Kinder sind nicht minderbemittelt

Kinder werden von den Erwachsenen wie minderbemittelte Menschen behandelt, doch das sind sie nicht.
Aufgrund dessen, dass sie sich noch nicht so wie Erwachsene ausdrücken können, glauben Erwachsene, dass Kinder deshalb minderbemittelt sind.
Für den gemeinen gespaltenen Menschen sind Kinder deshalb einfach nur "süß".
Auf dieser Emotionsbasis wird das Kind betrachtet. Kinder sind "süß" und das war es.
Sie sind ja so niedlich, doch ernst genommen wird das Kind nicht.
Das Kind hat zu funktionieren und sich den Egovorstellungen seiner Eltern schon so früh wie möglich anzupassen.
Tut es das nicht, kann es mit einer Bestrafung, Schimpfe oder mit Schlägen rechnen.
Vorneherum spielt der Erwachsene zu seinem Kind zwar den verständnisvollen, liebenden Menschen, hintenherum will er diesen Menschen aber komplett seinen Egovorstellungen anpassen.
Er unterdrückt das Kind von Anfang an.
Es gibt kein gesundes, liebendes Verhältnis zwischen Eltern und Kindern, insbesondere nicht zwischen dem Vater und dem Kind. Die Mutter hat aufgrund dessen, dass sie mit dem Kind 9 Monate lang ihren Körper geteilt und deshalb das Gefühl bekommen hat, dass es ein Teil von ihr ist, etwas von ihrem ansonsten dominanten Ego hinsichtlich ihres Umfeldes eingebüsst. Deshalb ist sie dadurch die optimierte Bezugsperson für dieses Kind geworden. Das weiß das Kind auch. Deshalb hat es zu der Mutter auch das meiste Urvertrauen.
Es ist im Grunde beschämend, wie das Ego des Menschen glaubt schon erwachsen zu sein, hinsichtlich der Kinder und wie es sich aber in Wirklichkeit hinsichtlich gegenüber Kindern aufführt.
Im Grunde sind die Kinder die Erwachsenen und die Erwachsenen die Kinder.
Wer Kinder einmal genauer beobachtet der wird sehen, dass sie noch ein weitaus besseres Gefühl für die Wahrhaftigkeit der Dinge besitzen. Sie erkennen noch die Falschheit und Lüge und das aufgesetzte Schauspiel der Erwachsenen. Das Falsche hinter ihrem Emotionsreigen. Wie sie verheuchelt auf tollen Menschen machen, insbesondere wenn andere Erwachsene anwesend sind, aber hintenrum keinen Schimmer vom wahren Leben haben. 
Wie sie bei Beerdigungen heulen, gleichzeitig aber eiskalt sind.
Wie sie zu wahren Empfindungen und Ehrlichkeit gar nicht in der Lage sind.
Kinder spüren das, werden aber vom Ego des bereits angepassten Erwachsenen einfach überrannt.
Die Erwachsenen nehmen die Kinder gar nicht ernst.
Sie kapieren gar nicht, warum Kinder bei Beerdigungen eben nicht weinen. Für sie haben diese Kinder einfach noch ein zu unterentwickeltes Bewusstsein. Dass sie es jedoch sind, die gar nichts mehr raffen und einfach nur ihrem falschem Schauspiel unterherhecheln, das raffen sie nicht.
Kinder sind bewusster wie Erwachsene, durchschauen Menschen weitaus besser als es der Erwachsene tut.
Sie sind noch erwachsener, verlernen es aber im Laufe der Zeit und degradieren immer weiter zum unmündigen Kind.
Wer glaubt Kinder schnallen nichts, der hat sich getäuscht. Kinder sind voll und ganz da. Sie haben alle ihre komplette Persönlichkeit bereits schon ausgebildet, welche nicht das Geringste mit den Eltern zu tun hat.
Sie sind bereits in der Wiege ein vollkommen ausgereifter, erwachsener Mensch.
Nur der Körper zieht etwas nach. Seelisch und geistig sind sie topfit.
Wissen mehr wie die Eltern. Haben viel mehr Bewusstsein wie sie.
Kinder deshalb als minderbemittelt zu sehen, zeigt nur das Minderbemittelte des Erwachsenen.
