Beherrschung ist alles


16-Jährige erstochen - Ex-Freund springt von Parkhaus
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Münster: Marokkanischer Rapper tötet Freundin

Wie kommen solche Taten eigentlich zustande?
Ganz einfach!
Menschen glauben von sich aus immer, dass sie bereits göttlich sind, also nicht gespalten, und alles, was ihnen aufzeigt, dass sie nicht göttlich sind, schmerzt.
In ihrem Kopf planen sie so ihr Leben, erkennen in jedem Partner der ihnen begegnet ihre verlorene Hälfte und binden sich emotional an diesen Menschen.
Kommt es dann zu einer Trennung, wird ihnen wieder schmerzlich bewusst, dass sie noch nicht am Ziel angekommen sind. Dass sie eben noch nicht göttlich sind. Das schafft ein großes emotionales Loch. Man stürzt ins Bodenlose. Alles was man geglaubt hat jetzt endlich gefunden zu haben, löst sich wieder auf. Man steht wieder vor der gleichen Leere wie vor diesem Zusammentreffen.
Alle Gedanken, wie wundervoll doch diese Beziehung war, wie tief die Gefühle diesbezüglich waren, lösen sich auf ins Nichts. Man fühlt sich hintergangen, verlassen und wird somit bei jeder Trennung an seine absolute Spaltung von sich selbst erinnert, was die größten Schmerzen des gespaltenen Individuums darstellen. So stark sind diese Schmerzen, dass sich niemand mehr an seine eigene Spaltung erinnert.
Das Trauma wurde beiseitegeschoben. Verdrängt.
Bei jeder Trennung mit einem Partner, kommt es jedoch wieder hervor. Lebt man es wieder nach.
Selbstverständlich nur in kleiner, abgeschwächter Form, was aber zuweilen auch dann schon so schmerzhaft sein kann, dass man sich das Leben dabei nimmt.
An dieser Stelle sei gesagt, dass man dem anderen niemals einen Vorwurf machen kann, wenn er wieder aus dieser Beziehung ausbrechen will, weil er spürt, dass es noch nicht das Non-Plus-Ultra ist.
Man kann über die Angst und die Gewalt nicht dauerhaft seine Illusion von Glück manifestieren.
Das ist genau das, was man lernen muss.
Das Leben so zu nehmen wie es kommt.
Der Mensch kann sein ganzes Leben planen, doch am Ende muss er das alles wieder hergeben, weil sich das Göttliche niemals aus dem eigenen Ego heraus manifestiert.
Alle Planungen, alle Kontrollfunktionen sind vollkommen verschwendete Energie.
Der Mensch muss lernen, dass er keine Kontrolle hat. Er muss in Demut und Läuterung erkennen, dass ihm so die Macht fehlt, wahres Glück zu ernten.
Er ist schlicht und ergreifend dazu zu gespalten.
Erst wenn der Mensch langsam erkennt, dass er so machtlos ist, kann er langsam anfangen, aus dieser Demut heraus, Dinge anzunehmen, die das Leben selbst für ihn herausgesucht hat.
Dazu muss er seine Kontrollmechanismen loslassen, die an Gewalt gekoppelt sind.
In einem Selbstzerfleischungsprozeß glaubt er, die Verantwortung für sein Versagen zu haben und reagiert mit Gewalt über seinen Kontrollverlust.
Er muss begreifen lernen, dass er keine Macht hat, in seinem jetzigen Zustand, dann kann er auch erkennen, dass er dadurch nicht verantwortungslos handeln kann.
Er hat so nicht das Bewusstsein, sich sein Glück dauerhaft aufbauen zu können.
Ihm fehlt schlicht und ergreifend dazu seine andere Hälfte, die ihm sein Bewusstsein diesbezüglich erst wieder gibt.
Das Leben und die Liebe sind ein Geschenk, das sich erst demjenigen offenbart, der aus sich selbst heraus keine Kontrolle mehr darüber haben will.
Der sich in Demut einfach nur diesem Geschenk hingibt, ohne dabei Angst zu haben, es jemals wieder verlieren zu können.