Des Volkes Wille

Wer glaubt, dass Wahlen dazu da sind den Willen des Volkes zu repräsentieren der irrt gewaltig.
Wahlen dienen nicht dazu die Demokratie zu sichern, sie dienen dazu, den Machterhalte der Eliten des Landes zu stabilisieren. Durch Wahlen bekommt das Volk den Eindruck, dass es gefragt wird, was in diesem Land so vor sich geht. Das beruhigt die breite Masse. Das gibt jedem Wähler das Gefühl, dass er gefragt wird, was hier so in diesem Land abläuft aber das wohl Wichtigste, jedem Bürger soll das Gefühl gegeben werden, dass er für die Umstände die in seinem Lande herrschen, selbst verantwortlich ist. Dadurch kommt er gar nicht erst auf die Idee, sich gegen seinen eigenen Willen aufzulehnen. Er hat so ein schlechtes Gewissen sich selbst und seinem Volk gegenüber, dass er auch noch die Politik dieses Landes versucht vor sich selbst und anderen zu rechtfertigen. Es kann ja wohl nicht sein, dass man seit über 65 Jahren immer wieder auf die gleichen Phrasendrescher und Blender im Volk hereingefallen ist und dass sämtliche Politiker an der Macht alle gleich sind.
Wo bliebe dann die Wahl?
Also tut der gemeine Bürger so, als ob er der Chef im Ring ist und seine Wahl irgendwelche Auswirkungen auf die Politik dieses Landes hat. Dass die Politik seit über 65 Jahren nur zu Gunsten von ein paar Eliten dieses Landes gemacht wird, gegen ihn selbst, fällt ihm dabei nicht weiter auf. Ihm genügt, wenn man die Politiker und ihre Parteien in verschiedene Farben einteilt, verschiedene Farben signalisieren ihm, dass da irgendwas verschieden sein muss. Das ist für ihn der Beweis, dass diese Menschen da an der Regierung auch eine verschiedene Politik machen, sonst hätten sie ja die gleichen Farben.
Unterschiedliche Farben, unterschiedliche Politik. So einfach ist das Kind ruhig zustellen.
Gibt man ihm dann noch ein Zettelchen und einen Stift in die Hand und lässt ihn ein paar Kreuzchen malen, dann ist er vollends beglückt. Sogar das alleinige Einschmeißen in die Wahlurne lässt man ihm. Dies genügt in der Regel, um ihm ein Gefühl der Wichtigkeit zu vermitteln. Ein Gefühl, dass er schon voll und ganz zu den Erwachsenen dazugehört.
Ach, Kinder sind ja so niedlich.