Ein "Nein" muss genügen

Männer die Frauen vergewaltigen sehen nur sich als lebenswert und stellen ihren Willen über jeden anderen.
Für diese Männer haben die Frauen keinen Willen oder besser gesagt, was sie sich selbst zugestehen, nämlich einen Willen zu haben, gewähren sie nicht anderen Menschen, insbesondere Frauen.
Diesen Männern fehlt das Einfühlungsvermögen, Mitgefühl und die Empathie, um damit zu erkennen, dass nicht nur sie über einen Willen verfügt, sondern jedes menschliche Wesen.
Dieser Mangel des Empfindens ist der Garant dafür, dass der Geist dieses Menschen krank ist.
Ihm fehlt das Wichtigste, um wirklich ein Mensch zu sein.
Diesen Mangel spürt er instiktiv und versucht nun, über die Gewalt, diesen Mangel wieder auszugleichen, indem er versucht diese Lücke durch Gewalt wieder zu stopfen.
Das Einzige mit dem er agieren kann, ist seine Gewalt. Ansonsten ist er vollkommen machtlos.
Er glaubt, durch die Gewalt, nun sein Umfeld wieder kontrollieren zu können, doch das bleibt nur ein verzweifelter Versuch. Er hasst sein Unvermögen. Er hasst seine Machtlosigkeit und vor alledem hasst er die Frau, ohne die er sein Menschsein nicht zurückbekommt.
Dazu muss er aber erst lernen, dass er durch Gewalt nicht ans Ziel kommt, sondern dies immer nur ein kläglicher Versuch seiner selbst bleiben wird.
Nach jedem misslungenen Versuch, wird seine Wut über sich selbst noch größer.
Jede Vergewaltigung zeigt ihm auf, dass er machtlos ist, denn danach fühlt sich dieses Loch noch viel größer an.
Das Gleiche gilt für Männer, die Frauen durch Gewalt zu einer Ehe mit ihnen treiben.
Diese Männer wissen, dass sie diese Frau ein Leben lang vergewaltigen.
Genau dieses Wissen erzeugt in ihnen eine latente Gewaltatmosphäre, da ihnen bei jedem Anblick ihrer erzwungenen Ehefrau ihr Versagen bewusst wird.
Sie versuchen das Schicksal über die Gewalt auszutricksen und merken nicht, dass sie sich nur selbst dabei austricksen.
Eine vergewaltigte Frau ist immer die Frau eines anderen und wird ihnen niemals gehören.
Der Mann muss lernen, dass er nicht der Bestimmer ist, dann erst wird sich die weibliche Energie für ihn öffnen.
Er muss sich erst keinen einzigen Zentimeter über der Frau wähnen, bevor er sie freiwillig bekommt.
Er muss die Frau ganz und gar als absolut gleichwertig erkennen, bevor sie sich ihm wirklich hingibt.
Das ist sein Lernprozess, sich der Frau gegenüber nicht mehr durch Gewalt zu erhöhen.
Zu erkennen, dass die Frau durch ihren Willen erst wirklich die Bereitschaft signalisieren kann, sich für ihn zu entscheiden.
Akzeptiert er den Willen der weiblichen Energie hinsichtlich ihrer Partnerwahl nicht vollends, kann die weibliche Energie ihre passende männliche Energie nicht finden.
Sie wird durch Gewalt davon abgehalten.
Hierzu gehört es auch, ein "Nein" bei einer Frau zu akzeptieren und eine Zuwiderhandlung gegen dieses "Nein" auch als das zu sehen was es ist, nämlich eine Vergewaltigung.
Bis jetzt gilt eine Frau erst dann als Vergewaltigt, wenn körperliche Gewalt, Drohung oder Freiheitsentzug stattgefunden hat.
Es ist aber ein natürlicher Schutzmechanismus, der jeder Frau innewohnt, sich lieber ohne viel Gegenwehr vergewaltigen zu lassen, da sie dadurch größere körperliche Verletzungen abwehren kann.
Ein Mann der eine Frau vergewaltigen will ist so abgestumpft, dass er auch vor körperlicher Gewalt nicht mehr zurückschreckt, um sein Ziel zu erreichen.
Das weiß die Frau.
Deshalb ist es dringend erforderlich, die Gesetzeslage dahingehend zu ändern, dass auch die Zuwiderhandlung gegen ein "Nein" bei einer Frau, als Vergewaltigung angesehen wird.
Falls der Mann nun Angst hat, doch dadurch Opfer der Frau zu werden dann sei diesen Männern gesagt, dass jede dritte Frau, alleine in der EU, Opfer von körperlicher und sexueller Gewalt durch Männer wurde.
Wie viele Männer kennen sie, die eine ungerechtfertige Anzeige wegen Vergewaltigung bekommen haben, aber vor alledem, wie hoch schätzen sie den Gewaltunterschied zwischen einer Vergewaltigung und einer ungerechtfertigten Anzeige wegen Vergewaltigung ein?
Genau das ist nämlich der Knackpunkt der darüber entscheidet, dass diese Gesetzesänderung besser heute noch als morgen in Kraft tritt.
http://diestandard.at/2000007858443/Forderung-nach-Gesetzsaenderung-bei-Vergewaltigung-Ein-Nein-muss-genuegen
http://www.tagesschau.de/ausland/studie-gewalt-gegen-frauen100.html