Gewalt zieht Gewalt nach sich

Der Grund warum der Mensch Gewalt ausübt liegt darin, dass er seine Illusion von sich selbst, nämlich nicht gespalten zu sein, mit allen ihm erdenklichen Mitteln versucht aufrecht zu erhalten.
Alles was sein Bild von seiner Unfehlbarkeit ankratzen könnte wird niedergemäht.
Durch Emotionen und Verstand, die zwei Energien die aus seinem Ego gespeist werden, baut er sich seine eigene kleine Welt von sich als Gott darin auf.
Erkennt sein Umfeld nicht seinen Gottstatus an, so wie er sich selbst sieht, dann holt er sich durch Gewalt alles was er für seine Illusion glaubt zu benötigen.
Vergewaltigt ein Mann zum Beispiel eine Frau dann aus dem Grund, weil er als Gott alleine bestimmt, wen er wann sexuell begatten darf. Die Realität, dass er ohne diese Vergewaltigung überhaupt keine Frau bekommen würde die ihn liebt, weil er noch zu sehr in seinen eigenen Illusionen gefangen ist, würde ihm zu sehr aufzeigen, dass er noch nicht vollkommen ist, also muss er diese Diskrepanz zwischen seinen Illusionen und der Realität irgendwie versuchen wieder aufzufüllen.
Das tut er durch Gewalt. Bei dem kurzen Übereinanderlappen seiner Illusionen mit der Realität bekommt er dann ein Glücksgefühl, was natürlich nur kurz anhält, weil diese Situation ja nicht der Realität entspricht.
Das Dilemma dabei ist, dass das Unterbewusstsein genau weiß, dass er Gewalt angewendet hat und er dadurch noch tiefer fällt als vor dieser Tat, ergo, er verliert immer mehr die Achtung und den Respekt und das innere Selbstwertgefühl für sich selbst. Er verachtet sich immer mehr. Sein Hass auf sich selbst und die Umwelt steigt.
Die Abstände sich selbst in ein kurzes Glücksgefühl versetzen zu müssen werden immer kürzer, da die Verachtung auf der anderen Seite immer größer wird und das Glücksgefühl deshalb immer weniger anhält.
Mit immer mehr Gewalt wird jetzt versucht die Illusion von sich selbst aufrecht zu erhalten, was das eigene Selbstwertgefühl immer kleiner werden lässt.
Aus diesem Grund richten sich Gewaltanwendungen immer gegen sich selbst und man erntet unmittelbar was man gesät hat.