Die Energie des Teufels

Ja, es gibt ihn, den Teufel, nur nicht so, wie die meisten Menschen ihn vermuten, denn er ist eine Energie, eine Energie, die jeden gespaltenen Menschen umfasst hat.
Der Teufel steuert die Geschicke des Menschen, ohne dass der Mensch überhaupt wahrnimmt, dass er vom Teufel gesteuert wird.
Es ist seine eigene Energie des Schmerzes der Spaltung, die ihm die Übernahme über sich selbst ermöglicht hat.
Es ist die Abspaltung von allem Göttlichen. Von allem, was einen Menschen erst ausmacht.
Diese Energie ist eiskalt. Sie kennt keine menschliche Wärme, kein Mitgefühl, kein Einfühlungsvermögen.
Sie hat sich von allem Menschlichen abgespalten. Fühlen, bedeutet für diese Energie den Tod.
Je mehr Gewalt der einzelne Mensch erlebt hat, je mehr hat ihn diese Energie in seinem Griff. Je mehr ist er abgespalten von seinem eigenen Selbst.
Hat er bereits beim Eintreffen in die Materie zu viele Gewaltenergien um sich herum, hat er nicht einmal im Mindestmaß die Chance, sich hin zu sich selbst weiterentwickeln zu können.
Je weniger er sich für das Positive in seinem Leben entscheidet, je mehr Negativität nimmt er in seine nächste Reinkarnation mit.
So hat der Mensch jederzeit selbst die Wahl, wie weit und wie lange er sich noch in seinem Schmerz aufhalten will. Wählt er die Manipulation des Schmerzes, verlängert er damit seinen Aufenthalt in der Hölle.
In jedem Leben hat der Mensch die Wahl, welche Energie er wählt, die Positive oder die Negative.
Diejenige, die ihn zum Handlanger des Teufels werden lässt oder diejenige, die ihn gegen den Teufel arbeiten lässt. Wer gegen den Teufel arbeitet, der versklavt, erniedrigt, demütigt und zwingt keine anderen Menschen mehr dazu dem eigenen Willen zu folgen. Der nützt die Ressourcen oder seine körperliche Gewalt nicht mehr dazu, um andere Menschen dem eigenen Willen gefügig zu machen. Dies deutet nämlich darauf hin, dass einen der Teufel noch fest im Griff hat. Zinssystem, Spekulationen, Gewinnmaximierung und überhöhte Stundenlöhne, sind Systeme die der Teufel gelegt hat, um sich über andere zu erhöhen.
Mit diesen Systemen schafft er es, seinen Status über andere zu halten und auszubauen.
Dem Teufel geht es immer darum, durch Gewalt, sein Empfundenes eigenes Defizit durch die Selbsterhöhung zu verdrängen. Das ist sein primäres Ziel. Das ist die Energie, die den Teufel steuert.
Dafür geht er über Leichen. Mitgefühl, Einfühlungsvermögen, Gleichheit, Warmherzigkeit, Sanftmut, Anteilnahme und Gerechtigkeit, sind dem Teufel fremd. Er kennt nur dieses Ziel und zur Durchführung dafür, sind ihm alle erdenklich schlechten Möglichkeiten gerade recht.
Das Menschliche, steht ihm dabei nur ihm Weg. Das Menschliche, ist sein Todfeind. Ist das, was ihn von seinem Ziel abbringen will. Deshalb muss es mit allen Mitteln tagtäglich, in jeder Sekunde seiner Existenz, vernichtet, unterdrückt, gedemütigt und geschwächt werden.
Jeder Mensch wird in diese Energie, durch seine Spaltung, hineingeboren. Die Eltern haben diese Energie, die Geschwister haben diese Energie, die Freunde haben diese Energie und man selbst ist diese Energie.
Es findet ständig und permanent ein Kampf um die Vormachtstellung innerhalb dieser Gemeinschaften statt und nur nach außen hin, wird auf "Friede, Freude, Eierkuchen" gemacht, um sich nicht einzugestehen, Teil dieser Energie zu sein.
Der Mensch versucht zumindest in vereinzelten Fällen schon so positiv wie möglich zu handeln, doch das dient nur dem Zweck, sich selbst einzureden, nicht zu dieser Energie dazuzugehören, wirklich aus sich selbst heraus, kann er aufgrund dessen, dass er noch gespalten ist, nicht agieren.
Er spielt das Gut nur. Er hat erst dann die Möglichkeit, sich hin zu sich selbst zu entwickeln, wenn ihm, in einem Gnadenakt, sein verlorener anderer Teil, manifestierend für sich selbst, zu seiner vollkommenen Ergänzung gegenübertritt.
Dann erst kann er aus seiner Scheinwelt heraustreten.
Das ist die vielbeschworene Liebe, von der alle Reden, die jedoch im gespaltenen Zustand nur eine emotionale, vom Schmerz gesteuerte Angelegenheit ist.
Wirklich lieben kann der Mensch erst, wenn er seinen Schmerz der Spaltung überwunden hat, durch die Vereinigung mit sich selbst.