Die Wahrheit über die Kreuzzüge

von Katharina Weinhardt
Es scheint heute allgemeiner Konsens zu sein, dass die Kirche im Mittelalter unter dem Deckmantel der Religion in sich ungerechtfertigte und brutale Kreuzzüge geführt habe, die – so die gängige Meinung – in Wahrheit lediglich der Sicherung politischer Machtstrukturen dienten. Oft wird dabei der Islam dem Christentum gegenübergestellt mit der Unterstellung, dass beide Religionen einheitlich grausam in ihren Eroberungskriegen vorgegangen seien. Diese Hypothese nützt der islamischen Religion insofern, dass heutige gewaltsame Ausschreitungen mit dem Verweis auf die Kreuzzüge verharmlost und relativiert werden können. Zudem soll dabei möglichen Kritikern suggeriert werden, dass religiös motivierte Handlungen im Allgemeinen erst im Nachhinein als gut oder schlecht bewertet werden können und es die Aufgabe der Gesellschaft sein müsse, diese Ausschreitungen an unseren heutigen zivilisatorischen Werten zu messen, wie dies z. B. im Christentum bereits geschehen sei.
Das Christentum kennt das Recht auf Notwehr und Selbstverteidigung, doch es stellt sich die Frage, in welchen Bereich die Kreuzzüge eingeordnet werden müssen: Waren sie Angriffskriege? Akte der Aggression und der religiösen Intoleranz den Muslimen gegenüber? Oder war der Entschluss zu den Kreuzzügen doch vielschichtiger und mit dem Glauben mehr vereinbar als allgemein angenommen?
Dieser Artikel über die Kreuzzüge soll jenseits der öffentlichen Meinung darüber, die leider oft eine Diskreditierung des Christentums zum Zweck hat, Fakten und Informationen offenlegen, die zu einer differenzierten Betrachtung der Kreuzzüge anregen können. Dabei geht es nicht darum, Schuldzuweisungen oder Anklagen zu formulieren, sondern zu versuchen, dem Leser einen detaillierten Einblick in die einzelnen historischen Geschehnisse zu ermöglichen.

Wie alles begann

http://dergeradeweg.com/2012/12/10/kreuzzug-fur-die-wahrheit-die-wahrheit-uber-die-kreuzzuge-teil-1/

Islamische Kriege vor den ersten Kreuzzügen
Jeder Islamkritiker kennt diese Diskussionen an Infoständen und bei Kundgebungen zur Genüge: Kaum beschreibt man den Islam mit seiner Legitimation für Gewalt, Eroberung, Beutemachen, Töten und Krieg, kommt von Moslems, Linken und Gutmenschen gebetsmühlenartig das scheinbare “Gegenargument” der christlichen Kreuzzüge. Anschließend muss man diesen ganz offensichtlich geschichtlich uninformierten Personen immer wieder historischen Nachhilfeunterricht erteilen. Auf “Vaterland aus dem Exil” ist am Montag ein Artikel erschienen, der hierzu interessante Details liefert, die in der verbalen Auseinandersetzung äußerst nützlich sind.

 http://www.pi-news.net/2012/08/islamische-kriege-vor-dem-ersten-kreuzzug/


Was uns Historiker und der Islam über die Kreuzzüge verschweigen

Die Gründe für die christlichen Kreuzzüge

Den Christen wird immer wieder vorgeworfen, dass sie mit den Kreuzzügen sehr viel Schuld auf sich geladen haben. Was vielen Menschen aber nicht bekannt ist, ist die Tatsache, dass es erst zu den Kreuzzügen kam, nachdem die Muslime fast 500 Jahre lang (genau 464 Jahre lang, von 635 bis 1099 n.Chr., (1099 = Beginn des ersten Kreuzzuges)) christliche Länder überfallen, sie beraubt, terrorisiert und ausgeplündert haben. Dabei wurden sehr viele Christen ermordet, ihre Frauen vergewaltigt oder zusammen mit den Kindern in die Sklaverei verkauft. Christliche Kirchen wurden zerstört, die Häuser der Christen niedergebrannt und die Christen vor die Wahl gestellt, sich entweder zum Islam zu bekennen oder von den Muslimen getötet zu werden.
 Fast 500 Jahre lang überfielen muslimische Truppen einst christliche Länder wie Palästina, Syrien, Jordanien, Israel, Marokko, Ägypten, Tunesien, Algerien, Lybien, Iran, Irak, Spanien, Portugal, Teile Frankreichs, Sizilien, Griechenland, Bulgarien, Jugoslawien, Rumänien, Armenien, die Türkei (Byzanz), Zypern, Indien, China und Pakistan. (siehe: Die islamische Expansion und Geschichte des Islam) (Nicht weniger grausam verhalten sich die Muslime bis heute gegenüber den Muslimen, die sich vom Islam abwenden: „Wer immer seine Religion ändert, tötet ihn.“)
Fast 500 Jahre lang hinterließen die Muslime in den christlichen Ländern eine breite Blutspur, ehe Papst Urbans II. 1095 in Clermont zur Befreiung Jerusalems und des „Heiligen Landes“ (Israel) aus der Hand der Muslime aufforderte, nachdem es in der Regierungszeit des fatimidischen Kalifen al-Hakim 1009 zur Zerstörung der Grabeskirche in Jerusalem gekommen war, eines der größten Heiligtümer des Christentums, die sich an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu befindet. (Quelle: Kreuzzug).
Wenn man von den Kreuzzügen spricht, dann sollte man sich sehr gut mit den Ursachen dieser Kreuzzüge vertraut machen und den geschichtlichen Ablauf sehr sorgfältig studieren. Darum sollen nun die historischen Ereignisse etwas detaillierter dargestellt werden. Natürlich gab es auch von den Kreuzrittern grausame Entgleisungen aller Art. Das soll überhaupt nicht verschwiegen, beschönigt oder gutgeheißen werden. Sie geschahen aber erst, nachdem die Muslime die Christen fast 500 Jahre lang terrorisiert und ermordet hatten. Die christlichen Kreuzzüge waren im Grunde genommen nichts anderes, als der Versuch der Christen, dem grausamen Terror der Muslime endlich ein Ende zu setzen. Dies gelang aber nur vorübergehend, nämlich in der Zeit der Kreuzzüge. Nach den Kreuzzügen setzen die Muslime die Eroberrung christlicher, buddhistischer und hinduistischer Länder mit der gleichen Grausamkeit bis heute munter fort.
Zum besseren Verständnis der historischen Ereignisse möchte ich zwei Bilder einfügen, die die muslimischen Eroberungen sehr anschaulich darstellen:

http://michael-mannheimer.net/2011/07/10/was-uns-historiker-und-der-islam-uber-die-kreuzzuge-verschweigen/