Der Erwachsene sieht einfach nur kleine Körper, Menschen die sich noch nicht ausdrücken können und das war es. So etwas braucht man auch nicht wirklich ernst zu nehmen. Das ist noch unterentwickelt. Das ist halt da, aber es ist vollkommen irrelevant, was es eigentlich will oder fühlt.
Kinder stellen für den Erwachsenen auch keinerlei Konkurrenz dar, weil sie ihnen körperlich überlegen sind.
Deshalb kann man da schon einmal etwas gönnerhaft auf Überlegen machen. Kann ihnen auch schon mal das ein oder andere nachsehen, während man dann aber auf der anderen Seite um so strenger ist, wenn man es nicht sein müsste.
Kinder werden nicht erzogen, Kinder werden dem eigenen Ego angepasst, das nennen Erwachsene dann Erziehung.
Sie passen sie so an, wie sie schon von ihren Eltern angepasst wurden.
Würden die Erwachsenen erkennen, dass Kinder nicht minderbemittelt sind, würden sie sie erst gar nicht in Kindergärten und andere Aufbewahrungsorte zu einem Haufen zusammenrotten und sich den ganzen Tag selbst überlassen.
Für die Erwachsenen stellt das kein Problem dar, für die Kinder ist es eins und zwar ein Gewaltiges.
Würden die Erwachsenen die Kinder ernst nehmen, nicht wie kleine unmündige Kinder, hätten sie sich solche Grausamkeiten erst gar nicht für die Kinder einfallen lassen. Für Erwachsene sind jedoch Lebewesen, die sich noch nicht so gut artikulieren können minderwertig, minderbemittelt.
Die Tiere können ein Lied davon singen.
Wer als Erwachsener schon einmal in seinem Berufsleben gemobbt wurde der weiß, was auch seinem Kind im Kindergarten blüht und zwar schon von Anfang an.
Für ihn als Erwachsener ist das aber nicht weiter schlimm, denn es betrifft ihn ja nicht selbst.
Es betrifft ja nur sein Kind. Das ist ja für ihn minderbemittelt, also nicht ernst zu nehmen.
Im Kindergarten ist es jedoch nicht im Mindesten anders als im Erwachsenenleben.
Auch dort finden sich Energien zusammen, die vollkommen unterschiedlich entwickelt sind. Da gibt es Kinder, die gewalttätiger sind als andere. Kinder die durchtriebener sind, die Machtwahn besitzen, die bösartig sind, die Lügenmärchen erfinden und die andere Kinder den ganzen Tag dominieren und fertigmachen.
Da das aber für die Erwachsenen nur Kinder sind, denen sie haushoch überlegen sind, glauben sie auch, dass ihre Kinder das so empfinden. Diese tun das aber nicht. Für sie ist es die reinste Hölle im Kindergarten.
Für sie es genau so, wie für Erwachsene die im Berufsleben irgendwo als Mobbingopfer sitzen oder anders ausgedrückt, durch den Kindergarten bekommen die Kinder einen Schaden, von dem sie sich nur schwer wieder erholen werden.
Die einen trainieren da geradewegs ihre Unterdrückungsmethoden und die anderen werden dadurch bis zu ihrem Lebensende geschädigt.
Unbeschwertes Großwerden, Fehlanzeige.
Das eigene Zuhause ist für das Kind die beste Umgebung. Dort kann es entspannen, dort wird es nicht den ganzen Tag mit anderen machtversessenen Energien konfrontiert. Dort kann es sich in Ruhe entwickeln. Das Schimpfen der Mutter wird gerne in Kauf genommen, empfindet das Kind die Mutter immer als die Person, von der die wenigste Gefahr ausgeht. Das Unterbewusstsein weiß das. Selbst die Geschwister, auch wenn man mit ihnen streitet, sind noch besser zu ertragen als die Energien, die man im Kindergarten geballt vorfindet, von den Erziehern einmal ganz abgesehen.
Würden Erwachsene den Kindern nicht so derartig ihre Egovorstellungen aufzwängen, würden Erwachsene Kinder nie in einen Kindergarten stecken. Kinder können ihre unterdrückten, gedemütigten Empfindungen sprachlich noch weniger ausdrücken, als es Erwachsene können.
Sie werden ja nicht einmal ernst genommen, auch wenn sie sich mitteilen.
Es wird Zeit, dass der erwachsene Mensch sich weiterentwickelt, damit er irgendwann diese Bezeichnung auch wirklich verdient hat.