Am Ende des Tages

Du sitzt gerade irgendwo an einem Tisch,
isst gerade und trinkst was dazu.
Unterhälst dich mit Menschen, lachst,
machst Scherze und erteilst Ratschläge.
Du führst die Gabel zum Mund und lobst das
gute Essen.
Du unterhälst dich über Gott und die Welt.
Ab und zu schaust du aus dem Fenster oder
gehst dabei auch kurz mal zur Toilette, oder auch
länger.
Dann kommst du wieder, unterhälst dich weiter,
tust so, als ob dich das Gesagte wirklich interessiert.
Doch in all dieser ganzen Zeit, in der du deinem
Tagesgeschäft nachgehst, fühlst du dich nur wie eine
Marionette, die ihren gelernten Part aufsagt.
Wie ein Schauspieler, der jeden Tag den auswendig
gelernten Text auf der Bühne herunterspielt.
Am Ende des Tages gehst du in dein Zimmer,
in dem ich auf dich warte, um dir in diesem stillen
Moment zu sagen, dass ich dich liebe.