Haben sie auch noch ein Tier?

Dieser Beitrag hat gerade dazu gebellt, geschrieben zu werden. Zwei Nächte hintereinander hat mich nun schon Hundegebell aus meinem natürlichen Schlaf gerissen, da ein Nachbar von mir meint, der ganzen Nachbarschaft sein Tier auf`s Auge oder besser noch auf den Gehörgang drücken zu müssen, was das ganze Ausmaß dieser Abartigkeit aufzeigt.
Tiere gehören nicht in Menschenhand. Tiere sind freie Geschöpfe, die man nicht für seine eigenen egoistischen Zwecke, wie zum Beispiel zur Überbrückung seiner Einsamkeit, benutzt.
Der Mensch hatte gar nicht das Recht, sich Tiere untertan zu machen. Welches Wesen will von einem anderen untertan gemacht werden? Es gibt kein einziges im Universum.
Es ist der Egoismus des Menschen, der ihm das Tier zur Seite gestellt hat. Es ist der Egoismus des Menschen, sich ganze Rassen für seine Zwecke zu Nutzen zu machen. Mehr Geist wie andere zu haben bedeutet aber nicht, sich diese anderen Lebewesen zu Nutze zu machen, sondern im Gegenteil, diesen Geist dafür zu benutzen, das zu erkennen, ansonsten benutzt man seine eigene Überlegenheit gegen sich selbst.
Wenn man sein Bewusstsein nur dafür benutzt, um andere Spezies zu übervorteilen, auszubeuten und sich untertan zu machen, dann ist man nicht die überlegenere Spezies. Überlegen ist man, wenn man sein erweitertes Bewusstsein dafür benutzt, um das zu erkennen. Dann ist man die überlegenere Spezies.
Überlegen kommt von Überlegen.
Deshalb ist es abartig, diese Überlegenheit nicht zum Wohle aller Individuen einzusetzen. Ein Lebewesen so lange umzugestalten, dass es irgendwann zu den eigenen Vorstellungen vom Leben passt, ist nicht gottgleich sondern dämonisch. Einen Wolf so lange umzuändern, dass irgendwann ein Schoßhund dabei herauskommt ist nicht überlegen, sondern abartig. Eine Spezies so lange umzuzüchten, dass ein Bellen dabei herauskommt, spiegelt diese Abartigkeit wider. Ein Wolf bellt nicht. Diese Abartigkeit von einzelnen die aus der Reihe tanzten, um somit ihrer Versklavung einen Ton zu geben, wurde so lange vom Menschen herausgezüchtet, bis seine Abartigkeit laut für alle zu hören war. Jedes Hundegebell drückt die Abartigkeit des gespaltenen Menschen aus. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass der Nachbarshund, wie zum vereinbarten Zeichen, genau jetzt in diesem Moment noch einmal gebellt hat.