10 Tipps aus der Sicht einer Veganerin

Gerade eben stolperte ich über einen Online-Bericht, bei dem es sich um 10 Tipps für Veganer handelt, wenn sie einen Fleischfresser lieben.
Selbstverständlich muss in diesem Bericht der Veganer auf den Fleischfresser eingehen und nicht umgekehrt, sind die Fleischfresser in ihrer Entwicklung ja dem Veganer weit unterlegen.
Deshalb gibt es die Tipps auch für Veganer und nicht für die Fleischfresser, weil man den Fleischfressern eine Selbstreflexion hinsichtlich ihrer Aufnahme von Speisen nicht wirklich zutraut.
Da muss schon der Veganer alle Register ziehen, damit das Zusammenleben klappt.
Von dem Weiterentwickelten erwartet man immer eine Anpassung hinsichtlich seines Lebensstils, weil der Unterenwickeltere noch nicht dazu in der Lage ist.
Genau das ist und war aber schon immer ein Fehler in der Sichtweise der Menschen. Nicht der Weitentwickelte sollte sich zurückentwickeln, sondern der Unterenwickelte sollte sich dem Weiterentwickelten anpassen.
Das Problem ist nur, der Unterenwickeltere empfindet seine Unterentwicklung nicht als unterentwickelter.
Somit fordert man vom Weiterenwickelteren, dass er seine Weiterentwicklung ein stückweit wieder aufgibt, um so in Frieden mit dem Unterentwickelteren zusammenleben zu können.
Genau das ist jedoch der falsche Weg.
Der Unterentwickelte muss sich dem Weiterentwickelteren anpassen und nicht umgekehrt, sonst fördert man die Negativität auf diesem Planeten.
Fordert man unter dem Banner der Nächstenliebe und Toleranz den Weiterentwickelteren dazu auf, seine errungene Weiterentwicklung zu Gunsten des Unterentwickelten wieder zu reduzieren, zieht man ihn unweigerlich in niedere Gefilde.
Dadurch gewinnt das Negative, nicht das Positive.


Nehmen wir nun einmal die 10 Tipps für Veganer in diesem Beispiel und zerpflücken sie zu Salat.


1. Entspannt bleiben

Wenn Sie sich für den veganen Lebensstil entschieden haben, wunderbar! Dass heißt aber nicht, dass Fleischesser die schlechteren Menschen sind. Daher sollten Sie Ihren fleischessenden Freunden kein schlechtes Gewissen einreden.

Dieser Vorschlag ist für einen wirklichen Veganer kein Vorschlag, sondern dient lediglich dazu seine Weiterentwicklung in die Ecke der Intoleranz zu stellen und ihm einzusuggerieren, dass er nicht genügend relaxt wäre, also charakterliche Defizite aufweist, wenn er es als ekelhaft empfindet, dass sein Gegenüber eines seiner Kinder verspeist.
Genau so empfindet nämlich ein Veganer das Fleisch essen. Für einen wirklichen Veganer ist das Verzehren von Fleisch immer gleich, egal ob es sich dabei um Schweinefleisch, Rindfleisch oder Menschenfleisch handelt.
Auf dem Teller seines Gegenübers liegen die geschlachteten Fleischstücke eines ehemals empfindsamen, mitfühlenden, intelligenten Lebewesens. Der Veganer macht keinen Unterschied dahingehend, dass es sich nicht um das sogenannte intelligenteste Lebewesen auf diesem Planeten handelte, sondern nur um das viertintelligenteste Lebewesen, wie zum Beispiel dem Schwein, das noch vor dem Pferd, dem Hund und der Katze hinsichtlich seines Bewusstseins kommt.
Nur weil ein Lebewesen in seinem Bewusstsein etwas untere einem anderen steht, heißt das noch lange nicht, dass man es deshalb schlachten darf.
Genau dieses selbstherrliche Verhalten gegenüber anderen Lebewesen führt dazu, dass Menschen sich gegenseitig abschlachten, weil sie sich dem anderen gegenüber überlegen fühlen.
Der Fleischfresser macht nichts anderes, als seine Überlegenheit zu Ungunsten anderer Lebewesen auf diesem Planeten einzusetzen.
Von daher stimmt es nicht, dass Fleischfresser nicht die schlechteren Menschen sind, sie sind es definitiv.
Deshalb sollte und kann man seinen fleischfressenden Freunden auch ein schlechtes Gewissen einreden, weil das Stützen so eines Verhaltens keine wahre Menschlichkeit ausdrückt und die Opfer dieses Verhaltens verrät und verhöhnt zu Gunsten der Negativität.

2. Wecken Sie Lust auf Genuss

Veganes Essen kann superlecker sein. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, mit frischen Kräutern und exotischen Gewürzen. Das macht Ihre Gäste oder den Partner neugierig und verführt zum Probieren.

Veganes Essen kann nicht superlecker sein, es schlägt verwesende Leichenteile von unschuldigen Lebewesen um Längen, selbst wenn man keine frischen Kräuter und exotische Gewürze zu dessen Aufpeppung verwendet.
Frische Kräuter und exotische Gewürze haben erst dafür gesorgt, dass verwesende Leichenteile überhaupt nach etwas schmecken.
Bei Früchten, Obst und Gemüse muss man jedoch nichts aufpeppen, die schmecken auch von alleine gut.
Ansonsten nimmt man für die Zubereitung von anderen Grundmaterialen wie Lupinen, Soja oder Weizen einfach die gleiche Kräutermischung wie beim Fleisch und der Fleischfresser erkennt keinen Unterschied mehr zwischen den Würstchen, der Currywurst, dem Burger oder der Hacksoße.

