Die Bonbons waren nur Propaganda


Die Rheinwiesenlager

http://www.rheinwiesenlager.de/

 

Zusammengestellter Ausschnitt aus obigem Link:

 

Die Lager

Nach Überquerung des Rheins im März 1945  beginnen die Amerikaner auf Weisung Eisenhowers, entlang des westlichen Rheinufers  für die deutschen Gefangenen Lager anzulegen. Weiträumige Flächen werden beschlagnahmt,  mit Stacheldraht umzäunt und die Gefangenen in täglich wachsender Zahl  hineingetrieben, darunter  Verwundete und Amputierte. Frauen, Kinder und alte Leute.


Lager am Rhein entstehen bei

Alzey
Andernach
Biebelsheim
Böhl
Bretzenheim
Büdesheim
Diez
Hechtsheim
Ingelheim
Koblenz
Koblenz-Lützel
Ludwigshafen
Ludwigshafen-Rheingönheim
Mainz
Mainz-Kastel
Mainz-Zahlbach
Mannheim
Mannheim-Käfertal
Mannheim-Sandhofen
Mannheim-Schönau
Mannheim-Waldhof
Miesenheim
Plaidt
Rheinheim
Schwarzenborn
Siershan
Trier
Urmitz
Winzenheim



Nach Kriegsende am 8. Mai 1945 werden  auch auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen die sich ergebenden deutschen Soldaten  gefangen genommen. Täglich  treffen nun Landser  in verschlossenen Viehwaggons und auf Lastwagen zusammengepfercht ein, um  dann  wie Müll hinter die Stacheldrahtzäune  gekippt zu werden. Manche der Gefangenen  sind schon jetzt nicht mehr am Leben. 



 

Mit weiterem Vordringen der Alliierten nach Osten legen die Amerikaner  noch zahlreiche weitere Gefangenenlager auf deutschem Boden an.

