Es war auf keinen Fall der Rest einer Sojus-Rakete!

Zuerst die gute Nachricht, viele haben es gesehen und jetzt die Schlechte, niemand weiß was es war.
Am 24.12.11 erschien vor unser aller Augen ein Objekt am Himmel, das wir in so einer Form noch nie gesehen hatten und uns in Erstaunen versetzte.
Zuerst wussten auch alle Wissenschaftler nicht was es war, bis jemand aus Belgien mitteilte, dass es ein Teil der Sojus-Rakete war, welche drei Astronauten drei Tage zuvor auf ihre Raumstation brachte.
Sofort und ohne zu zögern, übernahmen alle Menschen auf diesem Planeten diese Aussage, fast alle.
Wenn wir das Ganze aber auch nur ein wenig genauer betrachten, dann wird uns auffallen, dass es nie und nimmer dieses Raketenteil gewesen sein kann.
Das liegt schlicht und ergreifend daran:
Ein Teil des Weltraummülls, insbesondere der auf niedrigen Umlaufbahnen ab einer Größe von 10 Zentimetern, kann von der Erde aus kontinuierlich mit Radaranlagen verfolgt werden. Die Bahnen dieser Objekte werden vermessen.
https://www.tu-braunschweig.de/ilr/forschung/raumfahrttechnik/spacedebris

Somit ist es ausgeschlossen, dass man dieses Raketen-Teil, das leer noch 2,36 Tonnen wiegt und erst vor drei Tagen hochgeschossen wurde, einfach mal so mir nix dir nix aus den Augen verliert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sojus_%28Rakete%29

Jedoch liegen zeitlich kontinuierliche Messungen nur für die Objekte größer als 10 Zentimeter vor, die mit Hilfe von irdischen Radaranlagen beobachtet werden können. Diese Objekte sind in einem Radarkatalog verzeichnet. 

Es gibt also sogar einen Radarkatalog, in dem alle Objekte die größer sind als 10 Zentimeter kontinuierlich verzeichnet werden, aber das Weihnachtsraketenteil, das vor drei Tagen hochgeschossen wurde und 2,36 Tonnen wiegt und anscheinend nur so hoch geschossen wurde, dass es gleich wieder herunterkommen kann, interessiert niemanden?
Da weiß man keine Flugbahn, da weiß man nicht wo es ist, da kann man nicht berechnen wo und wann es wieder herunterkommt? Da wird die Bevölkerung nicht schon Tage vorher darüber informiert, was auf sie zukommt?
Haben die da alle geschlafen? Waren die auf einer drei Tage andauernden Weihnachtsfeier?
Die andere Frage die sich hier auftut ist folgende: Die Raumfahrtexperten wussten alle, dass sich vor drei Tagen die Astronauten auf den Weg zur ISS gemacht hatten, warum kamen da nicht alle sofort auf die zurückkommende ausgebrannte Raketenstufe? Wenn es doch so auf der Hand liegt, dass es dieses Ding sein soll, warum hat das so lange gedauert, bis alle im Gleichklang schwangen, dass dem so ist?
Liegt es vielleicht daran, dass sich bis zu dem Zeitpunkt, ab dem es ja schon jeder immer gewusst hat, niemand vorstellen konnte, dass sich eine zurückkommende ausgebrannte Raketenstufe so verhält?
Wohlgemerkt sei hier jedem noch einmal nahegelegt, dass sich in dieser ausgebrannten Raketenstufe keinerlei Treibstoff mehr befunden hat, der die Rakete in so einer waagerechten Lage über den Horizont schießen lassen hätte können.
Normalerweise verhalten sich menschengemachte Objekte die den Heimatplaneten nach einiger Zeit wieder von alleine besuchen etwas anders.
Hunderte Satelliten stürzten seit 1957 ab, zuzüglich anderer Teile wie ausgebrannter Raketenstufen und anderem „Weltraummüll“ insgesamt im Schnitt ein Objekt pro Tag. 
http://diepresse.com/home/panorama/welt/693883/USSatellit-vor-Absturz-Truemmer-duerften-aufschlagen
Hier sehen wir mal, wie "spektakulär" ein Satellit herunterkommt, der ca. das Dreifache dieses Raketenteils wog. Setzt man das in Relation zu unserer ausgebrannten Raketenstufe, dann weiß man, dass diese, so sehr sie sich auch anzustrengen vermag, doch nicht mehr sein konnte als ein kleines Glühwürmchen am weiten Horizont.



Zum Vergleich nochmal das "Etwas" vom 24.12.11






















Dieses Teil, was immer es war, flog nicht wie ein Satellit oder ein Raketenteil, ziemlich senkrecht und unspektakulär wieder auf die Erde, sondern bewegte sich waagrecht und war von einer Größe, dass es von sechs Ländern gleichzeitig beobachtet werden konnte, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Deutschland und der Schweiz.
Meines Erachtens liegt der Grund, warum so schnell auf die Sojus-Rakete geschossen wurde daran, dass im einfachen Volk nicht der Wissenschaftsglaube abhanden kommen soll und jeder auch schön weiterhin das Gefühl hat, dass unsere Oberhäupter genau wissen wovon sie sprechen und alles im Überblick haben.
Seltsamerweise haben sie sich gerade damit selbst ins Aus geschossen.


