Der energetische Fluss

Alles was wir in der Materie leben ist ein billiger minderwertiger Abklatsch von dem, was wir im großen Ganzen leben.
Es ist das erschwerte Wissen dessen, was in uns allen steckt.
Wenn sich eine Frau und ein Mann hier körperlich vereinen, um neues Leben zu erzeugen, dann spiegelt das die Wahrheit des großen Ganzen wider.
Es ist ein billiger Abklatsch dessen, was wirklich ist.
Diese Zurschaustellung des großen Ganzen soll den Menschen daran erinnern, wer er wirklich ist.
Deshalb wird Sex hier auch so groß geschrieben, weil er die Quintessenz allen Seins repräsentiert.
Im Sex spiegelt sich der energetische Fluss wieder, durch den wir alle zum Leben erweckt werden.
Es ist der Sex der uns daran erinnert, wer wir wirklich sind.
In einem verzweifelten Akt nun versuchen wir, durch ihn, unseren wahren Zustand wieder herzustellen, doch so einfach geht das nicht.
Alleine durch unser einfaches unbewusstes agieren auf diesem Betätigungsfeld, kommen wir nicht dahin, wo wir eigentlich dadurch wieder hinkommen wollen, nämlich zur immerwährenden Glückseligkeit mit uns selbst.
Im Sex spiegelt sich unser ganzes Drama wieder.
Unsere Unfähigkeit diesen Zustand bewusst für alle Ewigkeiten wieder herzustellen.
Jedes Mal wenn wir sexuell agiert haben, fallen wir wieder in uns zusammen, sind das kleine Häufchen Elend, was wir vor diesem Akt waren.
Er bringt uns keinen dauerhaften Frieden.
Ständig und permanent werden wir zur Unruhe, hinsichtlich unserer Nichterfüllung, getrieben und versuchen es ständig, mit den unterschiedlichsten Partnern und Mitteln auf´s Neue.
Jedesmal jedoch ist es ein glatter Reinfall.
So bewusst wir uns auch anstrengen mögen diese energetische Lücke in uns zu schließen, es gelingt uns einfach nicht.
Jedesmal bleiben wir alleine und ausgepowert zurück und hoffen, dass beim nächsten Mal etwas mehr hängen bleibt.
Ab und zu wird auch mal ein Kind dabei gezeugt, was uns das Gefühl geben soll, dass nicht alles umsonst war.
Für einen kurzen Augenblick vergessen wir dabei unser Versagen auf ganzer Linie.
Doch nach nicht allzulanger Zeit, wenn unser Erfolgsgefühl diesbezüglich so langsam wieder abgeklungen ist, holt uns unser Versagerstatus wieder ein.
Wir haben erkannt, dass auch das Zeugen von Kindern nicht zu einem dauerhaften Glücksgefühl führt.
Nun stehen wir wieder am Anfang.
Auf der Suche nach uns selbst und immer noch nicht fündig.
Also geht das ganze Schauspiel von vorne los, so lange, bis der Körper nicht mehr mitmacht und wir zu alt dafür geworden sind.
Glücklich sind wir dabei jedoch immer noch nicht geworden.
Das liegt einzig und alleine daran, dass wir uns energetisch noch nicht auffüllen konnten.
Dass in uns diese Lücke ständig und permanent weiterhin vorhanden ist, egal wie sehr wir auch versuchen mögen sie zu füllen.
Wir sind mit unserem Latein am Ende.
Nichts von all dem, was wir auch bewusst versucht haben, hat uns zu einem dauerhaften Glückszustand verholfen.
Immer nur waren die Glücksmomente für einen kurzen Augenblick oder auch mal ein bisschen länger, aber nie für immer.
Wir haben nicht geschafft, was wir eigentlich schaffen wollten.
Das liegt an unserer Machtlosigkeit.
Wir haben nicht die Macht, uns bewusst aus diesem Zustand des energetischen Stillstandes zu befreien.
Doch wie nun kommt man wieder in diesen energetischen Fluss?
Um in den energetischen Fluss zu kommen benötigt man eine Energie die uns anregt, die uns anstößt, die uns aus unserer Lethargie befreit.
Diese Energie können wir nicht selbst in uns erzeugen, sondern diese Energie wird uns zugeführt.
Alleine das zeigt uns schon unsere eigene Machtlosigkeit auf.
Wir sind nicht im Stande uns bewusst selbst anzuregen, sondern wir werden zu gegebenem Zeitpunkt, wenn wir energetisch wieder dazu in der Lage sind, angeregt.
Dafür müssen wir selbstverständlich eine gewisse Grundvoraussetzung mitbringen, nämlich so demütig und emotional gereinigt wie möglich zu sein, um diesen Fluss auch wieder in Gang setzen zu können.
Lassen wir uns noch zu sehr von unserem kontrollierenden Verstand und unseren angstbesetzten Emotionen lenken, haben wir keine Möglichkeit uns wieder innerlich vollständig zu klären.
Erst dieser Umstand sorgt dafür, dass wir die Energie zugeführt bekommen, die uns wieder voll und ganz zu dem macht, was wir eigentlich sind.
Diesen Zeitpunkt jedoch, können wir nicht bewusst steuern.
Dafür fehlt uns das Bewusstsein.
Wenn der Zeitpunkt gekommen ist werden wir es merken, denn dann fällt unsere selbstgebildete Welt in sich zusammen wie ein Kartenhaus.
Nichts mehr von dem, was wir dachten zu wissen, hat noch Bestand.
Alles löst sich auf ins Nichts.
Wir können nur dabeistehen und machtlos mit zusehen, wie unser eigenes Lügengebilde in sich zusammenfällt. Wie es von diesen Energien, die immer mehr in Fluss geraten, weggespült wird.
Deshalb nehmen wir diese Energie auch erst einmal als Bedrohung für unsere Existenz war.
Die Liebe die sich dahinter verbirgt erkennen wir erstmal noch nicht.
Dafür sind wir noch zu blind.
Erst im Laufe der Zeit erkennen wir, was sich wirklich hinter dem Ganzen verbirgt.
Lassen den Fluss immer weiter in uns zu.
Lassen die Energien in uns immer weiter Fahrt aufnehmen.
Bis wir wieder voll und ganz zu dem geworden sind, was wir eigentlich schon immer waren.