Ich bin ein gefolterter jüdischer Säugling

So, gerade eben bin ich auf diese Welt gekommen, es war nicht gerade einfach. Alles fühlt sich hier komplett neu an und irgendwie sind hier alle auch sehr laut. Gott sei dank habe ich Mama in meiner Nähe, die ich schon seit 9 Monaten kenne, die macht es mir etwas einfacher hier zu sein.
Bis jetzt sind alle ganz nett zu mir und ich fasse so langsam Vertrauen. Sie scheinen sich auch alle zu freuen, dass ich da bin, denn sie geben mir zu Ehren gleich mal ein Fest.
Ich freue mich, dass ich hier so herzlich aufgenommen werde. Jetzt kommt ein Mann mit einem silbernen Messer in den Raum, er scheint wohl einen Apfel schneiden zu wollen oder irgendein Obst, das er dann an alle anderen verteilen wird, er ist mir nicht ganz geheuer. Doch was macht Mama da jetzt plötzlich, sie legt mich hier so ganz alleine auf den Tisch, das ist aber nicht nett von ihr. Jetzt kommt der Mann mit dem Messer immer näher, was will er denn mit dem Messer. Ich werde an meinem Glied entblößt, was mir vor diesen ganzen Leuten schon sehr unangenehm ist. Jetzt beugt sich der fremde große dunkle Mann mit seinem Bart und seinem Messer in der Hand über mich. Er hat eine ekelhafte Energie an sich und ich fühle mich absolut scheußlich in seiner Gegenwart. Jetzt geht er mit seinem Messer zu meinem Glied, was will er da nur mit dem Messer? AAAAHHHAAHAHHH!!!!!
Ich werde fast ohnmächtig vor Schmerzen. Ich schreie wie am Spieß, er muss mir mein Glied abgeschnitten haben, so fürchterlich und unerträglich sind diese Schmerzen. Mein ganzer Unterleib ist eine einzige schmerzhafte offene Wunde. Ich werde fast wahnsinnig durch diesen Schmerz der jetzt alles von mir dominiert. Was hat man mir da angetan? Warum hat man mir das angetan? Bin ich so ein Monster? Bin ich so abscheulich, dass man mich gleich nach meiner Geburt foltern muss? Was ist mit meiner Mutter und mit meinem Vater? Warum waren sie nicht da um mich vor so einer Folter zu beschützen? Wie konnten sie das nur zulassen? Ich habe mich bei Mutter immer so geborgen gefühlt, doch ab jetzt werde ich mich nie mehr bei ihr geborgen fühlen, denn sie hat diese Folter an mir zugelassen. Ich werde meine Liebe zu ihr nur spielen, denn so ein Monster kann man nicht lieben. Das Gleiche gilt für meinen Vater. Er hat sich nicht beschützend vor mich gestellt, als dieser Mann mit seinem Messer mein Glied abgeschnitten hat.
Selbst meine Geschwister werde ich ein lebenlang verabscheuen, weil sie nicht wenigstens einmal versucht haben meine Eltern von dieser Folter an mir abzuhalten. Ja, ich werde mich diesen Monstern anpassen, denn mir bleibt nichts anderes übrig, denn ich bin von diesen Monstern abhängig, denn ohne sie würde ich verhungern und hätte kein Dach über dem Kopf. Bis zu diesem Augenblick hatte ich noch an einen Gott geglaubt, doch diese Folter an mir hat jeglichen Glauben an Gott im Keim erstickt. Ich vertraue hier niemandem mehr und ich glaube nur noch an den Gott der Gewalt, das ist derjenige den auch meine Eltern, Geschwister und meine komplette Gemeinde anbeten und wegen dem ich gefoltert wurde.  
Jemand der so viel Macht über andere Menschen hat, dass sie sogar ihre eigenen Kinder foltern, muss ein Gott sein.