Die Anmaßung des deutschen Gerichts

Da sagt jemand, dass er als Kind massiv unter der Erziehung zum Islam gelitten habe. An einer Islamschule geschlagen wurde und außerdem habe ihn in seiner Kindheit ein älterer Mann missbraucht, der zuvor auf den Koran geschworen habe, ihm nicht weh zu tun und der psychologische Gutachter vor Gericht sagt dazu:" „Ich will diese Erlebnisse nicht bestreiten, glaube aber nicht, dass sie eine zentrale Rolle gespielt haben“.

Der Mann hatte in der Nacht vom 2. auf den 3. Februar 2014 zunächst Schaden an der Ehrenfelder Ditib-Moschee angerichtet, indem er mit einem PKW gegen das Rollgitter der dortigen Tiefgarage fuhr. Wenige Stunden später wendete er seine Aggressionen auch gegen Moscheen in Wesseling und Hürth, wo er unter anderem Möbel zerstörte und kleinere Brände legte.

Diese Aussage des Gutachters beinhaltet etwas ganz anderes. Sie sagt auf, dass jedem Menschen vor Gericht kein Glauben geschenkt wird, wenn nur ein psychologischer Gutachter einfach behauptet, dass er dem Angeklagten, hinsichtlich seines Motives nicht glaubt.
Somit wird jeder Mensch vor Gericht automatisch entmündigt, wenn man einen psychologischen Gutachter beauftragt.
Dieser steht über der Meinung des Angeklagten, über dessen Erfahrung, über dessen Lebensanschauung, über dessen Empfindungen und spielt sich deshalb vor Gericht als Gott über alle anderen Menschen auf.
Irgendjemand in der Gesellschaft hat beschlossen, dass dessen Worte mehr zählen, als die Worte eines jeden anderen Menschen im Lande und deshalb zählt der Mensch und dessen Beweggründe vor Gericht überhaupt nichts.
Dem Angeklagten werden einfach Gründe oder auch Nichtgründe unterstellt und dementsprechend fallen dann die Urteile aus.
Der Mensch wird vor Gericht überhaupt nicht mehr als mündiger Bürger betrachtet, sondern ihm werden einfach Gründe für seine Handlungen abgesprochen oder unterstellt, gegen die er sich jedoch nicht wehren kann.
Er muss einfach hilflos dabei zusehen, wie andere über seine Empfindungen, seine Wahrnehmungen und seine Erfahrungen urteilen. Menschen, die nicht sein Leben gelebt haben, also gar nicht wissen können, was ihn zu welchen Taten bewegt haben, die weitaus mehr außerhalb der Geschehnisse liegen als er selbst.
Diesen überaus selbstherrlichen und hochmütigen Geschöpften der Natur, ist er vor Gericht nun hilflos ausgliefert. Menschen die von sich glauben, durch ein Studium von Schriften, auch nur den blassesten Schimmer über das Menschsein erlangt zu haben.
Das Menschsein jedoch, erlernt man ausschließlich über die Praxis, niemals über die Theorie.
Hier erdreisten sich Menschen, anderen ihre Erlebnisse und Empfindungen und Gründe für ihre Taten einfach abzusprechen, obwohl sie nicht mal im Mindestmaß an der Wahrheit über diese Situation dran waren.
Sie haben diese Situation weder gelebt, noch waren sie der Angeklagte selbst, glauben jedoch, sich erdreisten zu können, mehr über die Situation urteilen zu dürfen, als der Angeklagte selbst.
Das ist absolut gelebter Hochmut.
Das ist Selbstherrlichkeit in seiner Vollendung.
Menschen die wirklich Praxis haben, wird ihre Erfahrung abgesprochen und durch blanke Theorie ersetzt.
Dadurch erhöhen sich die Menschen in der Gesellschaft die einzig und alleine durch Theorie zu ihrem Wissen gekommen sind, gegenüber den Menschen, die wahres Wissen durch Praxis erlernt haben.
Somit will der Lehrling dem Meister sagen, was die Wahrheit ist und was nicht. Derjenige der Dinge erfahren und erlebt hat, steht jedoch immer näher an der Wahrheit als derjenige, der darüber nur studiert hat.
Deshalb ist es eine Anmaßung, hier den Worten des Gutachters vor Gericht mehr glauben zu schenken, als den Worten des Angeklagten selbst.

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