Die männliche Egoenergie


Im Gegensatz zu der männlichen Egoenergie ist die weibliche Egoenergie Pillepalle.
Deshalb nimmt die männliche Egoenergie die Frau auch nicht als Konkurrenz wahr.
Damit hat die männliche Egoenergie auch recht.
Sich mit der weiblichen Egoenergie zu messen, stellt für die männliche Egoenergie keine Herausforderung dar.
Den wirklichen Kampfgeist wecken sich deshalb immer nur die Männer untereinander. Diese sind dafür ständig und permanent in einem Kampf.
Die männliche Egoenergie ist das Eiskälteste was ich jemals zu fühlen bekommen habe.
Sie trägt so ein großes Machtpotenzial in sich, dass sie, wenn sie nicht in richtige Bahnen gelenkt wird, alles um sich herum vernichten kann.
Am Anfang des eigenen Selbstheilungsprozesses interessiert sich die männliche Energie ausschließlich für diese Energie und hält es für das einzig Erstrebenswerte, so viel davon wie möglich im Kampf zu ergattern.
Deshalb sind Männer im unterentwickelten Stadium immer darauf bemüht ihre Aufmerksamkeit ganz auf die jeweilige Energie in den anderen Männern zu richten.
Das verschafft ihnen eine gewisse Form der Selbstbestätigung.
In ihrer Eiseskälte sind sie zu anderen Empfindungen noch gar nicht fähig. Die weibliche Energie läuft in diesem Stadium nur am Rande mit.
Je mehr sich die männliche Energie jedoch untereinander müde gelaufen hat, je mehr erkennt sie, dass sie so nicht zu ihrem Ziel kommt.
Im nächsten Stadium wird die weibliche Energie nicht mehr nur als Nebenprodukt gesehen, sondern in einem Anflug der Erkenntnis wird dem Mann bewusst, dass er hier sein altes Verhaltensmuster so langsam aufgeben muss, da es in dem Spiel zwischen Mann und Frau nicht mehr um Siegen oder Verlieren geht, sondern um gegenseitige Hingabe.
Deshalb ist hier die Kommunikation zwischen diesen beiden Energien auch vollkommen anders gelagert.
Im Kampfmodus kommt er nicht weit bei der weiblichen Energie, weil die sofort dicht macht.
Sie kann mit dieser Energie nichts anfangen und in der Regel ist sie ihr zuwider, auch wenn sie ab und zu den Versuch unternimmt sich dagegen aufzulehnen.
Die weibliche Energie will nicht kämpfen, sie will die Hingabe der männlichen Energie an sie, dadurch öffnet sie sich und widerum umgekehrt.
Wenn Mann und Frau glauben, dass im Kampf der Geschlechter die Erfüllung liegt, dann irren sie sich gewaltig, dem ist nämlich nicht so.
Der Kampfmodus verhindert die absolute Hingabe in den anderen.
Deshalb ist die Frau hier der Meister, von dem der Mann noch was lernen kann.
Mag er auch so wirken, dass er durch seine hohe Energie bedingt der Stärkere ist, ohne diese Stärke im entscheidenden Moment hinten anzustellen, wird sie ihm nichts nützen.
Er muss genau das, was er meint was ihn ausmacht, im wichtigsten Augenblick seines Lebens loslassen, um somit die heiligen Tempel überhaupt erst einmal betreten zu können.
Dabei hilft ihm nicht sein Fußballkumpel und auch nicht sein Sportkamerad.
Diesen Schritt muss er ganz alleine gehen.