Wohnt in ihrer Stadt auch ein Satanist?

https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/satanismuss-als-anerkannte-religion

Als Erstes musste ich herzlich über diese Petition lachen, eher gesagt ich bekam erst einmal einen Lachanfall.

Satanismus als anerkannte Religion
https://www.openpetition.de/petition/online/satanismuss-als-anerkannte-religion

Da ich aber keinerlei Angst habe, auch vor Satan nicht, machte ich mich daran, diese Petition und das Geschriebene etwas genauer zu durchleuchten.
Selbstverständlich denkt man bei Satanismus erst einmal an geschlachtete Kinder und geschlachtete Jungfrauen, doch jetzt wollte ich es genauer wissen.
Zuerst las ich mir mal die Argumente der Befürworter durch um dann auf Wikipedia zu gehen, um mich dort noch etwas genauer über Satanismus zu informieren und siehe da, die anfängliche Prägung über diesen Begriff hat seinen Schrecken verloren.
Insbesondere dann, als ich diese Zeilen hier fand:


Satanistische Ideologien und Weltanschauungen
In den meisten „modernen“ satanistischen Ideologien stehen – im Gegensatz zum „traditionellen“ Satanismus – die Anbetung oder Anrufung des Teufels, Satans, Luzifers oder von Dämonen, sowie magische Praktiken nicht im Vordergrund, zentral ist stattdessen die Förderung der eigenen Göttlichkeit, die zum Beispiel im Ausleben der Sexualität zum Ausdruck gebracht wird; Satan wird zumeist als Symbol für den Widerstand gegen religiöse Dogmen verstanden. Der Mensch wird zum Maß der Dinge und ist sein eigener Gesetzgeber, was sich in weltanschaulichem Sozialdarwinismus ausdrücken kann. Die Individualität steht im Vordergrund. Okkultismus und Satanismus sind in den meisten Fällen als getrennt zu betrachten.
Während Religionen und Philosophien wie das Christentum, der Islam oder der Buddhismus dem Pfad der rechten Hand zugeordnet werden, bezeichnen sich satanistische Gruppierungen als dem Pfad zur linken Hand zugehörig. Man unterscheidet zwei Richtungen: Beim Pfad der rechten Hand werden religiöse Gebote befolgt mit Zielen wie Verschmelzung oder Einswerden. Der Pfad zur linken Hand widmet sich Vergöttlichung/Apotheose und betrachtet das Bewusstsein individueller Existenz als besonderes Geschenk und Chance für die Entwicklung des menschlichen Potenzials. Dennoch sind nicht alle Richtungen, die dem linkshändigen Pfad zugerechnet werden, als satanistisch zu verstehen (vgl. Tantra).


Interessant an dieser Betrachtungsweise ist, dass der männliche Teil, also die linke Gehirnhälfte, sich selbst und sein Wesen verteufelt.

http://www.satjanas.de/wirklichkeiten.html

Das Problem ist auf der linken Seite des Gehirns angesiedelt – bei der männlichen Komponente. Aufgrund der Natur der Ausrichtung des männlichen Gehirns – spiegelbildlich zum weiblichen – ist seine logische Komponente vorwärtsgerichtet (stärker dominant), während beim weiblichen die logische Komponente rückwärtsgerichtet ist (weniger dominant). Die linke Gehirnhälfte erfährt keine Einheit, wenn ihr euch die Wirklichkeit betrachtet; sie sieht nur Teilung und Trennung. Aus diesem Grund hat es der männliche Aspekt von uns hier auf der Erde recht schwer. Selbst unsere bedeutendsten heiligen Bücher, etwa der Koran, die hebräische Bibel und die christliche Bibel, haben alles in Gegensatzpaare eingeteilt. Die linke Gehirnhälfte erfährt, dass es Gott gibt, aber dann ist da auch noch der Teufel – vielleicht nicht ganz so stark wie Gott, aber dennoch von immensem Einfluss. Also wird selbst Gott dual gesehen, als ein Pol der gegensätzlichen Kräfte von Licht und Finsternis. (Das trifft nicht auf alle Untergruppen dieser Religionen zu. Ein paar davon sehen durchaus, dass es nur Gott gibt.)
Solange die linke Gehirnhälfte nicht die Einheit sehen kann, die alles durchzieht, solange sie nicht weiß, dass es wirklich nur einen Geist, eine Kraft, ein Bewusstsein gibt, das sich durch absolut alles bewegt, was existiert, wird der Geist von sich selbst, von seiner Ganzheit und von der Fülle seines Potentials getrennt bleiben. Selbst wenn da nur der leiseste Zweifel an der Einheit ist, wird uns diese in der linken Gehirnhälfte beheimatete Seite unserer selbst bremsen und wir schaffen es nicht mehr, über das Wasser zu gehen. Denkt daran, selbst der Apostel Thomas ging einen kurzen Moment lang über das Wasser, als Jesus ihn dazu aufforderte, aber dann sagte eine kleine Zelle in seinem großen Zeh: »Warte mal, das kann ich aber nicht«, und Thomas versank in den kalten Fluten der von Polarität geprägten Wirklichkeit.

Das Problem der männlichen Energie ist, sie spielt die rechte Hälfte nach, doch bleibt sie die linke Hälfte.
Über Gewalt, will sie die rechte Hälfte ersetzen und betet auch die rechte Hälfte an, verliert aber sich selbst dabei, da sie sich selbst dabei unterdrückt. Sie schämt sich, so zu sein wie sie ist. Sie verteufelt die eigene Individualität in der Hoffnung, so wieder die eigene Göttlichkeit zu erlangen. Durch Gebote und Rituale soll die eigene Individualität ausgemerzt werden und wird dabei jedoch zementiert.
Dabei unterdrückt sie die rechte Gehirnhälfte, die weibliche Energie, die sie eigentlich nacheifert.
Sie wird jedoch nie an die Stelle der rechten Gehirnhälfte treten können, egal ob sie sie mit ihren Ersatzgöttern anbetet oder auch nicht, weil sie es einfach nicht ist.
Sie werden diese Rolle nicht übernehmen können. Sie beten die rechte Hälfte an, in dem sie männliche Ersatzgötzen an die Stelle der weiblichen Energie setzen und unterdrücken dabei ihre wahre Natur.
Deshalb kommt es hier nicht zu einer Befriedung.
Die männliche Energie muss zu ihrer Individualität stehen und dieses Recht auf die weibliche Energie übertragen, damit diese sich dadurch selbst entfalten kann um beide so in ihrem tatsächlichen Sein in Eins aufzulösen.