Die heilige Ehe

Unter der heiligen Ehe sind keine Karmaverbindungen gemeint, welche nur diese Ehe nachspielen, nein, unter dieser heiligen Ehe ist die tatsächliche Ehe zwischen Mann und Frau gemeint, zwischen Geist und Seele.
Was passiert nun aber, wenn es tatsächlich einmal zu so einem Zusammentreffen in der Materie kommt, was erst am Ende des Reinkarnationszyklusses passiert.
Es muss einfach jedem klar sein, dass dieses Zusammentreffen nicht im Mindestmaß etwas mit den Verbindungen zu tun hat, die wir ansonsten hier in der Materie mit unseren Karmapartnern geknüpft haben, die lediglich auf Emotionen und dem Verstand des Egos aufgebaut wurden.
Dieses Zusammentreffen ist etwas Heiliges, welches uns aus sämtlichen Verstrickungen und Illusionen der Materie wieder befreit.
Dazu muss man seine Emotionen und seinen Verstand schon etwas unter Kontrolle haben, sich schon müde gelaufen haben im Rad der Reinkarnationen, bevor es überhaupt zu so einem Zusammentreffen kommt.
Man kann davon ausgehen, dass man mindestens an die 1000 Reinkarnationen hinter sich hat, bevor überhaupt mal daran zu denken ist, dass man in der Lage ist, dieses Zusammentreffen überhaupt zu wuppen.
Selbstverständlich reißt einen dieses Zusammentreffen aus seinen sonst so sicheren Latschen. Nichts ist so wie man es ansonsten hier in der Materie mit dem Umgang mit anderen Energien so gelernt hat.
Alles ist komplett anders. Verhaltensmuster die man sich im Laufe der Zeit angewöhnt hat, haben hier keine Bedeutung. Haben hier keine Macht. Sämtliche Tricks, um hier zwischen all den Gespaltenen und Gestörten durchzukommen und zu überleben, machen bei der Dualseele keinen Sinn. Im Grunde kommt man sich dabei wie ein Kasper vor. Man erkennt durch diese Zusammenführung, dass alles unecht war, was man selbst über so eine lange Zeit für echt hielt. Man erkennt das Verlogene, das Falsche, das Unreine.
Nein, es ist keine Liebe, wenn man sich schändet. Es ist nur der notwendige Weg den man nun mal beschritten hat und den man nun zuende laufen muss. Trifft man die Dualseele, dann erkennt man diesen Unterschied. Man kann ihn erst dann erkennen, wenn man auf sie trifft. Es ist das Ultimo. Das Absolute.
Das, was uns selbst wieder zurückgibt.
Jeder kann sich vorstellen, dass so ein Zusammentreffen eine harte Nummer ist und dass es eben nicht selbstverständlich ist, sofort in "Friede, Freude und Eierkuchenmanier" wieder zusammenzukommen und in Harmonie zusammenleben zu können.
Hier werden sämtliche Wunden erst einmal geheilt, die man sich im Laufe seiner Zeit geholt hat. Hier wird dem anderen aufgezeigt, wie sehr man sich hier verletzt hat und wie sehr man selbst verletzt hat.
Das dauert. Das dauert in der Regel Jahrzehnte, bis man sich hinsichtlich dieser Erkenntnisse und dieses aufzeigen seiner eigenen Fehltritte wieder etwas beruhigt hat. Bis man sich ausgetobt hat. Bis man dem anderen aufgezeigt hat: "Schau her, das musste ich alles ohne dich erleiden." "So erging es mir hier ohne dich".
Die Seele schreit ihren über Jahrtausende angesammelten Schmerz aus sich heraus. Zeigt ihm ihren Geist. Zeigt ihm, wie es ihr so ohne ihm ergangen ist. Durch die Liebe die zwischen Geist und Seele herrschen, kann die Seele den Mut aufbringen, ihre Unterdrückung, Vergewaltigung, Ausbeutung und Versklavung von Energien die noch gespalten sind und mit der sie über Jahrtausende hier konfrontiert wurde zu erkennen und ihnen Ausdruck verleihen.