Wenn Männer Waschmaschinen programmieren

Ja, es ist toll, dass wir jetzt eine Waschmaschine haben, doch es nützt uns nichts, wenn sie nicht ordentlich wäscht.
Dann ist das nichts Halbes und nichts Ganzes.
Im Grunde ist es schon traurig, wenn die ganze studierte Klientel nicht dazu in der Lage ist, eine vernünftige Waschmaschine herzustellen, die den Anforderungen einer normalen sauberen Wäsche gerecht wird.
Erst habe ich mich gewundert, warum die Wäsche fast dreckiger wieder aus der Waschmaschine kommt, als ich sie reinhabe.
Weiße Schlieren überall und von sauber keine Spur.
Zuerst dachte ich noch, das ist vielleicht das Pulver und ich habe zu viel davon verwendet oder es hat sich irgendwo in der Maschine davon etwas abgelagert.
Deshalb nahm ich keinerlei Pulver mehr und Entkalkte meine Waschmaschine vorsichtshalber erst einmal, es hätte ja auch Kalk sein können.
Nach dieser ganzen Aktion, kam sie aber immer noch so halbgewaschen wieder aus der Maschine.
Deshalb habe ich mir gedacht, ich schaue dem ganzen Treiben einmal zu.
Danach wusste ich, woran es lag.
Die Maschine wurde von Dilettanten entwickelt und programmiert.
In dem Wahn, an falscher Stelle Wasser zu sparen, hätten sich die Waschmaschinenhersteller gleich das Bauen von Waschmaschinen sparen können.
Was ich da sah, spottete jeder Beschreibung.
Bereits beim Hauptwaschgang zog die Maschine so wenig Wasser, dass die Kleidung gerade mal so etwas wie angefeuchtet wurde. Diese Anfeuchtung führte jedoch dazu, dass der Dreck, jetzt zähflüssiger in der Waschmaschine war und sich gleichmässig auf die Wäsche verteilte. Nun könnte man meinen, OK, er wird dann weggespült, doch weit gefehlt. Nach dieser Aktion, wurde erst einmal diese Pampe schön in das Gewebe geschleudert. Nach dieser Prozedur, wurden gefühlte zwei Wassergläser Wasser für den Spülvorgang geholt und dreimal die Maschine umgedreht, damit Mann sagen kann, es wurde gespült.
Danach wird dann auch diese Pampe durch einen viel zu langen Schleudergang noch mehr in die Wäsche gearbeitet. Das Ganze wiederholt sich dann dreimal und dann wundert sich Hausfrau, warum die Wäsche vollkommen dreckig wieder aus der Maschine entlassen wird.
Wenn die Herren der Schöpfung keine Lust auf saubere Wäsche haben und nur mit halben Herzen dabei sind, wenn es um die Angelegenheiten der Hausfrau geht, dann ist es kein Wunder, dass so etwas dabei herauskommt. Hier wurde an der vollkommen falschen Stelle gespart, aber es ist ja nur die Hausfrau.
Wenn Mann auch nur halbwegs seinen Verstand eingesetzt hätte, dann würde er lieber kleinere Autos bauen und das ein oder andere Mal auf sein Steak verzichten, dann wäre das Wassersparen an exakt der Stelle angelangt, wo es auch wirklich hingehört.
Ich persönlich stehe nun bei jedem Waschvorgang mit einem Milchtopf Spalier und versuche in der kurzen Zeit die mir dafür bleibt, so viel Wasser wie möglich in den Wasch- und Spülvorgang zu bringen und was soll ich sagen, die Wäsche kommt sauber aus der Waschmaschine. So ganz gönnt uns die Männerwelt wohl doch noch nicht das wohlverdiente Beinehochlegen bei der Hausarbeit.