Selbstständiges Denken ist das beidseitige Betrachten der Medaille

Es gibt sehr wenige Menschen die selbstständig Denken können.
Diese Menschen leben aus sich selbst heraus. Für sie ist erstmal prinzipiell alles neutral und dann machen sie sich ein eigenes Bild über Personen, Gegebenheiten, Geschichte und Politik.
Ja, selbst die Wissenschaft hinterfragen sie. Diese Menschen hinterfragen prinzipiell erst einmal alles und glauben auch dementsprechend nicht alles, was die breite Masse erzählt oder was die breite Masse für richtig hält.

Der selbstständige Denker ist insbesondere mit der Massenwahrheit und den dazugehörigen Massenmedien sehr kritisch, da ihm die Geschichte genau das gelehrt hat.

Dass Vieles, was sich als Allgemeingültig dargestellt hat, Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte später genau dem Gegenteil entsprach.
Genau aus diesem Grunde glaubt der selbstständige Denker als Letztes dem momentanen Status Quo.
Was er in den Nachrichten hört, was er in den Massenmedien liest, was die Politiker behaupten, was sein Umfeld in den Schulen, Universitäten und Fernsehdiskussionen von sich gibt, das alles ist für ihn kein Garant dafür, hier schon der Weisheit letzten Schluss gefunden zu haben.
Der selbstständige Denker macht sich selbst ein Bild von den Geschehnissen, durch seine Beobachtungsgabe, seinen Wissensdurst und seine Zweifel.
Er will in der Regel mehr als nur eine Meinung über ein Thema hören, weil er weiß, dass durch die Vielfalt der Information die Möglichkeit gegeben wird, sich aus einer Meinungsdiktatur zu befreien und durch eigenständiges Denken selbst zu wählen, welche Information für ihn am Schlüssigsten ist.
Die eine Seite oder die andere.

Er weiß, dass in allen Bereichen des Lebens nicht nur eine Sichtweise existiert, sondern mindestens zwei Unterschiedliche, nämlich die eine die Behauptet und die andere die Anzweifelt, außer die Dinge sind so klar, dass sie auch durch den selbstständigen Denker nicht mehr angezweifelt werden wollen. Schafft es eine Gegebenheit, dass kein Mensch mehr die Möglichkeit in Betracht zieht sie anzuzweifeln, dann gilt sie als absolut.

Das trifft aber auf viele Bereiche des Lebens, der Sichtweisen, der Religionen, Behauptungen, der wissenschaftlichen Behauptungen und auf die politische Korrektheit nicht zu.
Solange man etwas noch von einer anderen Seite betrachten kann, solange gibt es zwei Sichtweisen darüber.
Die andere ist immer diejenige, welche den Status Quo hinterfragt und zu einem anderen Ergebnis gekommen ist.Diese zwei Sichtweisen sollte jeder selbstständige Denker sich einverleiben, denn ansonsten wird er zu jemanden, der für sich denken lässt. Zu jemanden, der sich hinsichtlich der Gegebenheiten auf diesem Planeten manipulieren lässt.

Er wählt dadurch die Diktatur der Information. 

Nimmt sich damit selbst die Möglichkeit, die zwei Seiten der Medaille zu kennen und ist bei jeder Meinungsäußerung der Ansicht, dass die Medaille nur eine Seite hat.
Ein Mensch der jedoch die Wahrheit finden will, muss immer die eine Seite hinterfragen, denn nur so kann er sich für eine von den beiden Seiten auch entscheiden, ohne ansonsten einer Meinungsdiktatur zum Opfer gefallen zu sein.
Es ist sein Gehirn das er bekommen hat, um die Dinge selbstständig zu hinterfragen, um sich die Chance zu geben, selbst auf die Geheimnisse des Lebens zu kommen, ohne dass er einem anderen ohne die Benutzung seines Gehirns einfach alles glauben muss.
Dafür ist es eigentlich gedacht. Dass man dem Menschen dadurch die Wahl für die Dinge des Lebens lässt. Was er selbst für richtig erachtet und was nicht.

Dazu muss er selbstständig hinterfragen, denn nur wenn er selbst dann die Entscheidung mit seinem eigenständigen Denken trifft, weiß er auch, dass es zumindest der Wahrheit schon näher kommt, weil er zumindest schon mal selbstständig gedacht hat.

Deshalb sind alle Verschwörungstheoretiker auch in Wahrheit die wirklich selbstständigen Denker im Land, weil sie die Gegebenheiten die offiziell aufgestellt wurden hinterfragen.

Diese Menschen haben noch von anderen Wahrheiten um eine Sache gehört und entscheiden sich dadurch für die Vielfalt der Informationen, nicht für die Monokultur.
Sie haben somit die Möglichkeit, nicht jeden Frass den man ihnen vorsetzt einfach fressen zu müssen, sondern können selbst entscheiden, was sie durch das vielfältige Angebot an zusätzlichen Informationen auf ihrem Teller zu sich nehmen wollen oder auch nicht.
Diese Menschen haben die Kunst des Wählens verstanden, unter Hinzuziehung des eigenen Denkapparates. Für was sie sich dann letztendlich entscheiden, bleibt nach selbstständigem Denken dann ihre Entscheidung.
Sie hatten sich wenigsten die Möglichkeit gegeben, eine Wahl zu haben.