Der Egowahn und seine Auswirkungen

Jemand der sein Existenzminimum aus der Gemeinschaft erhält muss sich für alles was er tut rechtfertigen. Er muss für diesen Minimalbetrag alles offenlegen was er hat. Um diesen Betrag zu erhalten muss er alle Arbeiten ausführen die man ihm gibt und er muss in jede Maßnahme die man ihm auferlegt. So weit sind wir gekommen in unserem Land, dass Menschen keine Menschen mehr sind und ihnen jegliche Selbstbestimmung und Menschenwürde geraubt wurde wegen ihres kläglichen kleinen Existenzminimums.
Als Entschuldigung sagt die Gemeinschaft, wer Geld von ihr haben will, der muss sich eben entwürdigen lassen, der muss wie ein Sklave alle Arbeiten für jeden Betrag ausführen und der muss alles machen was man ihm aufträgt. Das ist das gute Recht der Gemeinschaft dies von diesem Bürger zu verlangen. Nein, dass ist nicht das gute Recht von der Gemeinschaft dies von diesem Bürger zu verlangen. Das ist der Egowahn eines jeden Einzelnen wenn er glaubt, dass jemand sich wegen seines Existenzminimums für irgendetwas rechtfertigen muss. Das Existenzminimum ist vom Grunde her unverfügbar, so hat es das Bundesverfassungsgericht verkündet und so steht es auch in unserem Grundgesetz. Für das bedingungslose Existenzminimum muss sich  niemand im Volk entwürdigen lassen, er kann mit diesen paar Almosen tun und lassen was immer er auch will. Das ist sein Recht als freier Bürger dieses Landes. Er kann den ganzen Tag saufen, rauchen, gar nichts machen und auch keinerlei Bock haben in die Arbeit zu gehen. Es ist sein gutes Recht sich selbst auszusuchen wie er dieses Geld ausgibt und niemand, wirklich niemand im Volk hat das Recht ihm zu sagen wie er leben soll. Jemandem aufzwingen zu wollen wie er sein Leben mit seinem Existenzminimum bestreiten soll ist Egowahn in höchstem Ausmaß. Niemand hat das Recht dazu einen anderen im Volk so zu gängeln, dass dieser so lebt wie er es gerne hätte.
Anders sieht es da mit den Reichen aus. Diese Klientel muss Rechenschaft ablegen und zwar über jeden Pfennig den sie aus der Masse ohne jegliche Leistung für sich zieht. Jemand der mehr als das Existenzminimum aus der breiten Masse zieht, so jemandem ist auf die Finger zu schauen. Je mehr ein Mensch an Kapital aus der breiten Masse zieht, je gefährlicher wird er für die breite Masse. Seltsamerweise verlangt hier die breite Masse keinerlei Rechenschaft über diese Menschen. Da wird nicht gesagt, dass die Gemeinschaft sie finanziert, was jedoch den Tatsachen entspricht. Diese Klientel lässt sich von der Gemeinschaft finanzieren indem sie Systeme installiert hat die das Geld aus der Gemeinschaft zieht, ohne dass die Empfänger auch nur einen einzigen Strich dafür arbeiten. Diese Systeme sind das Zinssystem, die Börsen, und die Gewinnmaximierung. Für diese Billionen die jährlich aus der Gemeinschaft gezogen werden will die Gemeinschaft keine Rechenschaft. Diese Billionen finanziert sie gerne ohne Nachzufragen nur beim Existenzminimum, da will sie mitreden. Wenn man natürlich so seinem eigenen Egowahn verfallen ist, dann kann es schon passieren, dass man so ein paar Billionen jährlich an der breiten Masse vorbeischleusen kann, denn die ist ja mit dem Existenzminimum der Ärmsten beschäftigt.