Sind sie süchtig?

Sucht ist keine Krankheit, sondern die normale Realität eines jeden gespaltenen Menschen.
Es ist keine Krankheit, Alkoholiker zu sein, es ist keine Krankheit, Heroinabhängig zu sein, es ist die logische Konsequenz aus der eigenen Gespaltenheit.
Krank ist somit JEDER auf diesem Planeten, egal wer auch immer.
Die Alkoholiker haben sich lediglich eine Methode gesucht über ihre Trauer der Gespaltenheit hinwegzukommen, die dabei ihren Körper noch massiv schädigt, das ist der einzige Unterschied.
Sie sind nicht kränker wie Menschen, die ihre Glückshormone und ihr Adrenalin über das unnötige Bestellen von Handtaschen regeln oder den Kauf einer Tafel Schokolade oder eines Glas Weines am Abend.
Alle sind dieser gleichen Krankheit verfallen, nur dass die einen durch die zusätzliche körperlich Abhängigkeit von Rauschmitteln, also Betäubungsmitteln, schneller und intensiver ihrem geistigen und seelischem Tode Ausdruck verleihen, wie die anderen.
Sie sind deshalb nicht schlechter, sondern lediglich konsequenter im Ausdruck ihres Verlustes von sich selbst. Sie können sich nicht mehr so beherrschen wie der Rest, der noch versucht diesbezüglich die Contenance zu wahren.
Süchtig ist dieser jedoch trotzdem. Egal ob er sein Adrenalin und seine Glückshormone täglich durch Joggen hochpusht, Sport, Tanzen, Musik komponieren, Erfolg im Beruf, dem Betrachten von Natur, Kindern, eines guten Filmes oder Sex.
Egal was wir auch immer machen, ob in den Urlaub fahren, Kinder zeugen, im Beruf Erfolg haben, etwas erfinden oder Bundeskanzlerin werden, wir wollen uns immer das Gefühl dabei geben, etwas Gutes dabei zu tun, Erfolg zu haben, um somit unsere Glückshormone und Adrenalin zu erzeugen, um damit die Lücke von uns selbst wieder aufzufüllen.
Das gilt ebenso für Menschen die andere vergewaltigen, um sich den eigenen Verlust von sich selbst nicht einzugestehen und das gilt genauso für all jene, die Macht über andere anstreben, um durch deren kontrolliertes Verhalten die Illusionen über die eigene Göttlichkeit aufrecht zu erhalten.
Egal was der Mensch auch immer tut und macht, alle seine Handlungen dienen nur diesem einen Zweck, die Trauer über seine Gespaltenheit von sich selbst, durch Ersatzhandlungen und dem damit verbundenen aktivieren von Glückshormonen und Adrenalin zu verdrängen.
Auch das Heiraten und Verlieben gehört dazu.
Wenn es jedoch nur ein Ersatzpartner für die andere Hälfte ist, wird auch das nicht auf Dauer funktionieren.
Durch Gewalt, wie bei vielen Zwangsheiraten, gleich zweimal nicht.
Deshalb müssen sich Kulturen die sich durch Partner nicht wenigstens für einen Moment aus ihrer Trauer befreien können, erst recht andere Adrenalin und Glückshormone freisetzende Beschäftigungen suchen, wie zum Beispiel das Erobern und Unterdrücken von Menschen anderer Glaubensrichtungen, durch die Illusion, damit einem Gott zu dienen.
Dazu gehören auch die mantraartigen Gebete, religiösen Handlungen und alles, was dem Gläubigen einredet, damit einem Gott zu dienen. Auch das setzt bei ihm Adrenalin und Glückshormone frei.
Es ist vollkommen egal wo wir hinschauen und was für Handlungen wir auch immer beleuchten, es geht dabei nur um eines....durch das Erzeugen von Glückshormonen und Adrenalin für einen Moment lang seinen Verlust von sich selbst zu vergessen.