Lager entstehen bei

Aalen, Baden-Württemberg
Adelsdorf, Bayern
Aigen, Böhmerwald
Alsdorf, Nordrhein-Westfalen
Altenstadt, Bayern
Amberg, Bayern
Ansbach, Bayern
Artern, Bezirk Halle,
Aschaffenburg, Bayern
Asperg, Baden-Württemberg
Auerbach, Bayern
Augsburg-Oberhausen, Bayern
Babenhausen, Hessen
Bad Aibling, Bayern
 Bad Homburg, Hessen
Bad Mergentheim, Baden- Württemberg
Bad Nauheim, Hessen
Bad Reichenhall, Bayern
Bad Salzschlirf, Hessen
Bad Tölz, Bayern
 Bad Wildungen, Hessen
Bamberg, Bayern
Bebra, Hessen
Berchtesgaden, Bayern
 Berlin-Lichterfelde,
Berlin-Wannsee
Berlin-Zehlendorf
Bischofswiesen, Bayern
Bobingen. Bayern
Bremerhaven-Weddewarten
Bruchsal, Baden-Württemberg
Bruck, Bayern
Burgau, Bayern
Burghausen, Bayern
Butzbach, Hessen
Coburg, Bayern
Dachau, Bayern
Darmstadt, Hessen
Ebensee, Oberösterreich
Elsenfeld, Bayern
Ens an der Ens, Österreich
Erding, Bayern
Erlangen, Bayern
Eschborn, Hessen
Eschwege, Hessen
Falkenstein, Hessen
Feucht, Hessen
Flossenbürg, Bayern
Frankenberg, Bezirk Chemnitz
Frankenberg, Hessen
Frankfurt-Niederrad,
Frankfurt-Zeilsheim,
Frauendorf, Bayern
 Freising, Bayern
Friesdorf, Nordrhein-Westfalen
Fürstenfeldbruck, Bayern
Fürth, Bayern
Gabersee, Bayern
Garmisch-Partenkirchen, Bayern
 Gars, Bayer
Gemünden, Bayern
Gießen-Wieseneck, Hessen
Glasenbach, Salzburg
Göggingen, Bayern
Göppingen, Baden-Württemberg
Golling, Salzburg
Griesheim, Hessen
Großauheim, Hessen
Haar, München
Hallein, Salzburg
Hammelburg, Bayern
Happurg, Bayern
Hausham, Bayern
Heimbach, Hessen
Herborn, Hessen
Herrsching, Bayern
Hersbruck, Bayern
Hessisch-Lichtenau, Hessen
Hintersee, Salzburg
 Hirschberg, Hessen
Hof, Bayern
Hof-Moschendorf, Bayern
Hohenbrunn, Bayern
Hundstadt, Hessen,
Ingolstadt, Bayern
Ipsheim, Bayern
Kamp-Lintfort, Nordrhein-Westfalen
Kaprun, Salzburg
Karlsfeld, Bayern
Karlsruhe
Katzenfurt, Hessen
 Kaufbeuren, Bayern
Kesterbach, Hessen
Kleinmünchen, Oberösterreich
Königstein, Hessen
Korbach, Hessen
Lambach, Oberösterreich
Landsberg, Bayern
Landshut, Bayern
Langenzenn, Bayern
Langlau, Bayern
Limburg, Hessen
Linz, Oberösterreich
Linz-Wegscheid,
Lohr, Bayern
Ludwigsburg, Baden-Württemberg
Maisach, Bayern
Manching, Bayern
Marburg, Hessen
Markt Bibart, Bayern
Memmingen, Bayern
Mittenwald, Bayern
Mohlsdorf, Thüringen
Moosburg, Bayern
Münchberg, Bayern
München
München-Allach
München-Daglfing
München-Freimann
Münster
Natternberg, Bayern
Naumburg/Saale, Sachsen-Anhalt
Neumarkt, Bayern
Neustadt, Hessen
Neu-Ulm, Bayern
Nieserroden, Baden-Württemberg
Nürnberg
Nürnberg-Erlenstegen
Nürnberg-Langwasser
Oberdachstetten, Bayern
Oberursel, Hessen
Oberursel-Hohemark
Ochsenfurt, Bayern
Ochsenpferch, Baden-Württemberg
Peuerbach, Oberösterreich
Planegg, Bayern
Plankstetten, Bayern
Plattling, Bayern
Possenhofen, Bayern
Pupping, Oberösterreich
Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen
Regensburg, Bayern
Reinhartshausen, Bayern
Rockenberg, Hessen
Rosenheim, Bayern
Roth, Bayern
Salzburg
Salzburg Gnigl
Sankt Gilgen, Salzburg
Schliersee, Bayern
Schnuttenbach, Bayern
Schwabach, Bayern
Schwabmünchen, Bayern
 Schwäbisch-Hall, Baden-Württemberg
Schweiklberg, Bayern
Stadt Allendorf, Hessen
Stein, Bayern
Stephanskirchen, Bayern
Steyr, Oberösterreich
Straubing, Bayern
 Stuttgart-Zuffenhausen
 Sulzbach-Rosenberg, Bayern
 Tann, Bayern
Teugn, Bayern
Trostberg, Bayern
Tutzing, Bayern
Ulm
Vilshofen, Bayern
Weiden, Bayern
Wels, Oberösterreich
Wendelhöfen, Bayern
Werneck, Bayern
Wickelskreuth, Bayern
Wien
Wiesbaden-Dotzheim
Wiesloch, Baden-Württemberg
Wolfratshausen, Bayern
Würzburg
Würzburg-Heidingsfeld
Wuppertal
Zell am See, Salzburg
Ziegenhain, Hessen

Die Liste ist entnommen aus:
Kurt W. Böhme, Die deutschen Kriegsgefangenen in amerikanischer Hand
Europa,
München 1973

Die nichtrheinischen Lager werden meist nach einiger Zeit aufgelöst und die Insassen an der Rhein gebracht.

Es ist davon auszugehen, daß sich schließlich fünf bis sechs Millionen Deutsche in den US-Lagern am Rhein  befinden.

Persönliche Anmerkung: Dann beginnt der zweite Holocaust der Deutschen, nach dem Bombardement auf ganz Deutschland, bei dem alles von Deutschland und den Deutschen vernichtet werden sollte.
Je mehr Deutsche verbrannt, verstümmelt und zerfetzt wurden, je besser.
Millionen unschuldiger Deutscher kamen dabei ums Leben.
Diejenigen die das überlebt haben, kamen in die Vernichtungslager der Alliierten. 

Die Gefangenen hausen trotz Kälte, Regen und Schneeregen ohne Obdach aufnacktem Boden, der sich mit der Zeit in eine unergründliche Schlammwüste verwandelt. Unterkünfte zu errichten, ist verboten. Zelte werden nichtausgegeben, obwohl sie  in den  Depots der deutschen Wehrmacht und indenen der US-Armee  reichlich vorhanden  sind.

 
Die Gefangenen graben sich Erdlöcher, um vor der schlimmsten Kältegeschützt zu sein. Auch das wird immer wieder untersagt, so daß  die Gefangenen  oft gezwungen sind, die Erdlöcher zuzuschütten. Esgeschieht, daß Bulldozer durch die Lager fahren und Erdlöcher samt dendarin vegetierenden Gefangenen zuwalzen.


