Der Mensch kann sehr lieb sein,....

...wenn er einen Menschen vor sich hat, bei dem er weiß, dass er noch gewalttätiger ist als er selbst.
So ein Mensch baut den Menschen auf, denn er gibt ihm das Gefühl, gut zu sein.
Deshalb werden gewalttätige Menschen in unserer Gesellschaft auf Händen getragen, umhegt und umsorgt und sie können gar nicht schlimm genug zu uns sein, dass wir ihnen nicht danken, dafür, dass sie so schlecht zu uns sind.
Wie kackfreundlich sind wir zu Menschen, die uns wie den letzten Dreck behandeln und wie scheußlich sind wir im Gegensatz dazu zu Menschen, bei denen wir fühlen, dass sie friedfertiger wie wir selbst sind.
Das sind unsere wirklichen Feinde, weil sie uns unsere eigene Begrenzung, hinsichtlich unserer eigenen Gewaltenergie, aufzeigen.
Die Friedfertigen treten wir deshalb mit Füßen, während wir den Gewalttätigen in den Allerwertesten kriechen, sie anbeten, ja geradezu vergöttern.
Die Gewalttätigen geben uns ein gutes Gefühl, gewalttätig zu sein, während uns die Friedfertigen ein mieses Gefühl dabei geben.
Deshalb muss der Friedfertige immer und überall bekämpft werden, wenn man ihm begegnet.
Glauben sie nicht, dass sie schlecht sind, wenn ihnen auf der Straße jemand "Hurensohn" entgegenbrüllt.
Dieser Mensch weiß nur um ihre Überlegenheit und genau deshalb will er sie vernichten.
Der Friedfertige stört die Gewaltausübung des Gewalttätigen, das ist der große Frevel, den der Friedfertige in den Augen des Gewaltmenschen tätigt.
Deshalb kann der Gewaltmensch auch keinen Frieden geben, weil eben durch seine Gewaltanwendung, sein Umfeld nur so vor Friedfertigen wimmelt und je mehr Gewalt er anwendet, je mehr Friedfertige gibt es in seinem Umfeld.
Deshalb wird der Gewaltmensch auch immer gewalttätiger, weil die Friedfertigen durch seine Gewaltanwendung immer mehr in seinem Umfeld werden, wie eine Hydra, der zwei Köpfe nachwachsen, wenn man einen ihrer Köpfe abschlägt.
Deshalb kann ein Mensch der Gewalt anwendet nie gewinnen und je weniger Gewalt er anwendet, je mehr wird er zum Sieger.