Das Zusammenspiel von Geist und Seele

Ich fließe über vor Input, mich zerreißt es gleich!
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, so viele Bruchstücke auf einmal wollen koodiniert, gefliltert und in einem zusammenhängendem Satz und Sinn wiedergegeben werden.
In mir ist immer so ein latentes Gefühl vorhanden, das mich immer dazu verführen will, überhaupt nichts mehr zu schreiben, um damit meiner anderen Hälfte klarzumachen, dass ich fertig bin und er nun kommen kann.
Gleichzeitig ist da auch noch so das Gefühl, dass wenn er vielleicht sehr lange nichts von mir hört und sieht, dass er sich dann auf sein Privatleben besser konzentrieren kann und so erkennt, dass es Scheiße ist.
Das sind so die inneren Kämpfe, die ich so mit mir ausfechte und irgendwie fühle ich mich auch als Loser, wenn ich überhaupt über ihn und mich schreibe, weil ich immer irgendwie das Gefühl habe, dass ich etwas für uns mache und er gar nichts.
Man fühlt sich irgendwie wie ein Bettler aber das gar nichts machen, befriedigt auch nicht wirklich.
Lange Zeit war in mir auch so ein Druck vorhanden, ihn irgendwie überzeugen zu müssen, dass er mich liebt.
Mein vorrangiger Gedanke war immer der, dass er mich nicht wirklich liebt, weil er nicht kommt.
Höchstwahrscheinlich steckt darin auch ein Funken Wahrheit.
Gerade heute habe ich aber gefühlt, dass das nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss sein muss.
Ich habe mich nämlich gerade heute wieder einmal daran erinnert, wie intensiv unser gemeinsamer Austausch schon war und da ist mir wieder eingefallen, dass er mich doch mehr leiden kann, als ich vielleicht gerade von ihm denke.
Er hat mir mal geschrieben, dass er alles richtig beenden muss und dass nichts ohne Vertrauen geht.
Diese Zweifel in den Griff zu bekommen, dieses Emotionale in den Griff zu bekommen, das geht eben nur mit Zeit.
Es ist wirklich so.
Es ist nicht wirklich so, dass er mich nicht liebt, es ist wirklich so, dass er alles richtig beenden muss.
Das habe ich heute klar gehört.
Er macht das nicht, weil er mich ärgern will, weil er mich nicht liebt, weil er Zweifel an mir hat - naja, vielleicht doch - , sondern weil es so sein soll.
Weil es nur so geht.
Ah, ich will Gefühle herholen, die ich vor 1-2 Stunden ganz exakt hatte und die Gedanken dazu, doch ich kann sie so schwer wieder in Worte fassen, sie gerade nicht herholen.
Ich versuche es, denn sie waren sehr schön.
Ich ging gerade zur Balkontüre, da hatte ich diese Eingebungen.
Ach komm, ich will mich wieder daran erinnern.
Also, ich ging gerade zur Balkontüre........
Ich gehe immer noch zur Balkontüre.....
Balkontüre......
Jetzt bellt ein Hund, ich werde wahnsinnig!
Mein Nachbar redet so laut, wie kann man sich da konzentrieren!
Los jetzt!
Ich habe gerade gebadet, da hatte ich auch noch so einige Bewusstseinseinschläge, aber
bis ich mit der ersten Geschichte fertig bin, habe ich die Zweite höchstwahrscheinlich wieder vergessen.
Also nochmal.......Balkontüre.......
Ja, es ist wahrscheinlich einfach nur die Gier, dieses Gefühl und diese Gedankengänge so exakt wir nur möglich nochmal herzuholen, doch das geht wohl nicht mehr.
Im Grunde habe ich es ja schon ganz gut ausgedrückt. Dieses Erinnern an unsere gemeinsame Zeit...diese Stimme die sagt: "Es stimmt nicht, dass er dich nicht liebt und deshalb nicht kommt." Ich habe dieser Stimme heute mehr geglaubt wie sonst. Ich würde so gerne seine Liebe beschreiben, die ich da gefühlt habe, und genau das fällt mir so schwer in Worte zu packen. Wie kann man so etwas ausdrücken?
Wie kann man so etwas in Worte fassen? Schwierig!
Ich glaube, ich mache hier Selbstgespräche!
Argentinien gegen Belgien läuft und ich schreibe hier lieber, in der Angst, ich könnte irgendetwas verpassen!
Da fällt mir gerade der Spruch ein, der mir vorhin eingefallen ist, der ging so: "Willst du einen Mann dazu bringen, dass er Gefühle zeigt, dann lass ihn ein Fußballspiel schauen!"
