Ich und die Juden

Was damals mit den Juden im Holocaust passiert ist, hat mich nie wirklich tangiert, das liegt daran, dass ich nie einen Gashebel bedient habe und auch sonst noch gar nicht geboren war, als das passiert ist.
Es war mir eher lästig, diese Konfrontation mit dem Geschehen, das einem nur ein schlechtes Gewissen einreden sollte.
Hinsichtlich der Grausamkeiten, die gerade im Moment auf diesem Planeten geschehen und die keine alte Sau zu jucken scheint, sah ich diese Hervorhebung von Grausamkeit einfach nur als scheinheilig an.
Täglich sterben 100.000 an Hunger, das leicht verhindert werden könnte, täglich werden wegen Allah Tausende abgeschlachtet und trotzdem tun wir so, als ob der Islam nichts damit zu tun hat.
Diese ganze Welt ist ein verlogener Kackhaufen und deshalb tangiert einen auch nicht mehr wirklich irgendetwas an Grausamkeit, erst recht nicht, wenn man sie nicht begangen hat oder selbst davon betroffen ist.
So war das auch bei den Juden.
Diese ständige Propaganda und Rückerinnerung an Geschehnisse, die schon 70 Jahre zurücklagen und in dessen Zeit schon Millionen neuer Opfer hinzugekommen sind, die nicht einmal von der Weltengemeinschaft als solche registiert wurden.
Man wird bei so einer Gehirnwäsche nicht sensibel für dieses Thema, sondern schaltet gleich ganz ab.
Alles, was auf Biegen und Brechen an Verurteilung in die Herzen der Menschen gepflanzt werden soll, prallt an denen als erkannte Manipulation ab.
So war es also auch bei mir und den Juden.
OK, Schindlers Liste war ganz interessant, aber auch da hat man schon grausamere Dinge gesehen und gehört, von der Gegenwart.
Alles das, konnte mein Herz nicht erweichen.
Es war etwas anderes, was mich für einen kurzen Moment dieses Leid bis in die tiefsten meiner Seele berühren ließ.
Es war ein Video, und zwar das:


Es wurde nicht aufgenommen um mich zu manipulieren, es wurde einfach nur aufgenommen.
Es sollte einfach nur ausdrücken: "Hier sind wir und wir wollen leben".
Genau das hat dieses Video ausgedrückt.
Mir wurde bewusst, was für ein friedliches Völkchen diese Juden doch sind und wie sehr wir uns an ihnen versündigt haben.
Das erste Mal in meinem Leben habe ich gespürt, dass das wirklich der größte Fehler in der Geschichte dieses Volkes war und wenn man sich für etwas schämen kann, was man nicht selbst gemach hat, ich habe so etwas wie Scham empfunden.
Ich weiß, dass wir ein wunderbares Volk sind, aber das hätten wir einfach nicht tun dürfen.
Da hat uns wirklich der Teufel geritten.
Ich konnte auch spüren, dass man, aus der Scham heraus, auch eine gewissen Ablehnung als Deutscher zu dieser Gruppierung entwickeln kann, was hinsichtlich eines Schutzmechanismuses aber auch legitim ist.
Ich auf jedenfall habe meinen Frieden geschlossen, mit den Juden und mit der deutschen Geschichte.