Reichtum ist arm!

Damit der Mensch sich nicht näher damit beschäftigen muss, dass er gespalten ist, lenkt er sich gerne mit Arbeit ab. Diese benutzt er dann um sich zu bestätigen, dass er doch ein sinnvolles Leben führt.
Je mehr er arbeitet, je mehr wert fühlt er sich auch. Je mehr gibt er sich das Gefühl, wertvoll zu sein.
Deshalb arbeitet das deutsche Volk auch unermüdlich, 40 Stunden die Woche, damit es das Gefühl hat, etwas wert zu sein.
Nur wer arbeitet, ist etwas wert. Dabei definiert natürlich diese gespaltene Gesellschaft was als Arbeit gilt und was nicht. Mütter zum Beispiel arbeiten für diese Gesellschaft nicht, deshalb bekommen sie auch keinen Lohn.
Das würde auch nicht so schlimm sein, besonders nicht für die breite Masse, wenn nicht einige das Ausbeuten an anderen mit Arbeit verwechseln würden und dem Rest dafür nicht einmal mehr das
bedingungslose Existenzminimum gönnen würden, auch wenn diese in ihren Augen nicht arbeiten.
Diese Menschen nutzen ihre Lebenszeit nur dazu, um sich durch das Ausbeuten an anderen so weit wie möglich über den Rest zu erhöhen. Diese Menschen kompensieren ihre Minderwertigkeitskomplexe dahingehend, dass sie für sich mehr Ressourcen zum Überleben in Anspruch nehmen als der große Rest.
Damit versuchen sie ihr erbärmliches Leben aufzuwerten. Je mehr sie besitzen, je wertvoller kommen sie sich dabei vor. Dass das Ganze jedoch nur ein Selbstbetrug ist, merken sie nicht. Dafür sind sie zu sehr in ihren eigenen Illusionen gefangen. Sie merken nicht, dass sie durch diese Einstellung zu Schmarotzern der Gesellschaft wurden, für die die breite Masse noch zusätzlich mehr Arbeiten muss um die unersättliche Gier dieser Menschen zu stillen. Diese Menschen sind nicht wertvoller, noch fleißiger wie alle anderen, nur kränker.
Damit das nicht so auffällt, lassen sie sich täglich von den Medien in aller Öffentlichkeit loben und setzen sich selbst dabei eine Krone auf. Sie waschen so lange der breiten Öffentlichkeit das Gehirn, bis diese selbst so vernebelt ist, dass sie sich auch dazu genötigt  fühlt, so einen Reichtum anzuhäufen, auf Teufel komm raus. Reichtum wird deshalb von der breiten Masse der Bevölkerung nicht mehr als asozial gegenüber dem Rest empfunden, sondern wird auch noch angestrebt.
Die Wahrheit, dass Reichtum nichts anderes ist als für sich durch ein übergroßes ausgebildetes Ego mehr Ressourcen in Anspruch zu nehmen und mehr Arbeitskraft aus der Bevölkerung, wird nicht mehr gesehen, nein im Gegenteil, Reichtum wird auch noch gefeiert.
Reichtum wird auch noch als das große auserkorene Ziel gepriesen. Je erfolgreicher ein Mensch in den Augen der Gesellschaft gelebt hat, je reicher ist er gestorben.
Für dieses Ziel gehen die Menschen über Leichen. Sie beuten ihre Mitmenschen aus was das Zeug hält und freuen sich, wenn sie durch Zinsen, Spekulationen, Gewinnmaximierung und überhöhte Stundenlöhne alle anderen so richtig ausbeuten konnten. Dann fühlen sich solche Menschen erst so richtig gut dabei.
Dass sie eigentlich der Abschaum der Gesellschaft sind, merken sie nicht. Sie merken es bis zu ihrem Tod nicht, dass sie eine Qual und Belastung für die Menschheit waren und jeder insgeheim froh ist, dass er dieses Erdenrund wieder verlassen hat, einschließlich Mutter Erde. Soll sich die Hölle weiter mit so einem gespaltenen Geist herumschlagen, denn ins Paradies kommt so jemand mit Sicherheit nicht. Den Eintritt dafür durfte er aus bekannten Gründen schön in der Materie belassen. Der Himmel lässt sich eben nicht bescheißen! Der nimmt nur Bares.



«Jetzt kann ich sagen, wer die Halunken sind
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