Der Selbsthass in Egobeziehungen

Es gibt nichs Schlimmeres als Egobeziehungen. Diese Beziehungen sind geprägt von Falschheit und Feigheit.
Dieser Energie setzt man sich tagtäglich immer und immer wieder aus, bis man seinen eigenen Masochismus überwunden hat. Solange befindet man sich in einer Kampfsituation mit seinem falsch ausgewählten Partner. Hasst ihn, hasst sich für die eigene Schwäche und für die eigene Feigheit, dieser Situation nicht entfliehen zu können. Gibt dem anderen die Schuld, gibt sich die Schuld, so eine Beziehung überhaupt eingegangen zu sein.
Beenden kann man sie jedoch nicht. Dazu fehlt die nötige Kraft. Diese Kraft muss in einem wachsen, sie muss gedeihen. Sie erstarkt von Tag zu Tag mehr in einem, bis man endlich den nötigen Drive hat, um sich von dieser Beziehung wieder abzustoßen.
Bis dahin ist man an sie gekettet durch seine Feigheit, durch seine Schwäche und seine Lügen die behaupten, dass diese Beziehung so jetzt sein muss.
Lügen die einem die eigene Feigheit erträglicher werden lassen. Lügen die einem die eigene Schwäche nicht so stark aufzeigen.
Man ist kein guter Mensch in solchen Beziehungen, weil man sich selbst noch nicht liebt.
Man spielt nur "Guter Mensch".
Man versucht seine Schwäche durch besonders liebes Verhalten zu kaschieren, strengt sich besonders an und tut so, als ob man der liebste Mensch auf dieser Welt wäre, doch dieses falsche Verhalten bricht immer wieder durch. Diese künstliche Fassade lässt sich nicht auf Dauer aufrecht erhalten.
Man ist nicht lieb, wird es so auch nie sein. Man ist falsch, unehrlich und feige.
Das ist man.
Das ist man immer in solchen Beziehungen, weil ein Mensch der sich selbst liebt, gar nicht mehr in so einer Beziehung ist. Der hatte nämlich die Kraft, sich aus solchen Beziehungen zu lösen.
Der muss sich nicht mehr selbst anlügen. Der muss nicht mehr vor seiner eigenen Schwäche und Feigheit davon laufen.
Der hat es geschafft.
Durch Selbstliebe.