Scheichs - Die Erde und die Menschen arbeiten, sie kassieren ab

Es ist wirklich erstaunlich, dass Menschen, die nichts für die Menschengemeinschaft geleistet haben, am reichsten sind auf diesem Planeten.
Diese Menschen arbeiten keinen Strich, sondern verkaufen einfach nur das Erdöl und das Erdgas, das die Erde für alle Menschen gleichermaßen auf diesem Planeten produziert hat.
Wenn man nur einer handvoll Menschen das Recht gibt, sich an den Rohstoffen dieser Erde zu bereichern, dann versklaven sie damit alle anderen Menschen.
Man gibt ihnen Macht in die Hände, die sie nicht nur nicht verdient haben, sondern die sie dafür benutzen, alle anderen zu unterdrücken, zu unterjochen und diese Welt nach ihren perversen und abartigen Vorstellungen zu prägen, denn Menschen die so etwas tun, sind immer pervers und abartig.
Menschen, die einen Propheten verehren, der alle anderen Menschen in seinem Umfeld durch seinen Willen unterdrückt, versklavt, erniedrigt, gedemütigt, unterjocht, ausgeraubt, überfallen, ermordet und geschändet hat.
Genau dieser Geist, bekommt nun, durch diese Geisteskrankheit der kompletten Menschheit, ungeahnte Macht in die Hände gelegt, um somit die Energie zu stärken, die keine Freiheit des einzelnen Individuums zulässt, sondern durch Machtwahn, Gewalt und Ressourcenkontrolle versucht die Welt nach seinen Vorstellungen zu formen und alle in ihrem Umfeld dadurch zu beherrschen.
Deutsche und ihre Unternehmen arbeiten für solche Energien und werden sich dann wundern, dass ihre Enkel von diesen Energien beherrscht werden, ihre Freiheit unterdrückt wird, ihre Selbstbestimmung geraubt wird.
Wir arbeiten für unsere Versklaver und in nicht absehbarer Zeit werden diese so viel Macht in Händen halten, dass sie damit ganz Deutschland mit ihren perversen Idealvorstellungen, wie sich ein Mensch zu verhalten hat, dominieren werden und jeden Köpfen, Auspeitschen, Steinigen und ihm die Gliedmaßen entfernen lassen, wenn er sich nicht an diese perversen Vorstellungen hält.
Durch unser absolutes Mindesmaß überhaupt zu kapieren, wen wir mit dieser Vogel Strauß Politik fördern, versklaven und demütigen wir uns ständig und permanent auf`s Neue und setzen den Grundstein für die nachfolgenden Generationen, ihrer absoluten Freiheit, Selbstbestimmung und Würde beraubt zu werden.
Damit schmeißen wir alle Errungenschaften unserer Kultur, unserer Vorfahren und unserer Entwicklung auf den Müll der Geschichte.

