Warum Kinder ihre Väter nicht wirklich lieben

Es gibt Männer da draußen die meinen wirklich, dass ihre Kinder sie von ganzen Herzen lieben, doch das ist natürlich nur ein Trugschluss. Niemand liebt einen anderen, von dem er existenziell abhängig ist, da dieses Verhältnis lediglich auf Macht basiert.
In der Liebe gibt es jedoch kein Machtverhältnis, deshalb schließt sich die Liebe von Eltern und Kindern aus.
Der Mensch nennt die Emotionen, welche die Kinder mit den Eltern verbinden "Liebe", weil er diese emotionalen Empfindungen dafür hält.
Fakt ist jedoch, dass ein Kind sich vom ersten Augenblick an der Energie anpasst, die groß und stark in unmittelbarer Nähe ist, einzig und alleine aus einem Überlebenstrieb heraus.
Das Kind wird so in frühester Kindheit darauf geprägt, sich dem Ego dieser großen, starken männlichen Energie in seiner Nähe anzupassen und wer weltweit sieht, was die männliche Energie so alles anstellt, wenn es nicht nach ihrem Willen geht, der wird auch verstehen warum.
Die egobehaftete männliche Energie liebt nicht, sondern will Macht über Menschen und insbesondere über das eigene Kind.
Das fühlt das Kind ganz genau und jede Äußerung eines anderen Gedankengutes oder einer anderen Lebenseinstellung, geschweige denn das zeigen einer eigenen Persönlichkeit, wird vom Vater als Verrat an seiner Person gewertet und nagt an seiner Illusion bereits Gott zu sein.
Insbesonderen von Kindern wird deshalb alles abverlangt, da der Vater es als Versagen seinerseits wertet, wenn das er das eigene Kind nicht im Griff hat.
Wird nun ein Kind geboren, spürt es diese Energie in seiner Nähe unmittelbar und dementsprechend passt es sich an. Innerhalb kürzester Zeit weiß der Mensch was der Vater von ihm will und wie er sich zu verhalten hat, damit er nicht den Zorn des Vaters heraufbeschwört. Auf dieser Basis ist dann ein gemeinsames anscheinend friedvolles Miteinander möglich, was natürlich nur ein Trugschluss ist.
Der Mensch kann sich von Anfang an durch die dominante Vaterfigur nicht hin zu sich selbst entwickeln, sondern passt sich den Erwartungshaltungen des Vaters an.
Deshalb sind Menschen mit Vätern in der Regel immer unfreier wie Menschen, die ohne Vater aufgewachsen sind.
Mütter hingegen werden von ihren Kindern auch nicht wirklich geliebt, da auch hier ein Machtverhältnis vorliegt, doch durch den Umstand, dass das Kind die Mutter bereits 9 Monate kennt und sie ihren Körper mit dem Kind geteilt hat, gibt es niemanden, dem das Kind mehr vertraut und deshalb etwas lockerer in seinem Ausleben von sich selbst ist.
Vor der Mutter hat man am wenigsten Angst und selbst wenn sie schreit und brüllt, setzt nicht wirklich eine tiefe innere Panik im Kind ein, da das Vertrauen von Anfang an einfach zu groß ist.
Deshalb sind Kinder auch, wenn sie mit der Mutter alleine unterwegs sind, immer gelöster und entspannter, als wenn der Vater dabei ist. Das äußert sich dahingehend, dass die Mutter sie mehr nervt wie der Vater. Sie geben ihre negativen Gefühle, hinsichtlich der Mutter mehr zu, als beim Vater.
Das zeigt das Vertrauen das Kinder zu ihren Müttern haben. Sie haben weniger Angst vor ihr und davor anzufangen, ihre eigene Persönlichkeit zu zeigen.
Dem Vater wird immer in den Allerwertesten gekrochen, deshalb versteht man sich auch mit ihm besser, was der Mann als Frucht seiner Erziehung wertet oder als mehr Respekt oder Liebe, als zu der Mutter, was jedoch nicht stimmt.
Das Kind weiß einfach nur zu gut wie es sich bei ihm zu verhalten hat, damit es sein Ego nicht zu sehr zu spüren bekommt.
Von daher, nichts für ungut liebe Väter, das Leben ist nun mal so wie es ist und alles andere ist und bleibt nur eine Illusion.