Danke an Aldi und Co

Am Anfang wurde Aldi ja als Armenspeisung belächelt und jeder der was auf sich hielt, mied diesen Laden, es sollte einen kein Nachbar darin sehen, denn dann wurde man ganz schnell als asozial abgestempelt, doch das hat sich mittlerweile geändert.
Aldi hat sich etabliert. Wurde zu einer Selbstverständlichkeit im Lebensmittelbereich und mittlerweile schämt sich keiner mehr, die Aldiläden zu besuchen.
Das gilt auch für alle anderen Lebensmittelketten in Deutschland wie Norma, Lidl, Netto, Plus, Edeka und wie sie noch so alle heißen.
Ja, diese Lebensmitteldiscounter haben dazu beigetragen, dass die vielen kleinen Lebensmittelläden allmählich vom Markt verschwunden sind, doch Gott sei Dank sind sie noch in überwiegend deutscher Hand, zumindest bei Aldi kann man da noch ganz sicher sein.
Genau das macht diese Kette so erfolgreich, dass sie in deutscher Hand ist und deren Besitzer sehr wohl auf Gewinn aus sind, aber trotzdem noch ein Mindestmaß an Anstand besitzen um den Rest des Landes nicht gänzlich auszubeuten, auch wenn die Aldi Brüder zu den reichsten Männern im Lande zählen.
Irgendwie hat man bei Aldi und Co. immer noch das Gefühl, dass sie die Lebensmittel nur bis zu einem bestimmten Mindestmaß so umpantschen, dass genügend Gewinn für sie abspringt, aber nicht ganz so dem Wahnsinn verfallen sind wie ihre Kollegen aus Übersee, die keinerlei Maß und Ziel mehr kennen, um aus den Lebensmitteln auch noch das letzte Rest von Gewinn auszupressen.
Diese deutschen Discounter sind jetzt, da der Kapitalismus immer mehr seine grausame Fratze offenbart, die einzige Hoffnung für das Volk, auf Dauer nicht verhungern zu müssen.
Das sehen auch unsere Nachbarn in England so, die auch immer weniger den Markennamen aus Übersee vertrauen oder eher gesagt, die ihnen mittlerweile, so wie den Deutschen, einfach zu teuer geworden sind.
Deshalb zeigt sich auch hier wieder, dass man von den Deutschen immer wieder in dessen Geschichte lernen konnte, dass Moral nicht nur ein Wort aus dem Illusionsbereich ist, sondern tatsächlich auch lebbar ist.
Davon konnten sich schon die Amerikaner überzeugen, als die übergesiedelten Deutschen dort erst einmal für gewisse Standards im Lebensmittelbereich gesorgt haben, ansonsten wäre die Pampe aus Amerika noch schlimmer geworden.
Aldi und Co. kann man an dieser Stelle nur raten, nicht zu viele Fremdfirmen, insbesondere aus Übersee, ins Programm zu nehmen, denn dann ist dieses überaus gelungene Geschäftsmodel schneller unterwandert, als es jedem Aldi-Liebhaber lieb sein kann.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/discounter-in-grossbritannien-aldi-rockt-die-insel/8876634.html