Sie investieren Milliarden, jedes Jahr – mit großer Vorliebe in große deutsche Unternehmen...
Die Herrscherfamilie aus Katar greift der Deutschen Bank mit 1,75 Milliarden Euro unter die Arme! Heißt 6 Prozent der Aktien gehören künftig den Wüstenscheichs.
Der Deal: Die Kataris werden langfristig größte Einzelaktionäre der Bank, mischen sich aber nicht weiter in die Geschäfte ein.
Als Gegenleistung erwartet der Staatsfonds „Qatar Investment Authority (QIA)“ mit seiner Investment-Sparte Qatar Holding eine üppige Rendite. Das Ziel: 17 Prozent Rendite – gerechnet auf alle Beteiligungen.
„Die Türen stehen offen. Katar hat keine Geheimnisse und keine Mission, die Welt zu erobern”, sagt ein anderer hochrangiger Banker, der mehrere Transaktionen mit dem Fonds abgewickelt hat. „Es geht nur darum, strategisch Anteile an großen Unternehmen zu vorteilhaften Konditionen zu kaufen.”
Die Investments der Qatar Holding reichen inzwischen von Beteiligungen an Volkswagen (rund 17 Prozent Stammaktien), den Banken Credit Suisse und Barclays (knapp 7 Prozent) bis zum Fußballclub Paris Saint-Germain. 
Um den Club nach vorne zu bringen, verpflichteten die Scheichs nicht nur Fußball-Legende David Beckham, sondern auch Fallrückzieher-Gigant Zlatan Ibrahimovic. Beide Transfers zahlten sich für den Club bislang aber nicht aus.
In den vergangenen Monaten kamen kleinere Aktienpakete an Royal Dutch Shell (rund drei Prozent), dem Edel-Juwelier Tiffany's, Louis Vuitton und dem Münchener Industriekonzern Siemens hinzu.
Weitere Beteiligungen im Überblick
• Londoner Börse – ca. 20 Prozent
• Harrod's (Londoner Kult-Kaufhaus) – 100 Prozent. Kaufpreis 1,8 Milliarden Euro.
• Hochtief – rund 9 Prozent
• Lagardère (frz. Medienkonzern) – rund 13 Prozent
• Printemps (frz. Kaufhauskette) – 100 Prozent. Kaufpreis 1,6 Milliarden Euro
• bayerische Privatbank Merck Fink (gehört QIA zu 100 Prozent)
Zuletzt schielten die Kataris verstärkt auf Infrastruktur-Investments. 2012 schon erwarb der Staatsfonds 20 Prozent am Betreiber des Londoner Flughafens Heathrow, BAA, für 900 Millionen Pfund.
Aber auch Pipelines, Häfen und Autobahnen rücken zunehmend ins Interesse der Scheichs.
Auch der arabische Fernsehsender Al Jazeera gehört der Königsfamilie.
Der Internationale Währungsfonds schätzt das Volumen der Auslandsinvestitionen auf 136 Milliarden Euro.
Woher kommt das ganze Geld?
Der katarische Staatsfonds sitzt geschätzt auf Investments von rund 200 Milliarden Dollar – und jedes Jahr wird der Schatz größer.
Das Geld kommt aus dem Export von Erdgas und Erdöl, schließlich ist der Golfstaat der weltgrößte Exporteur von verflüssigtem Erdgas.
Bei einem Ölpreis von 100 Dollar je Barrel kommen damit rund 200 Milliarden Dollar im Jahr herein, rechnet ein Banker vor. Nach Abzug von Staatsausgaben blieben 50 Milliarden Dollar übrig, die die QIA anlegen darf.
Die Qatar Holding hat nach eigenen Angaben 2012 30 Milliarden investiert.
„Ob Aktien, Anleihen, Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen. Wir schauen uns jeden Sektor in jedem Land der Welt an”, erklärte Hussain al-Abdullah, Vize-Chef der Qatar Holding, unlängst.
Ab fünf Milliarden entscheidet der Emir
Doch ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn Entscheidungen treffen in Katar nur eine Handvoll Leute – ein Flaschenhals, wenn es um Geschwindigkeit geht.
Alle Transaktionen müssen vom Vorstand abgenickt werden, dem Notenbankchef Abdulla bin Saoud al-Thani und Finanzminister Yousef Kamal angehören. Chef ist Ministerpräsident Scheich Hamad bin Jassim al-Thani.
Daneben gibt es Ahmad al-Sayed, den Chef der Qatar Holding.
„Wenn der Deal die Schwelle von fünf Milliarden Dollar überschreitet, muss der Emir selbst seinen Segen geben”, so ein Insider.
Im Sommer 2013 hatte Scheich Hamad Bin Chalifa al-Thani (61) die Macht an seinen Sohn Tamim (33) übergeben. Keiner hatte damals mit einem so frühen Generationswechsel gerechnet.
Politisches Engagement
Auch politisch mischen die Scheichs mit.
Das Königshaus von Katar unterstützte die Rebellen gegen den libyschen Machthaber Gaddafi. Heute bekommen die Gegner des syrischen Regimes Geld und Waffen aus dem Wüstenstaat.
Kürzlich sagten die Kataris der Hamas 400 Millionen Dollar Finanzhilfe zu. Auch die Rebellen im Norden Malis, die afghanischen Taliban und angeblich auch radikalislamische Salafisten bekommen Gelder aus Doha.
Das Engagement ist nicht ganz uneigennützig.
Die Elite des Wüstenstaates (auch die Königsfamilie) ist Anhänger der ultrakonservativen, sunnitischen Auslegung des Islam, dem Wahabismus. Wie in Saudi Arabien setzt man auch in Katar alles daran, um die Schiiten (Syrien und Iran) zu schwächen.


