Ein staatliches Mahl

Man nehme ein paar Hohlköpfe, stopfe diese mit Elitenmaterial voll und lasse sie 20 Jahre lang garen.
Wenn sie schön zart und saftig sind, nehme man sie aus dem Topf und serviere sie der breiten Masse als leicht verdaulich.
Sind sie etwas fade darf gerne etwas nachgesalzen und gepfeffert werden, nur nicht zu scharf, denn das würde den Grundgeschmack zu sehr übertünchen.
Als Beilage serviere man hierzu eine abgekochte Presse, die sämtliche Vitamine mit ihrem heißen Sud zerstört. Als Nachspeise empfehlen wir zuckersüße Staatsanwälte und Richter, die nur dann einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, wenn man etwas zu viel davon abbekommen hat.
Schlägt einem dieses Mahl, bei dem man keine Chance auf eine andere Speisekarte hat, wieder einmal zu sehr auf den Magen, kann man versuchen es durch einen spritzigen Wasserwerfer etwas leichter verdaulich zu machen. Nützt das auch nichts, bleibt nur noch das große Kotzen.