Alkohol - Der Runterzieher schlechthin

Wer glaubt er tut sich mit Alkohol einen Gefallen, der irrt.
Alkohol zählt zu den größten Runterziehern, welche die Menschheit jemals erfunden hat, von den anderen Drogen einmal abgesehen.
Bei den anderen Drogen weiß man das in der Regel, beim Alkohol wird das lange Zeit ignoriert, bis es oftmals zu spät ist.
Der Grund warum der Mensch Alkohol trinkt ist, sich zu betäuben. Gefühlsmäßig, verstandesmäßig und um seine Kontrolle zu verlieren.
Was er auf normalem Wege nicht schafft, da er zu viele Hemmungen hat, lebt er durch den Alkohol aus.
Der Alkohol lässt ihn für einen kurzen Moment seine Hemmungen vergessen und lässt ihn so frei reden, wie er es gerne im nüchternen Zustand tun würde, nur ohne lallen.
Durch den Alkohol fühlt sich der gehemmte Mensch erstmal stark, weil er seine Hemmung nicht mehr fühlt.
Selbstverständlich ist das nur Selbstverarsche, weil er dadurch seine Hemmungen nicht los wird, sondern sie noch verstärkt.
Nicht, wenn er gerade im Delirium ist, sondern danach.
Der Mensch weiß, dass er scheiße gebaut hat und seinen Körper vergiftet hat und das zieht ihn dann am nächsten Tag runter, seelisch und geistig.
Der Körper wird selbstverständlich auch hinuntergezogen, bei jedem Schluck Alkohol, da Alkohol ein Zellgift ist.
Er vergiftet den Körper unmittelbar und der Körper zieht alle Säfte zusammen, um dieses Gift so schnell wie möglich zu verdünnen und wieder aus dem Körper zu spülen.
Dieser Flüssigkeitsverlust sorgt dann am nächsten Tag allgemein für den Kater.
Sämtliche Mineralien und Depots wurden für diesen Selbstschutz des Körpers aufgebraucht und in den Rinnstein vergossen.
Der Körper weiß noch bewusster wie schädlich Alkohol ist, als der Mensch selbst.
Er fragt sich bei jedem Schluck Alkohol, warum ihm sein Besitzer das antut, doch er ist ihm willenlos ausgeliefert.
Er rächt sich dafür am nächsten Tag.
Selbstverständlich fühlen wir uns dann auch geistig und seelisch vollkommen ermattet. Das was uns unser Selbstbetrug als vermeintliche Lebensfreude suggeriert hat, wird im Nachhinein zu einem Lebensvernichter.
Es benötigt mindestens zwei Wochen,  bis man sich einigermaßen von einem Schluck Alkohol akklimatisiert hat und wieder vollkommen nüchtern ist, energetisch.
So lange zieht er einen runter.
Gefühlsmäßig, geistig und seelisch.
Er hängt ziemlich lange an einem und um einen herum und je feinfühliger man ist, je mehr merkt man das auch.
Je mehr man jedoch trinkt, je weniger merkt man diese zerstörende Kraft.
Dann nimmt man sie meistens nur noch körperlich wahr, indem sich die seelische und geistige Zerstörung körperlich manifestiert.
Alkohol ist immer reines Gift, egal ob im Glas Wein oder im Feierabendbier.
In dem Moment wo man Alkohol zu sich nimmt, zieht er einen runter, immer.
Wenn man nun weiß, dass es schon schwer genug ist in dieser Welt einigermaßen nüchtern zu bleiben, dann schwächt man sich nicht noch selbst damit, indem man sich noch zusätzlich betäubt um somit ganz sicher unter die Räder des Unterbewusstseins zu kommen.
Es kostet schon ohne Alkohol sehr viel Kraft sein Leben einigermaßen auf die Reihe zu bekommen, benutzt man Alkohol, um sich mit seinen Schwächen nicht auseinandersetzen zu müssen, wird er einem früher oder später die eigenen Schwächen eben auf die harte Tour aufzeigen.
Fliehen vor sich selbst kann man nicht.
Die eigenen Fluchtversuche holen einen irgendwann immer wieder ein.
Selbst in kleinen Mengen.