Waschgelegenheitenfehlen. Latrinen, über Gruben gelegte Balken, werden meist in der Näheder  Zäune angelegt, so daß die diesbezüglichen Vorgänge von außeneinsehbar sind.

 Während der ersten Zeit gibt es weder Nahrung noch Wasser, obwohl dieerwähnten deutschen und amerikanischen Depots überreich mit Vorrätengefüllt sind und der Rhein Hochwasserstand hat. Um die  deutschen Depotszu leeren, werden sie der Bevölkerung zur Plünderung überlassen.

Später erhalten die Gefangenen aus den
US-Vorräten:Eipulver, Milchpulver, Kekse. Blockschokolade, Kaffeepulver, jedochnoch immer kaum Wasser, so daß zu dem Hunger schwere Darmerkrankungenhinzukommen.

 
Wer dennoch versucht, den hungernden Gefangenen über den Lagerzaun etwas zukommen zu lassen, wird vertrieben oder erschossen.

DasInternationale Rote Kreuz hat keinen Zutritt zu den Lagern.Nahrungsmittel und Hilfsgüter, welche das Schweizer Rote Kreuz inEisenbahnwaggons an den Rhein transportieren läßt,  werden auf BefehlEisenhowers zurückgeschickt.

Schwerkrankeund Sterbende werden unzureichend oder überhaupt nicht versorgt,während nahe gelegene Krankenhäuser und Lazarette ungenutzt bleiben.

Als Wachpersonalwerden z. T. entlassenen Fremdarbeiter eingestellt.   Lagerpolizeibesteht u. a.  aus ehemaligen Häftlingen der Wehrmacht, z. B. aus den Häftlingen des deutschen Militärzuchthauses Torgau.  WillkürlicheMißhandlungen der Gefangenen sind an der Tagesordnung. Es wird ihnen kein Einhalt geboten.

 
Zwei von Bacque zitierte Erlebnisberichte mögen die Zustände in den Rheinwiesenlagern noch verdeutlichen.

Zwei  Amerikaner berichten:

Der30. April (1945) war ein stürmischer Tag. Regen, Schneeregen und Schneewechselten sich ab, ein bis auf die Knochen durchdringender kalter Windfegte von Norden her über die Ebenen  des Rheintals dorthin, wo sich(das Lager)befand. Eng zusammengedrängt, um sich gegenseitig zu wärmen, bot sichden Blicken auf der anderen Seite des Stacheldrahts ein tieferschreckender Anblick dar: nahezu 100 000 ausgemergelte, apathische,schmutzige, hagere Männer mit leerem Blick, bekleidet mit schmutzigen,feldgrauen Uniformen, knöcheltief im Schlamm stehend. Hier und da sahman schmutzig weiße Flecken. Bei genauerem Hinsehen erkannte man, daß essich um Männer mit verbundenem Kopf und verbundenen Armen handelte,oder Männer, die da in Hemdsärmeln standen! Der deutscheDivisionskommandeur berichtete, daß die Männer seit mindestens zweiTagen noch nichts gegessen hätten und daß die Beschaffung vonWasser ein Hauptproblem sei - dabei war der Rhein, der hohen Wasserstand führte, nur 200 Meter entfernt.
 (zitiert nach James Bacque, a.a.O., S. 51 f.)


Ein Gefangener berichtet:

Im April wurden Hunderttausende von deutschen Soldaten sowie Kranke aus Hospitälern, Amputierte, weibliche Hilfskräfte und Zivilisten gefangengenommen....Ein Lagerinsasse von Rheinberg war über 80 Jahre alt, ein anderer war neun Jahre alt....andauernder Hunger und quälender Durst waren ihre Begleiter, und sie starben an Ruhr. Ein grausamer Himmel übergoß sie Woche für Woche mit strömendem Regen.....Amputierte schlitterten wie Amphibien durch den Matsch, durchnäßt und fröstelnd....Ohne Obdach tagaus, tagein und Nacht für Nacht lagen sie entmutigt im Sand von Rheinberg oder sie entschliefen in ihren zusammenfallenden Löchern....
(Heinz Janssen, Kriegsgefangener in Rheinberg, zitiert nach James Baque a.a.O., S. 52)

 
Den Zuständen entsprechend kommt es bald nach Einrichtung der Rheinwiesenlager zumMassensterben.

