Die seelische Verkrüppelung von Zwangsehenkindern

Stellen sie sich einmal als Frau vor, andere Menschen würden bestimmen wen sie als Partner zu nehmen haben und wen nicht.
Stellen sie sich desweiteren vor, dass sie nun mit diesem Mann Sex haben müssten, so oft und lange er will und dass sie für ihn auch noch die davon gezeugten Kinder austragen und großziehen müssten.
Wie würden sie sich als Frau dabei fühlen?
Richtig, gedemütigt, vergewaltigt, erniedrigt und einem lebenslangen Zwang unterworfen.
Ihre Ehre wäre verletzt und sie würden sich unter diesen Voraussetzungen nie mehr als Frau fühlen sondern als Hure, welche die Wünsche von anderen erfüllen muss, ohne Rücksicht auf die eigenen Empfindungen und Bedürfnisse.
Sie wären ein Leben lang unglücklich und hätten nicht einmal im Mindestmaß die Möglichkeit, ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen.
Ihre Möglichkeit, auf ihre eigene innere Stimme zu hören und so ihren Lebensweg selbst zu bestimmen, bei der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens, nämlich der Partnerwahl, wurde ihnen durch Gewalt genommen.
Sie wurden dadurch ihres Menschseins beraubt.
Wie in einem Gefängnis müssen sie nun ihr Leben ableben, keinerlei Möglichkeit, jemals wieder von der Freiheit, wie sie andere Frauen auf diesem Planeten genießen dürfen, zu kosten.
So eine Ehe wird ausschließlich von Gewalt dominiert und die aufgesetzten Versuche ihr etwas Gutes abzugewinnen sind lediglich der Ausdruck dessen, mit dieser Gewaltsituation irgendwie dahinvegetieren zu können.
In so einer Verbindung herrschen weder Liebe, Mitgefühl noch Einfühlungsvermögen, geschweige denn Glück.
Vollkommen kastriert von den eigenen wahren menschlichen Gefühlen wird das Leben so heruntergelebt, bis zum erlösenden Tod.
In dieser Situation nun kommen die, durch Gewalt gezeugten, Kinder auf die Welt.
In einem gewalttätigen Umfeld, das keinerlei Wärme und Liebe zulässt, werden sie von zwei Menschen großgezogen, die in ihrer Gewaltsituation verharren.
Da Kinder am Anfang noch sehr feinfühlig sind, registrieren sie diese Gewaltverbindung sehr wohl in ihren Säuglingsjahren noch als Gewaltverbindung, was sie jedoch im Laufe ihrer Kleinkindjahre verdrängen werden, um sich letztendlich die Situation schön zu reden.
Der Gewaltdruck der in dieser Verbindung auf die Frau herrscht und auch auf den Mann, der seine ganzen natürlichen menschlichen Empfindungen unterdrücken muss, damit er die Unterdrückung seiner Lebenspartnerin ein Leben lang aufrecht erhalten kann, wird von den Kindern als lebensbedrohliche Situation wahrgenommen.
Um diese Gewalt in ihrem Umfeld irgendwie zu verkraften und mit ihre leben zu können, schließen sie sich deshalb, so wie ihre Eltern, von ihren wahren Gefühlen aus und werden zu dem, was sie eigentlich in ihren frühen Jahren als krank und unmenschlich verachtet haben.
Sie werden zu vollkommen empathielosen Individuen, die vollkommen abgespalten von ihren wahren Gefühlen dahinvegetieren oder anders ausgedrückt, sie entwickeln sich so zu den größten Psychopathen in der Menschheitsgeschichte.
Gewalt wird nicht mehr als etwas Negatives betrachtet, sondern wird so zum größten Teil von ihnen selbst.
Aus dieser Identifikation heraus, wird nun widerum das eigene Umfeld beherrscht.
Die Gewalt welche die Kinder an ihren Eltern wahrgenommen haben wird 1:1 nachgelebt, die Jungen übernehmen die Unterdrückung der Frauen und ihres kompletten Umfeldes und die Mädchen passen sich, so wie ihre Mutter, frühzeitig darin an.
So geht das dann über Generationen, ja Jahrtausende.
Hat man dann noch einen Propheten als Vorbildfigur, der ebenfalls so gehandelt hat, indem er als über 50-Jähriger Mann eine 6-Jährige geheiratet und sie, als sie 9 Jahre alt war, entjungfert hat, kommt man noch schlechter aus dieser Gewaltsituation wieder heraus.
Um sich nicht selbst mit der eigenen Gewalt auseinandersetzen zu müssen, wird das eigene Defizit als etwas Göttliches glorifiziert.
Frauenunterdrückung ist so in den Augen dieser Menschen keine Sünde mehr, sondern eine Tugend.