Ich schweife ab, ich fange an über die zweite Geschichte zu schreiben, derweilen habe ich das Gefühl, ich bin mit der Ersten noch gar nicht fertig.
Also, gab es noch etwas Wichtiges bei der Ersten?
Irgendwelche Erkenntnisse, die ich mir selber noch einmal mitteilen möchte?
Ja, dieser Gedankengang mit dem Zusammenspiel zwischen Geist und Seele.
Diese verzwickte Situation, wenn ich das Gefühl habe, dass wenn er nicht kommt, er mich nicht wirklich liebt und der Tatsache, dass wenn ich so denke, er wirklich nicht kommt.
Wie kommt man da wieder raus?
Ja, tatsächlich nur mit Vertrauen.
Ach ja, jetzt fällt mir noch ein Gedanke ein, den ich hatte, nämlich, dass es vollkommen egal ist, ob ich schreibe oder auch nicht, weil das ja nur Dinge sind, die in der Materie stattfinden aber das worauf es ankommt, ist mein innerliches Gefühl, ist mein Vertrauen, ich kann es gar nicht an Äußerlichkeiten festmachen.
Es ist im Grunde auch nur ein Erpressungsversuch, wenn ich mir einrede, ihn irgendwie anlocken zu können, wenn ich nicht mehr schreibe, weil er dann angeblich mehr Sehnsucht bekommt.
In Wirklichkeit drücke ich mit diesem Manipulationsversuch meinerseits nur umso mehr aus, dass ich ihm nicht Vertraue, also kann ich das so auch lassen.
Also schreibe ich munter immer weiter, wie man sieht.
Es hat alles mit Vertrauen zu tun.
Kommen wir nun zu meiner zweiten Geschichte.
In den Nachwehen meiner ersten Geschichte, bekam ich dann eine wirklich tolle Erkenntnis beim Baden.
Nämlich, dass er als Geist seinen Schmerz so manifestiert und gelegt hat.
Er war voller Schmerzen, weil ich mit einem anderen Mann ein Kind hatte, nur konnte er das nicht ausdrücken, weil ihm dazu seine Seele fehlt.
Also machte er das Dingfest. Er manifestierte seinen Schmerz und lebte ihn genau so aus. Ich als seine Seele, erfasse die Situation und lebe sie aus.
Alles was er geistig gelegt hat, erfühle ich. Er hat die Macht, Dinge zu manifestieren, ich habe die Macht, sie auszuleben.
Was der Geist legt, durchläuft die Seele. Der Geist bleibt starr, wenn seine Seele sein Gelegtes nicht aufarbeitet. Die Seele hat nichts zum Arbeiten und erkennen, wenn der Geist nichts legt.
Das wurde mir vollkommen bewusst, in meiner Badewanne.
Dieses Erkennen des Zusammenspiels zwischen Geist und Seele und die absolute Untrennbarkeit dieser Einheit.
Es ist nicht Er oder Ich, es ist ein Wir.
Wir arbeiten zusammen.
Wir können nur zusammen arbeiten.
Noch einen Gedanken hatte ich.
Was gibt es besseres, als das Vertrauen und alle Emotionen abzuchecken, als den Umstand, dass einer mit einem anderen Partner zusammen lebt?
Richtig, es gibt keinen!
Das ist die ultimative Testsituation!
Besser geht nicht!
Da drückt es alles raus, was noch so an Zweifeln in einem vorhanden ist.
Besser kann man die Illusion der Materie nicht loswerden.
Bei dem Ganzen wurde mir dann noch mal die ganze Zickenparade bewusst, insbesondere der Männer, die Fußpilz bekommen, wenn es um irgendwelche Gefühle geht.
Auch kein Wunder, denn Gefühle im partnerschaftlichen Bereich, wenn es um Liebe geht, erinnern zu sehr an die eigene Seele.
Pfui Teufel!
Wenn es aber ums Kräftemessen und die eigenen Interessen geht, da geht was bei der männlichen Energie.
Von wegen, Männer haben keine Emotionen.
Lass sie ein Fußballspiel anschauen oder beleidige ihren Propheten und du wirst sehen, wie viele Emotionen so ein männlicher Teil haben kann!
Von wegen, Männer seien emotionslos oder haben mit Zickenhaftigkeit nichts am Hut.
Dann ist mir der Spruch mit dem Fußball eingefallen.
So, wer ist nun im Halbfinale?