen halten Moral für Schwäche

Gewalttätige Menschen werden so sehr von ihrer negativen Kraft geführt, dass menschliche Gefühle gar nicht erst ihren Zugang zu ihnen finden.
Ihre Gewaltenergien halten sie in ihren Illusionen, dass sie damit richtig liegen, gefangen.
Geht man nun zu so einem gewalttätigen Menschen und will ihn darüber aufklären, dass es falsch ist, Gewalt gegen andere zu leben, dann versteht er das schlicht und ergreifend nicht.
Er hält diese Art von Rede für Schwäche.
Er hat sich so ein derartig falsches Bild von seinen Handlungen und dieser Welt zurechtgelegt, dass er mit Moral, Einfühlungsvermögen, Mitgefühl und allen menschlichen Regungen, nichts anfangen kann.
Für ihn bedeuten diese Gefühle lediglich Schwäche, die ihn aus seiner Prägung und seinem Weltbild reißen wollen.
Deshalb reagiert er darauf mit noch mehr Gewalt.
Ein gewalttätiger Mensch hat seine Gewaltenergie somit zu seinem alleinigen Gott erklärt.
Er verherrlicht diese Energie als göttlich und degradiert alle menschlichen Empfindungen als teuflisch.
Moral, Mitgefühl mit seinen Opfern und Einfühlungsvermögen interpretiert ein Gewaltverherrlicher als Schwäche.
Ein Gewaltmensch hält seine Opfer für schwach, weil sie nicht genauso wie er, Gewalt verherrlichen.
Er fröhnt dieser Energie in sich selbst. Fängt er an diese Energie in sich zu hinterfragen, hält er das für Schwäche.
Gewaltenergie hält von Selbstreflexion ab. Hält von schmerzhaften Reinigungsprozessen ab und gibt deshalb seinem Träger die falsche Illusion, dass sie die einzige wahre göttliche Energie ist, weil sie einen angeblich so stark macht, dass man nicht mehr in Schwäche, also in Schmerz, verfällt.
Für diese Aufrechterhaltung dieser falschen Illusion sucht er sich Freunde, Bekannte und Verwandte, die ihn immer wieder zurückholen in seine falschen Vorstellungen über seine innewohnenden Energien.
Da seine Freunde, Bekannten, Religionsbrüder und Verwandten exakt der gleichen falschen Energie fröhnen, ist es ihm so gut wie unmöglich, diesen Selbsterkennungsschritt zu gehen.
Von Geburt an wurde ihm die Verherrlichung seiner negativen Energie als göttlich eingeredet. Wurde ihm eingebleut, dass diese Gewaltenergie göttlich ist.
Dafür hat er auch Menschen, die er als Vorbild diesbezüglich erkoren hat. Menschen die das bis zum Exzess gelebt haben und ihm aufgezeigt haben, dass man sich alles über die Gewalt in seinem Umfeld untertan machen kann.
So glaubt dieser Mensch nun ein Sieger zu sein, wenn er Frauen an seine Seite zwingt, Menschen in seinem Umfeld unterdrückt und sein Umfeld durch Gewalt in eine Hölle verwandelt, in der nur er selbst glaubt, dadurch ins Paradies zu kommen.
Er lebt in so einer derartigen großen Selbstlüge, dass er seinen Irrtum bis zu seinem Tode nicht erkennt. Erst dann geht ihm ein Licht auf, wenn er wieder in der anderen Dimension ist und dort nicht mehr mit seinen Lügen und Täuschungen weiterkommt.
Dort wird ihm sehr exakt aufgezeigt, auf welchen falschen Illusionen sein Leben aufgebaut war.
Hat er Glück, nimmt er etwas von dieser reinen Schau über sein Sein in sein nächsten Leben mit, um es dann wieder ein bisschen besser zu machen wie zuvor.
Das geht dann ca. 1000 Leben oder noch länger so weiter, bis er sich letztendlich aus seiner falschen Illusion über das Göttliche befreit hat und erkennt, dass die Energie die er über tausende von Reinkarnationen für göttlich gehalten hat, in Wahrheit der reine Teufel war.