Angst unterstützt Gewalt

Wer aus Angst davor zurückschreckt, sich gegen Gewalt einzusetzen und so hofft, dass der Kelch an einem vorübergeht, der hat Pech gehabt.
Dieses Hören auf die eigene Angst führt erst dazu, dass alles wovor er Angst hat, sich erfüllt.
Ein Ignorieren der eigenen Angst führt deshalb nicht zu einem Eliminieren, sondern zu dessen Stabilisierung.
Gewalt verschwindet nicht, wenn man sie nicht ansieht. Sie dehnt sich dadurch nur noch mehr aus und irgendwann einmal wird man durch seine Ignoration von ihr eingeholt.
Man selbst hat durch seine Angst dafür gesorgt, dass sich die Gewalt weiter im eigenen Umfeld ausbreiten konnte.
Wenn Menschen andere Menschen, die sie nicht einmal kennen, umbringen, töten, überfallen, übervorteilen, ausrauben und totschlagen, dann deshalb, weil sie Angst davor haben zu verhungern, Angst davor haben, für ihre Verweigerung, bestraft zu werden oder Angst davor haben, nicht ins Paradies zu kommen.
Immer ist die Angst der Auslöser für Gewalttaten in der Menschheit.
Dazu zählt auch die Angst, zu erkennen, dass man sich von dieser Angst leiten hat lassen.
Dass das Bild, dass man von sich selbst gemacht hat, nämlich, dass man gut ist, nicht der Wahrheit entspricht.