Männer betrachten ihre Kinder als Besitz

Normalerweise dient eine Familie lediglich dazu, die körperlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit ein Mensch hier überleben kann.
Der Mensch soll so frei und selbstbestimmt wie möglich seiner geistigen und seelischen Entwicklung fröhnen und alles was er dazu braucht, ist ein liebevolles Umfeld, das ihm aufzeigt, dass er hier, so wie er ist, willkommen ist.
Die Eltern erkennen den neuen Erdenbürger als eigenständige Persönlichkeit an, die schon tausende von Reinkarnationen hinter sich hat und alles braucht, nur niemandem der ihm sagt, wo es lang geht, denn das weiß das Kind noch besser wie die Eltern.
Es wird weder groß gezüchtigt, noch geschimpft und vor alledem, ihm wird keine seelische, geistige und körperliche Gewalt von seiner Familie angetan.
Das wäre der Idealfall, bei dem jedoch die Wenigsten das Glück hatten, diesen Umstand auch so vorzufinden.
Diejenigen die schon etwas weiter entwickelt sind, wissen das und die anderen reden sich diesen Umstand so lange schön, bis sie es selbst glauben, dass dem so war.
Das tun sie, um sich selbst in dem Glauben zu lassen, bereits göttlich zu sein und somit der Erkenntnis, dass sie gespalten wurden, zu entgehen.
So bilden sich mit der Familie die ersten Egogemeinschaften.
Wer Glück hat, hat keinen Vater, denn die männliche Energie tut sich noch schwerer als die Weibliche, ihren Willen dahingehend zu zügeln, um anderen ihren persönlichen Freiraum zur eigenen Entwicklung zu lassen.
In der Regel sieht es so aus, dass die männliche Energie ihren Nachwuchs als absoluten Besitz betrachtet, der nur dann gehegt und gepflegt wird, wenn er den eigenen Egovorstellungen so gut es geht entspricht.
Der Nachwuchs wird als Besitz betrachtet, bei dem es darum geht, die eigenen Egovorstellungen weiterleben zu lassen.
Die Mutter kann sich aufgrund dessen, dass sie ihren Körper über 9 Monate mit diesem Wesen geteilt hatte, egomäßig schon etwas mehr zurücknehmen.
Der Vater jedoch nicht.
Für ihn ist dieser neue Erdenbürger jemand, an dem er komplett sein Ego ausleben kann.
Bereits von klein auf prägt er das Kind nach seinen Egovorstellungen, wie das Kind zu sein hat und wie das Kind ihn zu sehen hat und wie es sich dementsprechend verhalten muss.
Das Kind hat nicht die geringste Chance, aus dieser Prägung ohne Schaden hervorzugehen.
Der Wille des Vaters ist einfach viel zu groß.
Je mehr sich der neue Erdenbürger diesem Willen anpasst, je weniger offensichtliche Probleme wird es mit dem Vater geben, je mehr jedoch prägt sich diese Unterdrückung im Unterbewusstsein fest.
Anders ausgedrückt: Eine männliche egobehaftete Energie hat bei einem Kind nichts verloren, außer die Entwicklung dieses Menschen ist schon so weit geistig und seelisch fortgeschritten, dass diesem Mann seine Rolle hinsichtlich des Kindes bewusst ist, nämlich das Kind nicht erziehen und prägen zu wollen, sondern den eigenen Willen so gut es geht zum Wohle des Kindes hinten anzustellen und es als gleichwertig und ebenbürtige unabhängige Person anzusehen die alles von dieser Welt braucht, nur nicht die eigenen Egovorstellungen.
Das jedoch kann niemand, der noch ein Ego besitzt, erst Recht nicht Männer.
Auch die Mutter nicht. Sie hat nur weniger Ego, hinsichtlich des Kindes.
Sie lässt aufgrund ihrer Emotionen gegenüber dem Kind, dem Kind mehr Freiraum, um sich zu entwickeln.
Sie ist nachsichtiger wie jeder andere zu dem Kind und zeigt auch in der Regel mehr Geduld wie jeder andere.
Das jedoch sieht die männliche Energie als Schwäche an, was lediglich jedoch seine eigene Schwäche darstellt.
Um nicht zugeben zu müssen, dass die Mutter die weitaus bessere Energie für das Kind darstellt, macht er aus ihrer Tugend eine Not und stellt seine Not als Tugend hin.
Für ihn ist dieser neue Erdenbürger kein eigenständige Mensch, sondern lediglich der verkörperte Ausdruck seiner Wunschvorstellungen.
Dieser neue Erdenbürger lebt für ihn nicht. Er erkennt weder die eigenständige Persönlichkeit dieses Menschen an, noch seine Wünsche, Vorstellungen und seinen freien Willen.
Er züchtigt ihn somit zu Tode.
Der Mensch hat somit nie die Möglichkeit sich selbst auszuleben und konnte auch nicht im Ansatz ergründen, wer er eigentlich ist und was er eigentlich hier wirklich wollte.