Warum der Mensch Fleischfresser ist

Menschen lieben es, andere zu töten. Da das momentan in vielen Kulturen zu Bestrafungsaktionen führt, weicht der Mensch auf das Tier aus, um seine Mordlust zu befriedigen.
Das Gefühl, über dem Tier zu stehen und es deshalb töten zu dürfen, benötigt er, um sich selbst weiter einzureden, schon Gott zu sein und deshalb Herr über Leben und Tod.
Mit jedem Bissen in ein Stück Fleisch gibt er sich das Gefühl, die Krone der Schöpfung zu sein.
Der Chef, der Alles-Kontrollierer, derjenige der Töten darf, ohne dass irgendjemand ihn dafür belangen kann.
Zu Töten, dass das Blut spritzt, zu wissen, dass dieses Stück Fleisch für einen Sterben musste, das gibt ihm innerlich ein geiles Gefühl bei jedem Bissen.
Es ist nicht der Geschmack, warum der Mensch zum Fleisch greift, es ist die Selbsterhöhung, der Versuch, den inneren Selbstwert dadurch wieder aufzufüllen.
Er könnte jederzeit ein anderes Grundmaterial für die Herstellung seiner Würste und Schnitzel benutzen und geschmacklich würde er nicht einmal einen Unterschied feststellen, wie man an vielen Experimenten mit Fleischfressern sehen konnte.
Nein, es geht ihm um die Allmacht.
Wenn er in das Fleisch beißt und vor Verzücken nur so aufschreit, dann ist das sein Sieg über andere Lebewesen.
Dann zeigt ihm das, dass er die Macht hat, andere töten zu dürfen oder für ihn töten zu lassen und der Verzehr seiner Opfer, ist nur die Krönung seiner Abartigkeit. Er verleibt sich quasi den Sieg über das Geschöpf ein.
Das Gefühl, das diese Kreatur für ihn nie ein würdevolles freies selbstbestimmtes Leben führen durfte, gibt ihm bei jedem Bissen den absoluten Kick.
Vergessen sind die Erniedrigungen durch den Chef, den Ehepartner, den Freunden, wenn man dafür als Ausgleich ein anderes Leben umso mehr herabgesetzt und erniedrigt hat.
So ein Biss in ein Stück Fleisch, das nur für einen gequält wurde, das entschädigt für alles andere. Das baut einen wieder auf. An diesem Stück Fleisch kann man zeigen, dass man doch noch der Herr allen Seins ist.
Bon appetit!