3. Machen Sie den Tisch nicht zum Krisengebiet

Keine Grundsatzdebatten während der Nahrungsaufnahme. Sonst vergeht dem fleischbegeisterten Partner nicht nur der Appetit, sondern auch die Lust auf die Beziehung.

Auch hier soll dem Veganer zu Gunsten des Fleischfressers wieder seine natürliche Empfindung abtrainiert werden, damit der Fleischfresser in Ruhe und ohne schlechten Gewissens sein Fleisch verzehren kann.
Im Grunde sagt dieser Satz nichts anderes wie: "Lasse mich in Ruhe weiter Negativ sein und störe mich nicht mit deiner Positivität"


4. Seien Sie pragmatisch

Fahren Sie in der Küche zweigleisig. Was für Sie der Hauptgang ist, kann für den Steak-Fan zunächst die Beilage sein. Warum nicht? Vielleicht kommt er so auf den veganen Geschmack.

Da es für einen wirklichen Veganer keinen Unterschied macht, ob da in seiner Küche nun ein Schwein liegt, ein Rind oder ein Mensch, weil er keinen Unterschied macht im Abschlachten von intelligenteren zu weniger intelligenteren Lebewesen, empfindet er dessen Geruch, das Ansehen und das damit verbundene Leid gleichermaßen schlimm in seiner Küche.
Für einen Veganer sind diese Leichenteile das Endresultat von Abschlachtungen hochintelligenter empfindsamer bewusster Lebewesen und der reine Ausdruck von Gewalt.
Ein wirklicher Veganer würde niemals so etwas in seiner Küche respektieren.
Ein Fleischfresser kann so etwas nachempfinden, wenn man ihm für die Zubereitung von Essen in seiner Küche Menschenfleisch hinlegt.
Für einen Kannibalen keinerlei Grund die Nase zu rümpfen.
Außer dass er den normalen Fleischfresser hinsichtlich seiner Reaktion darauf als Zickig und Übertrieben ansieht.
Genau so, wie der Fleischfresser den Veganer empfindet.


5. Inszenieren Sie Ihr veganes Essen

Bloß kein eintöniges Grün in Grau. Dekorieren Sie, kombinieren Sie, schmücken Sie den Tisch. Denn das Auge isst mit. Und das freut auch fleischversessene Gäste.

Auch hier wird vom Veganer wieder verlangt, dass er für den Fleischfresser noch einen Kindergeburtstag veranstaltet, was diesen nur gegenüber dem Veganer aufwertet.
Warum sollte man für einen unterentwickelteren Menschen mehr Aufwand betreiben, als für einen Weiterentwickelteren?
Das animiert gerade dazu, unterentwickelt zu sein.

6. Seien Sie experimentierfreudig

Abwechslung führt Ihrem Partner den Reichtum der veganen Küche vor Augen. Schon mal Topinambur probiert? Zucchiniblüten? Tamarinden? Na, los doch. Ihr Partner wird staunen – und Lust auf kulinarische Abenteuer bekommen.

Mit diesem Versuch scheitert man bei einem Fleischfresser kläglich, denn das ist sogar einem normalen Veganer zu viel. Am Besten ködert man einen Fleischfresser, wenn man ganz normale Speisen zubereitet und das Fleisch einfach mit anderen Grundmaterialien wie Soja, Weizen oder Lupinen ersetzt, so dass er einfach so weiterfressen kann wie immer.


7. Mogeln Sie mal ab und an

Benutzen Sie doch mal Fleischersatz auf Tofu- oder Seitan-Basis für Ihr Gulasch – könnte sein, dass Ihr Partner den Unterschied gar nicht merkt. Und total verblüfft ist, wenn Sie’s ihm sagen.

Der beste Tipp bis jetzt von allen!


8. Nicht mit stundenlangen Vorträgen nerven

Was Sie genau im Bioladen oder Reformhaus neu eingekauft haben, wie genau die Zutaten gemischt, gegart oder gekocht werden – ganz ehrlich: Das interessiert eh schon kaum einen Mann. Wenn es dann auch noch um Inhaltsstoffe geht, auf die der Partner nicht wirklich begeistert reagiert – lassen Sie die Vorträge sein. Das schmeckt zumindest der Beziehung.

Auch das stimmt. Hauptsache es schmeckt und macht satt.

9. Setzen Sie auf Ästhetik, auch bei Klamotten und Schuhen

Drängen Sie Ihrem Partner bloß keine mausgrauen veganen Produkte auf. Suchen Sie lieber im Internet nach coolen veganen Items wie Jacken, Taschen und Sneakers. Dass die Sachen vegan sind – ooops, haben Sie gaaar nicht gesehen....

Ein Fleischfresser findet eigentlich alles toll, er sollte nur nicht wissen, dass es vegan ist.
Hört er das Wort "Vegan", stellen sich bei ihm alle Nackenhaare hoch und er hat das Gefühl verweichlicht zu sein und seine Vorfahren, die Neandertaler, zu verraten.

10. Seien Sie eine gute Gastgeberin

Besonders bei Familienfeiern oder wenn die Freunde Ihres Partners zu Besuch kommen, kann vegane Konsequenz ein Killer sein. Immer schön locker bleiben. Schließlich fällt Ihnen kein Zacken aus der Krone, wenn Sie Grillwürstchen und Kalbsbuletten neben den Quinoaauflauf stellen.


Stellen sie sich als Fleischfresser einfach vor, dass ein Kannibale zu Besuch kommt und zu ihnen sagt: "Für mich ist das Zubereiten von einfachem Rind- und Schweinefleisch ein Killer. Immer schön locker bleiben. Schließlich fällt dir kein Zacken aus der Krone, wenn du ein paar Menschenwürstchen und Babybuletten neben dein Grillfleisch stellst.
Immerhin sind wir Freunde."

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