Bacque schreibt:

   InLagern entlang an den Ufern des Rheins verzeichneten die Armeeärzte vom1. Mai bis zum 15. Juni 1945 eine erschreckende Sterblichkeitsrate,achtzigmal so hoch wie alles, was sie je in ihrem Leben gesehen hatten.Tüchtig und gewissenhaft  registrierten sie die Todesursachen: so und soviele starben an Ruhr und Durchfall, so und so viele an Typhus,Starrkrampf, Blutvergiftung,, alles in Zahlen, die unglaublich seit dem Mittelalter  waren. Die medizinische Terminologie selbst reicht nichtmehr ganz aus angesichts der Katastrophe, deren Zeugen die Ärzte wurden.So wurden Todesfälle infolge von Abmagerung und Erschöpfungregistriert. .......Herzkrankheit und Lungenentzündung.
(Bacque, a.a.O., S. 78 f.)

  
Allmorgendlich  werden die Toten  aus den Lagern abtransportiert, um in Massengräbern versenkt zu werden.

Ein Zeitzeuge schreibt:

DieLeichen der Verhungerten wurden täglich auf Karren weit außerhalb derLager in vorbereitete lange Gruben gekippt und in fünf Lagen und langenReihen aufgeschichtet. Nach Verfüllung mit dem zuvor ausgebaggertenErdreich erfolgte die Planierung der Massengräber.
Willi Griesheimer, Die Hölle der amerikanischen Kriegsgefangenschaft, Eigendruck, S. 2

Dazukommen all die Toten, die in dem unergründlichen Schlamm oder in denLatrinen versinken, ohne geborgen zu werden. Aus dem Lager Büderich wirdberichtet:

Manschätzte die Verschütteten auf etwa 230 pro Nacht. Niemand konnte dieMenschen ausgraben, keiner war registriert worden. Mit Bulldozernebneten die Amerikaner die Gruben mitsamt den Toten ein ...“s. Lager Büderich, Paul Jäger

Bacqueweist anhand  von Dokumenten und  von Zeugenaussagen  nach, daß in denamerikanischen und später in den französischen Gefangenen- undArbeitslagern zusammen 800 000 bis eine Million Menschen zu Todegekommen sind. Ca. drei Viertel der Toten lastet Bacque  den Amerikanernan, also an die 750 000:


   DieZahl der Opfer liegt zweifellos bei mehr als 800 000, beinahe mitSicherheit bei mehr als 900 000 und durchaus wahrscheinlich bei mehr alseiner Million. Die Ursachen ihres Todes wurden wissentlich geschaffenvon Armee-Offizieren, die über genügend Lebensmittel und andereHilfsmittel verfügten, um die Gefangenen am Leben zu erhalten.Hilfe-Organisationen, die versuchten, den  Gefangenen in denamerikanischen Lagern zu helfen, wurde die Erlaubnis  dazu von der Armeeverweigert. Das alles wurde  damals verheimlicht und dann unter Lügenverdeckt........Akten sind vernichtet, geändert oder als geheim unterVerschluß gehalten worden. Dies geht bis auf den heutigen Tagso weiter.
(Bacque, a.a.O., S.11)

DieUS-Geschichtsschreibung dagegen spricht lediglich von ca. 5000 Totender Rheinwiesenlagern. Die offizielle Geschichtsschreibung inDeutschland schließt sich an: 5000 Lagertote, höchstens 10 000, aufkeine Fall mehr!

Dashieße, daß  von  den  fünf bis sechs Millionen  Gefangenen, die durchdie Rheinwiesenlager gegangen sind, nur 0.1% die  im Ursinnemörderischen  Umstände nicht überstanden habe. Eine Todesrate von 0,1%aber entspricht einer Todesrate von Menschen, die unter normalenBedingungen leben. Für die Rheinwiesenlager ist eine solch niedrige Todesrate  ausgeschlossen.


Überdiesist  trotz aller Nachforschungen noch immer der Verbleib von über einerMillion Kriegsteilnehmern des II. Weltkrieges ungeklärt.  Man sprichtvon dervermißten Million,s. auch die Mitteilung des Suchdienstes des Roten Kreuzes:

„Auch über 50 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges werden immer noch 1,4 Millionen Deutsche vermißt.“

http://www.stolp.de/DBStolp/DBMenue/Rotes_Kreuz.htm

Bisvor der sog. Wende wurden die Verschollenen   den Russen angelastet.Nun aber haben die Russen ihre Archive geöffnet, welche  zumindest seit1946 über  Gefangenenschicksale unerwartet detailliert Auskunft geben. Ca. 100 000 Vermißtenschicksale  konnten geklärt werden. Man vermutetüberdies, daß im Laufe des Jahres 1945 etwa 200 000 Deutsche in denWeiten Rußlands namenlos zu Tode gekommen seien. Die vermißte Million bleibt.