Amnesty Report 2013

Katar

Amtliche Bezeichnung: Staat Katar
Staatsoberhaupt:
Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani
Regierungschef:
Scheich Hamad bin Jassim bin Jabr Al Thani
Das Recht auf freie Meinungsäußerung blieb 2012 weiterhin eingeschränkt. Neue Fälle von Folterungen wurden bekannt. Frauen waren noch immer vor dem Gesetz und im täglichen Leben benachteiligt und wurden zur Zielscheibe von Gewalt. Ausländische Arbeitsmigranten, die den Großteil der Arbeitskräfte im Land stellen, genossen nach wie vor keinen ausreichenden gesetzlichen Schutz gegen Ausbeutung und Misshandlungen durch ihre Arbeitgeber. Im Jahr 2012 wurde mindestens ein Todesurteil verhängt. Meldungen über Hinrichtungen gab es keine.

Recht auf freie Meinungsäußerung

Die Behörden übten eine strenge Kontrolle des Rechts auf freie Meinungsäußerung aus und verschärften die Einschränkungen noch durch den Entwurf eines neuen Mediengesetzes. Sollte dieses Gesetz in Kraft treten, müssten alle Veröffentlichungen durch eine von der Regierung eingesetzte "zuständige Behörde" genehmigt werden. Diese Einrichtung hätte dann die Befugnis, Inhalte zu streichen oder den Abdruck ganz zu verbieten.
  • Der Dichter Mohammed al-Ajami, auch als Mohamed Ibn al-Dheeb bekannt, wurde am 29. November 2012 wegen "Anstiftung zum Sturz der aktuellen Regierung" und "Beleidigung des Emirs" von einem Strafgericht in Doha zu lebenslanger Haft verurteilt. In seinen Gedichten hatte er die Unterdrückung in den Golfstaaten angeprangert. Nach seiner Verhaftung im November 2011 war er ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten worden; der Dichter ist offenbar ein gewaltloser politischer Gefangener. Er legte gegen das Urteil Berufung ein.

Rechte von Arbeitsmigranten

Ausländische Arbeitsmigranten, die mehr als 90% der Arbeitnehmer Katars stellen, genossen weiterhin keinen ausreichenden gesetzlichen Schutz vor Ausbeutung und Misshandlungen durch ihre Arbeitgeber. Die Behörden versäumten es, die Schutzvorschriften, die im Arbeitsgesetz von 2004 und in weiteren Dekreten festgeschrieben sind, angemessen durchzusetzen. Die Lebensbedingungen der Arbeitsmigranten waren oft völlig unzureichend. Viele Arbeiter gaben an, sie hätten Überstunden über das maximale gesetzliche Maß hinaus ableisten müssen oder einen deutlich geringeren Lohn als vertraglich vereinbart bekommen.
Die überwiegend als Hausangestellte arbeitenden weiblichen Arbeitsmigranten sowie andere Arbeitnehmer blieben von den Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes ausgeschlossen. Damit waren sie ganz besonders Ausbeutung und Misshandlungen sowie sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Die Regierung hatte sich zuvor verpflichtet, Gesetze zur Lösung dieses Problems zu erlassen. Bis Ende 2012 waren jedoch keine entsprechenden Schritte eingeleitet worden.
Das Sponsorengesetz aus dem Jahr 2009 schreibt vor, dass ausländische Arbeitsmigranten verpflichtet sind, eine Genehmigung ihres Sponsors einzuholen, wenn sie Katar verlassen oder den Arbeitgeber wechseln möchten. Arbeitgeber nutzten dieses Gesetz aus, um Arbeiter daran zu hindern, im Falle von Missbrauch bei den Behörden Beschwerde einzulegen oder den Arbeitsplatz zu wechseln. Das Sponsorensystem erhöhte für die Arbeiter das Risiko der Zwangsarbeit. Im Oktober berichtete die staatliche Nachrichtenagentur, dass das Kabinett einen Untersuchungsausschuss zur Frage des Sponsorensystems einsetzen werde.

Diskriminierung - Recht auf Staatsbürgerschaft

Rund 100 Menschen, denen in den vergangenen Jahren ihre katarische Staatsbürgerschaft entzogen worden war, blieb aufgrund ihrer Staatenlosigkeit weiterhin der Zugang zu Arbeit sowie zum Sozialversicherungs- und Gesundheitssystem verwehrt. Davon betroffen waren vor allem Angehörige der al-Murra-Gemeinschaft. Sie durften gegen den Entzug ihrer Staatsbürgerschaft keinen Einspruch erheben und konnten die Rechtmäßigkeit der Maßnahme somit nicht anfechten.

