Unsere Kinder gehören uns nicht

Wer begreift, dass das Leben nicht erst ab dem Eintritt in die Materie anfängt sondern schon viel früher seinen Ursprung in einer anderen Dimension hatte, der wird die Kinder die er hierherzeugt oder gebärt nie sein Eigen nennen.
Der ist sich seiner Verantwortung, sie so frei wie möglich zu erziehen vollkommen bewusst.
Der hat verstanden, dass in diesen Kindern Seelen stecken, die schon ihre tausendste Reinkarnation hinter sich haben und die nur hier sind, um sich weiterzuentwicklen um dadurch irgendwann ihre Spaltung wieder aufheben zu können. Der drängt diesen Kindern nicht seinen Willen auf. Der übt keine Macht über diese Kinder aus um seine eigenen Egovorstellungen von dieser Welt verwirklich sehen zu wollen.
Der sieht sie als das was sie sind, erwachsene Seelen die nur momentan einen kleinen Körper besitzen mit dem sie im Laufe der Zeit lernen müssen umzugehen, um sich so hier so gut wie möglich selbst ausdrücken zu können.
In dieser Übergangsphase vom  Säuglingskörper bis zum Erwachsenenkörper haben sie ein- und dasselbe Bewusstsein. Sie können es nur dann besser in die Materie umsetzen.Wir müssen uns davon verabschieden zu glauben, dass wir irgendwelche Rechte an diesen Kindern haben. Diese Kinder gehören sich nur selbst.
Es verbindet uns keine Liebe mit diesen Kindern, sondern nur ein emotionales Band, welches durch Abhängigkeit geknüpft wurde. Liebe kann sich nie aus einem Abhängigkeitsverhältnis entwickeln. Sie existiert nur in absoluter Unabhängigkeit. Das müssen wir wissen, wenn wir Kinder in diese Welt setzen, denn dann können wir sie erstens früher wieder loslassen und zweitens gar nicht erst versuchen sie nach unserem Abbild gestalten zu wollen. Das ist das Beste was wir ihnen auf dem Weg hin zu sich selbst geben können, nämlich so wenig wie möglich von unserem eigenen Ego. Schaffen wir das, ohne sie dabei verhungern zu lassen, weil unser Ego keine Macht mehr über sie ausüben darf und sich deshalb beleidigt in eine Ecke zurückzieht, dann haben wir einen großen Schritt auf uns selbst zugemacht, unseren Kindern sei erzieherischer Dank.