Die Perversität der Fleischfresser

Die Perversität der Fleischfresser lässt sich am Besten ausdrücken, wenn man einfach den Lieferanten des Fleisches auswechselt.
Wenn man zum Beispiel zwei Köche in der Küche sieht, die sich gegenseitig loben, wie herrlich doch ihr Fleisch geworden ist, so weich und so zart, und man gleichzeitig weiß, dass sie gerade ihre Kinder so zart gebraten haben, dann bekommt das Ganze die Qualität, die jeden erkennen lässt, wie pervers Fleischesser tatsächlich sind.
Wenn sie darüber philosophieren, vom viertintelligentesten Lebewesen auf diesem Planeten oder einer Kuh, deren Fleisch saftig angebraten zu haben, nur weil das arme Viech nicht reden konnte, der erkennt die Perversität dahinter, einem Lebewesen alle Rechte am Leben abgesprochen zu haben. Dieses "Ding" war einfach nur noch ein Fleischlieferant.
Nicht wert, es nicht töten zu wollen. Wenn von der kleinen "Sarah-Jane", "Elisabeth", "Angela" oder "Elvis" und "Jesus" das Fleisch mit einer absolut leckeren Soße verzehrt würden, für die man sich gegenseitig in der Küche lobt, dann würde der ein oder andere besser verstehen, wie abartig das Ganze doch tatsächlich ist.
Nur durch einen absoluten Verdrängungsmechanismus, lässt sich so eine zutiefst lebewesenverachtende Tat noch bewerkstelligen. Man teilt die Säugetiere einfach in "Schlachten können" und "Nicht schlachten können" ein.
Was für eine ekelhafte Art mit Lebewesen umzugehen.