Mit zweierlei Maß!

Hier wird jemand vor Gericht gestellt, der mit einem Fleischermesser in der Hand die Wohnungstüre seiner Ex-Freundin eingetreten und dann 30 mal mit dem Messer auf sie eingestochen hat.
Der Staatsanswalt sieht das als "versuchten Totschlag".
Die Frage lautet hierbei: Warum wurde der Attentäter von Herrn Schäuble wegen versuchten Mordes angeklagt, wenn dieser mit einer Pistole zu Herrn Schäuble kommt und auf ihn schießt?
Der Sachverhalt ist ein- und dasselbe. Ein Mensch kommt mit einer Tatwaffe zu jemanden und will ihn töten. Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Was ist der Unterschied, wenn jemand mit einem Messer dreißig mal auf jemanden einsticht oder ein paarmal auf ihn schießt?
Liegt es daran, dass Herr Schäuble mehr wert ist wie diese Frau?
Ich warte sehr gespannt auf das Urteil, das dieser Täter nun von unserer Justiz bekommt.
Eigentlich müsste er ja das gleiche Urteil bekommen wie der Attentäter von Herrn Schäuble, der über 14 Jahre deshalb in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht wurde.
http://www.tagesspiegel.de/politik/schaeuble-attentaeter-wird-entlassen/487074.html

Jeder Mensch ist geisteskrank der versucht einen anderen Menschen ganz geplant und gezielt zu ermorden. Nicht aber für unsere Justiz, die macht da Unterschiede. Der eine der 30 mal auf jemanden einsticht gilt als normal, der andere der ein paarmal auf jemanden schießt, leidet an Verfolgungswahn.
Ist auch besser so ihm Verfolgungswahn zu unterstellen, denn sonst müsste sich unsere Gesellschaft damit auseinandersetzen, dass der Schütze von Herrn Schäuble, Herrn Schäuble vielleicht deshalb angeschossen hat, weil er mit dessen Politik nicht einverstanden war.  So ein Motiv geht natürlich überhaupt nicht, würde sich die Bevölkerung ja vielleicht auch noch damit befassen, dass ein Politiker vielleicht sogar schlechte Politik machen könnte. Alleine der Gedanke ist frevelhaft. Nein, nix da. Der Täter kann nur schlicht und ergreifend vollkommen geisteskrank gewesen sein. Nicht so im Fall des Messerattentäters. Der ist vollkommen geistig normal, denn es hat überhaupt nichts mit Geisteskrankheit zu tun, wenn man jemanden abstechen will der einen verlassen hat und einen nicht mehr will. Das kommt schließlich in den "besten" Familien vor, dass diesbezüglich Gewalt an dem Partner ausgeübt wird der einen verlassen will oder verlassen hat.
Das ist für unsere Gesellschaft vollkommen normal. Das hat nichts mit Machtwahn, Gespaltenheit und Geisteskrankheit zu tun, deshalb kann man solche Menschen auch nur für ein paar Jahre einsperren und dann, oftmals ohne jegliche Therapie, wieder auf die Menschheit loslassen.
Es ist eben ein Unterschied, ob man ein Politiker ist oder nur eine Frau die einen Mann verlassen will.

http://www.bild.de/regional/koeln/mordversuch/koelner-sticht-auf-ex-ein-sie-lebt-26263280.bild.html


Eine sinnlose Tat ohne Rechtfertigung
http://www.ksta.de/muelheim/versuchter-totschlag-eine-sinnlose-tat-ohne-rechtfertigung,15187568,19293702.html