Der Fleiß im Außen ist die Faulheit im Innen

Die innere Faulheit sich wirklich weiterentwickeln zu wollen, drückt sich durch übermäßigen Fleiß im Außen aus.
Je fauler der Mensch im Inneren ist, je fleißiger wird er im Außen. Je mehr versucht er über das Außen diesen Mangel zu kaschieren. Menschen die wissen, dass sie stinkefaul sind, wollen sich somit ein Alibi verschaffen. Sie wollen sich selbst überzeugen, dass sie nicht faul sind und Arbeiten sich fast zu Tode.
Die Menschheit könnte schon längst weitaus weniger im Außen arbeiten, in dem sie zum Beispiel die Dinge einfach haltbarer herstellt und weniger konsumiert und die Vorteile der Maschinen auf alle überträgt.
Anstatt die Errungenschaften der Maschinen dafür zu nutzen, um auch wirklich deshalb weniger zu arbeiten, werden die eingesparten Stunden mit vollkommen sinnlosen Tätigkeiten gefüllt, Hauptsache man arbeitet genauso lang wie schon vor der Erfindung der Maschinen. Die Menschen fühlen sich als Versager, wenn sie nicht mindestens 8 Stunden am Tag arbeiten. Dann fühlen sich die meisten als faul. Nur wenn sie ihren Tag mit Arbeit füllen, dann fühlen sie sich als vollwertige Menschen. Nur wer arbeitet, ist ein guter Mensch. Was er arbeitet ist dabei vollkommene Nebensache, selbst wenn er durch seine Arbeit die Erde ausbeutet, seine Mitmenschen und sich selbst. Selbst wenn er den größten Giftmüll produziert, immer noch besser als gar nichts zu machen. Diejenigen die diese Erde in eine Kloake verwandeln werden trotzdem noch höher bewertet als diejenigen, die sich ihre Finger diesbezüglich nicht schmutzig machen.
Die Menschen die erkannt haben, dass nur ein perfides System sie zu so viel Arbeit zwingt und sich deshalb nicht mehr selbst verraten wollen, werden von denjenigen die das noch nicht durchschaut haben als faul abgestempelt, derweilen sind sie diejenigen die zu faul sind sich das auf ihre Festplatte zu speichern.
Es ist die Faulheit der angeblichen Fleißigen, die diese Erde zugrunde richtet, weil sie sich keine Zeit nehmen, sich wirklich weiterzuentwickeln. Als Ausrede machen sie andere für ihre Faulheit verantwortlich und gehen somit eine perfide Wechselwirkung mit diesen sogenannten Ausbeutern ein. Lieber jammern sie über ihre Peiniger, um so weitermachen zu können wie immer. Nichts ist schlimmer, als sich Zeit für die eigene Entwicklung zu nehmen. Wer im Außen arbeitet, dem bleibt dies erspart. Nur nicht über sich selbst und das eigene Leben nachdenken, dann doch lieber so tun als ob man arbeitet. Lieber so tun, als ob man keine andere Wahl hat.
Nichts fürchtet der Faule mehr als Zeit. Zeit ist sein größter Feind. Sie ist der Spiegel der Seelenpein.
Der Seelenpein sich selbst einzugestehen, dass man gar nicht so fleißig war, wie man sich immer eingeredet hat.