Folter und andere Misshandlungen

Es gab Berichte über neue Fälle von Folter und anderen Misshandlungen.
  • Nach ihrer Freilassung gaben Abdullah al-Khawar und Salem al-Kawari an, dass sie während ihrer Haft aus Gründen der Sicherheit im Jahr 2011 ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren geschlagen und an den Extremitäten aufgehängt worden seien. Sie hätten über Stunden hinweg stehen müssen, nicht schlafen dürfen, seien in winzigen Zellen in Einzelhaft gehalten worden und über lange Zeit kalten Temperaturen ausgesetzt gewesen. Damit wollte das Verhörpersonal "Geständnisse" von ihnen erpressen. Die Behörden leiteten keine Untersuchungen zu diesen Vorwürfen ein. Die Verantwortlichen wurden nicht zur Rechenschaft gezogen.
Im November fand eine Überprüfung von Katars Umsetzung des UN-Übereinkommens gegen Folter statt. Der UN-Ausschuss gegen Folter forderte die Regierung dringend auf, die grundlegenden Sicherheitsbestimmungen der Konvention in der Praxis für alle inhaftierten Personen anzuwenden. Es müsse sichergestellt werden, dass Vorwürfe über Missbrauch unverzüglich und unabhängig untersucht würden und die Gefangenen die Rechtmäßigkeit ihrer Haft und ihrer Behandlung während der Haft überprüfen lassen könnten.

Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Frauen wurden immer noch vor dem Gesetz und im täglichen Leben diskriminiert und waren nur unzureichend gegen häusliche Gewalt geschützt. Sie wurden insbesondere durch das Familienrecht benachteiligt, das es Männern sehr viel leichter machte, die Scheidung einzureichen, als Frauen. Letztere hatten im Falle einer Scheidung oder Trennung von ihrem Ehemann mit erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen zu rechnen.

Todesstrafe

2012 wurde mindestens ein Todesurteil verhängt. Ein Mann aus Sri Lanka wurde wegen Mordes verurteilt. Es gab jedoch keine Berichte über Hinrichtungen. Mindestens sechs Männer sollen sich zum Jahresende in den Todeszellen befunden haben. Sie waren 2001 wegen ihrer Beteiligung am Putschversuch im Jahr 1996 zum Tode verurteilt worden.

https://www.amnesty.de/jahresbericht/2013/katar



Amnesty Report 2011

Katar


Amtliche Bezeichnung:
Staat Katar
Staatsoberhaupt:
Scheich Hamad bin Khalifa al-Thani
Regierungschef:
Scheich Hamad bin Jassim bin Jabr al-Thani
Todesstrafe:
nicht abgeschafft
Einwohner:
1,5 Mio.
Lebenserwartung:
76 Jahre
Kindersterblichkeit (m/w):
10/10 pro 1000 Lebendgeburten
Alphabetisierungsrate:
93,1% Frauen waren 2010 weiterhin Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Ausländische Arbeitsmigranten wurden ausgebeutet und misshandelt und genossen keinen ausreichenden rechtlichen Schutz. Etwa 100 Menschen blieb die Staatsbürgerschaft willkürlich vorenthalten. Gerichte ordneten auch weiterhin Auspeitschungen an. Nach wie vor ergingen Todesurteile, Hinrichtungen fanden jedoch nicht statt.

Hintergrund

Im Juni 2010 wurde zum ersten Mal in der Geschichte Katars eine Frau zur Richterin ernannt. Sie wurde an ein erstinstanzliches Gericht berufen.
Ebenfalls im Juni beurteilte der UN-Menschenrechtsrat im Rahmen der Universellen Regelmäßigen Überprüfung (UPR) die Lage der Menschenrechte in Katar. Das Land wurde dringend aufgefordert, seine Verpflichtungen zur Umsetzung der Menschenrechte zu erfüllen. Insbesondere soll es die Gesetze reformieren oder abschaffen, die Frauen diskriminieren. Im Mai wurde Katar als Mitglied des UN-Menschenrechtsrats wiedergewählt.
Das Strafgesetz wurde im Juni dahingehend reformiert, dass Folter und Einschüchterung nun klarer definiert sind. In Fällen, in denen Folter zum Tod führt, ist jedoch als mögliche Strafe weiterhin die Todesstrafe vorgesehen.

Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen

Frauen wurden auch weiterhin durch Gesetze sowie im täglichen Leben diskriminiert. Es gab für sie auch keinen wirksamen Schutz gegen familiäre Gewalt.

