Haben sie auch schon mal eine Showfamilie gegründet?

Die meisten Menschen gründen keine Familie aus der Liebe heraus, sondern einfach nur, weil es sich so gehört.
Das haben sie von anderen so gesehen und deshalb leben sie dieses Muster einfach nach.
Da wird dann jemand ausgesucht, der einigermaßen zu den Vorstellungen des anderen Geschlechtes passt und auf geht es. Zuerst wird die gemeinsame Wohnung anvisiert, dann wird ein paar Jahre gemeinsam darin gelebt und wenn man feststellt, dass man sich aneinander gewöhnt hat, dann geht das Kinderzeugen los.
Dann werden die obligatorischen zwei Kinder gezeugt. Wie üblich haben alle die gleichen eingepflanzten Denkmechanismen, wenn es um die Kinderzeugung geht, die da wären, dass ein Kind alleine dieser Familie noch nicht wirklich das Gefühl gibt, schon eine Familie zu sein. Erst mit dem zweiten Kind, ist dieses Gefühl abgeschlossen. Dann kann man sagen, ja, wir sind nun eine Familie.
Ab dem zweiten Kind wird das Gefühl dafür so richtig rund. Jetzt kann man so richtig auf Familie machen.
Selbstverständlich wird das von dem Mantra:
-ein Kind alleine ist nicht gut
-Es braucht jemanden zum spielen
-Ein Einzelkind ist nicht gut
-Einzelkinder sind zu verwöhnt
-Einzelkinder werden zu große Egoisten
-Wir waren auch mehrere etc. etc. etc.
abgerundet.
Die meisten haben diesbezüglich exakt den gleichen Chip programmiert. Dann wird dieses Modell so gut es geht durchgelebt. Selbstverständlich ist man dabei nur ein Roboter der sein einprogrammiertes Programm abspielt. Von Leben und Glüchlichsein selbstverständlich keinerlei Spur, auch wenn viele sich dabei selbst einreden, dass dies dann das Glück sei. Ist dieser einprogrammierte Hauptwaschgang beendet und sind die Kinder groß und ausgezogen, dann kommt meistens die Trennung vom Partner, weil man erkennt, dass man nur wie ein Roboter agiert hat. Dann versucht man noch einmal auf seine letzten Tage, durch einen anderen Partner sein Glück zu leben. Erstmal ist man glücklich, dass man den Alten nach so einer langen Zeit endlich losgeworden ist und alleine die Tatsache, dass der Nächste dann anders ist, erfüllt einen für ein paar Jahre mit Freude. Dann hat man sich auch an diesen Partner gewöhnt. Für eine Trennung ist es jetzt nun aber in den allermeisten Fällen zu spät, also zieht man das dann noch bis zum Tod durch.
Glücklich war man nie, aber zumindest hat man auf perfekte Weise die Illusion von Glück bis zu seinem Lebensende durchgespielt.