ESA-Raumfahrtingenieur Rainer Kresken ist sich sicher, dass es sich um die dritte Stufe einer Sojus-Rakete handelt.
http://m.zdf.de/h/0/0,6741,8426776,00.html

Schauern wir uns das etwas genauer an:
Die oberste (zweite oder dritte) Raketenstufe trägt die Nutzlast - den/die zu startenden Erdsatelliten, die interplanetare Raumsonde (jeweils durch eine Hülle geschützt) oder die Kapsel mit der Besatzung. Hat die Nutzlast ihre geplante Endgeschwindigkeit erreicht, wird sie von der Raketenstufe abgetrennt; danach fliegen beide auf einer fast identischen Bahn, doch wird die ausgebrannte Raketenhülle durch die Teilchen der Hochatmosphäre stärker gebremst als die (kompakte) Nutzlast, sodass sie in eine niedrigere Umlaufbahn gerät und letztere von unten "überholt" und nach einigen Wochen bis Monaten in der tieferen Atmosphäre verglüht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Raketenstart
Diese Umlaufbahn befindet sich in 380 Kilometer Höhe:
Die ISS befindet sich seit 1998 in Bau und ist zurzeit das größte künstliche Objekt im Erdorbit. Sie kreist aktuell in ca. 380 km Höhe (Stand: Juni 2011).
http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Raumstation
Das heißt nichts anderes, dass sich die dritte Stufe der Sojus-Rakete nach erfolgreicher
Operation in 380 Kilometern Höhe befunden hat.
Wie lange dauert es nun etwa, bis sie so langsam ausgebremst mit ihren 2,36 Tonnen
Gewicht wieder in die Erdatmosphäre eintaucht und verglüht?
Sehen wir uns ein Beispiel an. Nehmen wir bereits oben erwähnten Satelliten mit einem Gewicht von 6 Tonnen:
Er wurde 2005 durch Manöverdüsen auf einen „Absturz-Orbit“ in ca. 380 km Höhe gesenkt; da ist die Dichte der Atmosphäre zwar noch fast null, aber die paar Luftmoleküle reichen, um Objekte zu bremsen und irgendwann zum Absturz zu bringen.
http://diepresse.com/home/panorama/welt/693883/USSatellit-vor-Absturz-Truemmer-duerften-aufschlagen

6 Jahre später kam er dann mal hier unten an und unsere dritte Stufe der Sojus Rakete?
3 Tage?!
Na die hatte es aber eilig!
Wollte wahrscheinlich zu Weihnachten noch rechtzeitig zu Hause sein!

Selbst wenn die Raketenstufe sich bereits bei ca. 240 Kilometern Höhe von der Raumkapsel getrennt hätte, wären drei Tage für deren Zurückkommen ziemlich kurz angesetzt, wenn wir uns dieses Beispiel dazu ansehen:
Verloren im Orbit.
Warum Phobos Grunt schweigt, ist unklar. In Frage kommen technische Defekt oder Störungen durch den Sonnenwind. „Wir können derzeit nur über die Ursachen spekulieren“, sagt Warhaut. Auf dem derzeitigen Orbit in 200 bis 240 Kilometern Höhe kreist Phobos Grunt zwar auf einer stabilen Bahn. Das Zeitfenster, um Kontakt aufzunehmen, beträgt pro Umlauf nur sechs Minuten. Deshalb versuchen die Mitarbeiter der russischen Weltraumbehörde Roskosmos Phobos Grunt in ein höheres Orbit zu bringen“. Auch wenn man keinen Kontakt mit der Raumsonde bekommt, so lässt sich der Verlauf der gegenwärtigen Position doch recht gut verfolgen. Noch ist die Bahn stabil, aber irgendwann wird die mit dem Treibstoff mehr als 13 Tonnen schwere Sonde in die Erdatmosphäre eintreiten und abstürzen. 
http://m.faz.net/aktuell/wissen/weltraum/phobos-grunt-verloren-im-orbit-11549252.html
Die Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass unter normalen Umständen die Sonde ca. 2 Monate benötigt, um in der Erdatmosphäre zu verglühen. Anscheinend regelt die Sonde aber ihre Lage noch etwas selbst, denn aus den zwei Monaten, wurden mindestens 4 Monate.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fobos-Grunt
Alleine an diesem Beispiel erkennt man, dass es anscheinend nicht so einfach ist genau zu berechnen, wann Teile denn jetzt genau abstürzen, ob in einer Woche, mehreren Wochen oder vielleicht sogar bei derselben Höhe in ein paar Monaten. Von daher sollte man immer skeptisch sein, hinsichtlich der Nachrichten, die so tagtäglich verbreitet werden.