Reiche können nicht stolz auf sich sein

Ein Reicher der auf seine sogenannte Leistung stolz ist, der hat sie nicht mehr alle.
Egal was für ein Reicher das auch immer ist. Dieser Mensch ist nicht fleißiger wie jeder andere Mensch auf diesem Planeten.
Nehmen wir zum Beispiel einmal Bill Gates als Beispiel. Dieser Mann hat nicht mehr gearbeitet wie jede Putzfrau auf diesem Planeten, im Gegenteil, höchstwahrscheinlich noch weniger. Er hat weniger gearbeitet wie jede Mutter auf diesem Planeten, denn für einen Bill Gates gibt es auch nur einen 24 Stunden Tag.
Was hat dieser Mann also mehr gearbeitet als jeder andere hier auf diesem Planeten, dass er so viel mehr verdient hat wie jeder andere Arbeiter hier?
Nichts. Er hat lediglich herumexperimentiert und ein paar neue Ideen in diese Welt gebracht. Dafür musste er aber auch erst mal Zeit haben, die ihm die anderen durch ihre Arbeit gewährleistet haben.
Hätte es nicht Menschen gegeben, die nach seinen Rohstoffen geschürft und die Früchte dieser Erde in Nahrung umgewandelt hätten, dann hätte er gar nicht die Zeit dazu gehabt. Dann wäre er auf dem Feld gewesen. Der Dank für diese Unterstützung durch andere ist jetzt, dass Bill Gates seine Lebenszeit höher bewertet als die der anderen. Dass er für diese investierten Stunden das Milliardenfache dessen verlangt, was ein einfacher Arbeiter für seine Tätigkeit bekommt. Ist das aber gerecht? Ist die Lebenszeit eines Menschen gegenüber einem anderen, der ebenso wichtige uns sinnvolle Arbeit tätigt, weniger wert?
Kann Bill Gates nicht eigentlich froh sein, dass er in dieser Zeit nicht Toiletten schruppen musste, weil das ein anderer für ihn und die Gesellschaft übernahm. Ist da seine Tätigkeit nicht die weitaus Einfachere?
Wenn ein Mensch ein bestimmtes Talent hat und dieses jedoch dem Rest der Bevölkerung nur dann zur Verfügung stellt, wenn er es sich zu Lasten der Allgemeinheit vergolden lässt, dann ist dieser Mensch nicht sozial. Dann nutzt er diese Gabe nicht für die Menschen, sondern gegen sie. Dann nutzt er das aus. Dann ist er nicht dankbar, sondern unverschämt. Er hat ja nicht mehr Zeit investiert wie jeder andere für dieses Ergebnis, er hat lediglich das Potzenzial was ihm zur Verfügung steht benutzt, so wie jeder andere Arbeiter hier auch. Dieser Mensch hat nicht mehr Lebenszeit investiert wie jede Mutter, dessen Arbeit mindestens genauso viel wert ist, wenn nicht noch mehr. Wie kann es also sein, dass sich solche Menschen so derartig ihre Lebenszeit vergolden lassen, während andere für ihre Arbeit überhaupt keinen Cent zum Überleben bekommen, wie zum Beispiel die Mütter weltweit?
Wenn so etwas in einer Gesellschaft möglich ist, dann stimmt etwas gewaltig nicht. Dann erhöht man die Lebenszeit von Menschen hier und dann sind eben nicht mehr alle gleich.
Dann kann der eine mit nur einer investierten Lebensstunde so viel Ressourcen erhalten, wie ein anderer in 100.000 investierter Lebensstunden nicht.
Ist so etwas möglich, dann degardiere ich Menschenleben, wenn ich mich so derartig über andere erhöhe.
Dann bestehle ich diese Menschen. Dann wird das Geld in diesem Land durch diese immense Selbsterhöhung immer weniger wert und ich zwinge durch meine Habgier andere Menschen dazu, immer mehr zu arbeiten, weil die Geldmenge dadurch immer mehr hochgepusht wird und somit das Geld immer weniger wert wird. Je reicher der Mensch ist, je mehr hat er die Preise im Volk hochgepusht. Je mehr muss der Rest arbeiten um sich seinen Lebensunterhalt noch verdienen zu können.
Das gilt auch für alle leistungslosen gelegten Systeme, wie die Zinsen, Spekulationen und die Gewinnmaximierung. Diese Systeme sorgen dafür, dass die Preise immer höher steigen und die breite Masse deshalb immer mehr arbeiten muss um noch überleben zu können.
Jeglicher Reichtum des einen, produziert einen Mangel auf der anderen Seite und hinterlässt arme Menschen.
Je reicher ein Mensch ist, je mehr arme Menschen hat er zu verantworten.
Was hätte Bill Gates gemacht, wenn es keine Mütter gegeben hätte, die ohne jeglichen Cent der Entlohnung ihre Kinder großgezogen hätten? Richtig, er hätte niemanden gefunden, der seine Produkte kauft.
Bill Gates wäre ein bettelarmer Mann geblieben.