Recht auf freie Meinungsäußerung

Mindestens sechs ausländische Staatsbürger wurden 2010 wegen Blasphemie verurteilt. Vier von ihnen erhielten die Höchststrafe von sieben Jahren Haft. So verurteilte ein erstinstanzliches Gericht in Doha im Juli 2010 einen libanesischen Staatsbürger zu sieben Jahren Haft wegen Blasphemie. Er soll "blasphemische Worte" geäußert haben, als er auf einer Bahre zu einem Krankenwagen getragen wurde. Es ist nicht bekannt, ob der Betreffende und die übrigen Ausländer ihre Haftstrafe antreten mussten.
Mindestens 90 Personen, vor allem ausländische Staatsbürger, wurden wegen "unerlaubter sexueller Beziehungen" schuldig gesprochen. Sie wurden entweder ausgewiesen oder zu Haftstrafen mit anschließender Ausweisung verurteilt. Zwei Männer wurden der Homosexualität für schuldig befunden, die Strafen gegen zwei weitere Männer wegen derselben "Straftat" wurden bestätigt.
Der Entwurf für ein neues Pressegesetz, welches das Gesetz Nr. 8 von 1979 ersetzen soll, wurde vom Kabinett gebilligt. Ende 2010 war es jedoch noch nicht in Kraft getreten.

Rechte von Arbeitsmigranten

Ausländische Arbeitsmigranten, die mehr als 80% der Bevölkerung Katars stellen, wurden trotz der jüngsten Änderungen der Arbeitsgesetze weiterhin von ihren Arbeitgebern misshandelt und ausgebeutet. Im November 2010 kündigte der Ministerpräsident an, man werde das kafala-System einer Überprüfung unterziehen und gegebenenfalls ändern. Dieses System regelt das Verhältnis zwischen Arbeitsmigranten und Arbeitgebern.

Diskriminierung - Recht auf Staatsbürgerschaft

Die Regierung verweigerte nach wie vor etwa 100 Menschen die katarische Staatsbürgerschaft. Davon betroffen waren vor allem Angehörige der al-Murra-Ethnie, denen ein gescheiterter Putschversuch im Jahr 1996 zur Last gelegt wird. Für die Betroffenen bedeutete dies, dass sie von Arbeitsplätzen, der Sozialversicherung und vom Gesundheitssystem ausgeschlossen waren oder nicht nach Katar einreisen durften. Es gab keine rechtliche Handhabe gegen diese Maßnahme.

Recht auf Freizügigkeit

  • Als Rashid al-Amoodi am 4. Juli 2009 von Doha nach Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) reisen wollte, wurde ihm mitgeteilt, er dürfe das Land nicht verlassen. Das Reiseverbot war Ende 2010 noch immer in Kraft. Er wurde von den Behörden weder offiziell über die Maßnahme informiert, noch konnte er Schritte unternehmen, um sie rechtlich anzufechten. Die Regierung nannte auch keine Gründe für das Reiseverbot.

Haft ohne Anklage oder Gerichtsverfahren

Mutmaßliche Straftäter wurden Berichten zufolge 2010 ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren in Haft gehalten.
  • Der britische Staatsbürger Mohamed Farouk El Mahdy war am 15. Oktober 2009 festgenommen worden. Er blieb bis zum 14. September 2010 ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren in Haft, bevor er gegen Kaution freikam. Seine Festnahme stand im Zusammenhang damit, dass ein Kunde seines früheren Arbeitgebers angeblich einen Kredit nicht zurückzahlen konnte.

Grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafen

Mindestens 21 Personen, zumeist ausländische Staatsbürger, wurden wegen Vergehen im Zusammenhang mit "unerlaubten sexuellen Beziehungen" oder Alkoholkonsum zu 30 bis 100 Peitschenhieben verurteilt. Diese Strafen werden nur an Muslimen mit gutem Gesundheitszustand vollzogen. Es ist nicht bekannt, ob die Urteile vollstreckt wurden.

Todesstrafe

Gegen mindestens drei Personen wurden die Todesurteile vom Berufungsgericht bestätigt. Mindestens 17 Personen sollen sich Ende 2010 in den Todeszellen befunden haben, darunter mindestens sieben, die 2001 wegen ihrer Beteiligung am Putschversuch im Jahr 1996 zum Tode verurteilt worden waren. Es gab keine Berichte über Hinrichtungen.
Im Dezember gehörte Katar zu den wenigen Staaten, die gegen die Resolution der UN-Generalversammlung für ein weltweites Hinrichtungsmoratorium stimmten.


http://www.amnesty.de/jahresbericht/2011/katar

http://petraraab.blogspot.de/2014/05/katar-bis-zum-anpfiff-sterben-4000.html